
Monique Barbut (* 22. August 1956 in Safi, Französisch-Marokko) ist eine französische parteilose Politikerin, die unter anderem von 2013 bis 2019 Exekutivdirektorin des Ständigen Sekretariats des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) war und seit dem 12. Oktober 2025 Ministerin für die ökologische Transformation, Biodiversität und die internationalen Verhandlungen über Klima und Natur im Kabinett Lecornu II ist.
Monique Barbut absolvierte nach dem Schulbesuch Studien an der Universität von Paris, die sie mit einer Licence in Anglistik sowie einem Diplôme d’études approfondies (DEA) der Wirtschaftswissenschaften beendete. Sie war im Anschluss Mitarbeiterin der Französischen Entwicklungsagentur AFD (Agence française de développement), 1992 Beraterin der Delegation bei der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro und wirkte im Rahmen der Globalen Umweltfazilität 1994 bei der Gründung des Französischen Fonds für globale Umwelt FFEM (Fonds français pour l’environnement mondial) mit. Nachdem sie von 2003 bis 2006 Direktorin der Abteilung für Technologie, Industrie und Wirtschaft des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) war, fungierte sie zwischen 2006 und 2012 als Chief Executive Officer (CEO) und Vorstandsvorsitzende des FFEM sowie von 2012 bis 2013 als Sonderberaterin des Vorstandsvorsitzenden der Französischen Entwicklungsagentur, Dov Zerah.
Am 1. Oktober 2013 wurde sie vom Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, als Nachfolgerin von Luc Gnacadja zur Exekutivdirektorin des Ständigen Sekretariats des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) ernannt und bekleidete diese Funktion bis zum 5. Februar 2019, woraufhin Ibrahim Thiaw ihre Nachfolge antrat. Sie wurde außerdem 2018 Mitglied des Verwaltungsrates von WWF in Frankreich (WWF France) und war zwischen 2020 und 2021 auch Sonderberaterin von Staatspräsident Emmanuel Macron für Biodiversität beim One Planet Summit am 11. Januar 2021 in Paris. Als Nachfolgerin von Isabelle Autissier wurde sie am 16. Januar 2021 Präsidentin des WWF Frankreich und bekleidete diese Funktion bis zum 19. Oktober 2023, woraufhin Antoine Housset zunächst kommissarischer Nachfolger und dann Alexandra Palt neue Präsidentin wurde.
Seit dem 12. Oktober 2025 ist Monique Barbut Ministerin für die ökologische Transformation, Biodiversität und die internationalen Verhandlungen über Klima und Natur (Ministre de la transition écologique, de la biodiversité et des négociations internationales sur le climat et la nature) im Kabinett Lecornu II. Ihr Ministerium wurde bei der jüngsten Regierungsumbildung stark verkleinert; und die Finanzen des „Fonds vert“ für die ökologische Transformation wurden dramatisch gestutzt: von 2,4 Milliarden Euro 2024 auf nunmehr nur noch 837 Millionen Euro. Von diesen 837 Millionen wurden im Frühjahr 2026 noch mal 20 Prozent eingefroren. Und so steht nun auch Präsident Emmanuel Macron, der die ökologische Transformation einst zur Priorität erklärt hatte, wieder in der Kritik. Ende Juli 2026 beauftragte die Regierung sie, die Umsetzung des nationalen Klimaanpassungsplans zu beschleunigen. Dabei sollten ausdrücklich Lehren aus den jüngsten Hitzewellen, Dürren, Waldbränden und anderen Extremereignissen gezogen werden.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Luc Gnacadja | Exekutivdirektorin des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) 2013–2019 | Ibrahim Thiaw |
| Isabelle Autissier | Präsidentin des WWF Frankreich 2021–2023 | Alexandra Palt |
| Agnès Pannier-Runacher | Ministerin für die ökologische Transformation, Biodiversität und die internationalen Verhandlungen über Klima und Natur 2025–amtierend | amtierend |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Barbut, Monique |
| KURZBESCHREIBUNG | französische Politikerin |
| GEBURTSDATUM | 22. August 1956 |
| GEBURTSORT | Safi, Marokko |