Sei offen und der Unterraum der beliebig oft differenzierbaren Funktionen mit einem kompakten Träger in . Für kompaktes sei der Raum der Funktionen mit Träger in K mit der von induzierten Teilraumtopologie. Dann gibt es eine feinste lokalkonvexe Topologie auf , die alle Einbettungen stetig macht. mit dieser Topologie ist der Raum der Testfunktionen und ist ein Beispiel für einen nicht-metrisierbaren Montel-Raum.
Sei der Raum aller Funktionen , für die alle Suprema endlich sind. Dabei wurde wieder von der Multiindex-Schreibweise Gebrauch gemacht. Der Raum mit den Halbnormen heißt Raum der schnell fallenden Funktionen und ist ein Montel-Raum.
Jeder lokalkonvexe Raum mit der feinsten lokalkonvexen Topologie, das heißt mit der von allen absolutkonvexen, absorbierenden Mengen als Nullumgebungsbasis erzeugten Topologie, ist ein Montel-Raum.
Im Allgemeinen sind weder abgeschlossene Unterräume noch Quotienten von Montel-Räumen wieder Montel-Räume.
Ist E ein Montel-Raum, so auch der starke Dualraum E'. Insbesondere sind also die in der Distributionstheorie auftretenden Räume , und Montel-Räume.
Quellen
Klaus Floret, Joseph Wloka: Einführung in die Theorie der lokalkonvexen Räume (= Lecture Notes in Mathematics. Bd. 56, ISSN0075-8434). Springer, Berlin u. a. 1968, doi:10.1007/BFb0098549.
H. H. Schaefer: Topological Vector Spaces, Springer, 1971 ISBN 0-387-98726-6
H. Jarchow: Locally Convex Spaces, Teubner, Stuttgart 1981 ISBN 3-519-02224-9
R. Meise, D. Vogt: Einführung in die Funktionalanalysis, Vieweg, 1992 ISBN 3-528-07262-8