| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 48′ N, 7° 35′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Bad Kreuznach | |
| Verbandsgemeinde: | Nahe-Glan | |
| Höhe: | 180 m ü. NHN | |
| Fläche: | 12,18 km² | |
| Einwohner: | 1568 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 129 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 55569 | |
| Vorwahl: | 06751 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KH | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 33 067 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Marktplatz 11 55566 Bad Sobernheim | |
| Website: | www.monzingen.de | |
| Ortsbürgermeister: | Klaus Stein (SPD) | |
| Lage der Ortsgemeinde Monzingen im Landkreis Bad Kreuznach | ||
Monzingen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Nahe-Glan an. Monzingen ist eine über 1200 Jahre alte Weinbaugemeinde an der mittleren Nahe.
Monzingen ist in einem Seitental der mittleren Nahe gelegen, das vom Gaulsbach durchflossen wird. Im Norden, Osten und Westen wird der Ort von 250–300 m hohen Bergen eingerahmt, gen Süden öffnet sich das Tal zur Nahe hin.
Das Zentrum bildet der 200 m hohe Kirchberg mit der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Martinskirche. Die Häuser erstrecken sich an einem sanft von Westen nach Osten abfallenden Berghang. Die jüngsten Neubauten liegen größtenteils auf einem östlichen Berg in Richtung Nußbaum und überragen den alten Ortskern mit seinen historischen Bauwerken. Südlich, im Nahetal, jenseits der Bundesstraße 41 und der Bahnstrecke Bingen–Saarbrücken liegt das Gewerbegebiet, Sportanlagen und einer der größten Campingplätze im Nahetal.
Die umliegenden Berghänge sind von Mischwald bedeckt oder werden an den Südhängen meist für den Weinbau genutzt. Einige der schon seit längerem aufgegebenen Weinberge an den Berghängen sind von einem Buschwald bedeckt. Vor allem an den steilen Südhängen der bekannten Monzinger Weinlagen Frühlingsplätzchen und Halenberg wird noch intensiv Weinbau betrieben. Sie sind Teil des bestimmten Anbaugebietes Nahe.
Zu Monzingen gehört auch der Wohnplatz Nahemühle.

Die erste urkundliche Erwähnung Monzingens geht auf eine Schenkung von Weinbergen an das Kloster Lorsch im Jahre 778 zurück. Während der Zeit der Stammesherzogtümer gehörte der Ort zum Herzogtum Franken.
Die frühen Formen des Ortsnamens wie Monzecha, Munzaher und Monzaha leiten sich vom Namen eines fränkischen Ansiedlers (Munt/Mund) in Verbindung mit der Silbe -aha/-ach ab, die Wasser oder fließendes Gewässer bedeutet. Im Laufe der Zeit wandelte sich der Name bis zur heutigen Form. Unter anderem sind folgende Schreibweisen bekannt:
| Jahr | Schreibweise |
|---|---|
| 1061 | Munzecha |
| 1074 | villa Munzichum |
| 1197 | Munziche |
| 1283 | Monzecho |
| 1297 | Moncichen |
| 1355 | Muntziche (Stadtrechtsurkunde) |
| 1380 | Montzingen |
| 1421 | Muntzingen |
| 1494 | Montzingen |
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Monzingen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1815 | 962 |
| 1835 | 1.201 |
| 1871 | 1.168 |
| 1905 | 1.167 |
| 1939 | 1.133 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1950 | 1.245 |
| 1961 | 1.381 |
| 1970 | 1.496 |
| 1987 | 1.545 |
| 1997 | 1.611 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 2005 | 1.731 |
| 2011 | 1.629 |
| 2017 | 1.583 |
| 2025 | 1.568 |
Der Gemeinderat in Monzingen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die zuletzt bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat:
| Wahl | SPD | CDU | FDP | FWG | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| 09.06.2024 | 6 | 2 | 4 | 4 | 16 Sitze |
| 26.05.2019 | 7 | 2 | 4 | 3 | 16 Sitze |
| 25.05.2014 | 7 | 2 | 4 | 3 | 16 Sitze |
| 25.10.2009 | 8 | 2 | 4 | 2 | 16 Sitze |
| 07.06.2009 | 7 | 2 | 4 | 3 | 16 Sitze |
| 13.06.2004 | 7 | 2 | 3 | 4 | 16 Sitze |
Klaus Stein (SPD) wurde 2019 Ortsbürgermeister von Monzingen. Da für die Direktwahl am 26. Mai 2019 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, wurde er nicht in dieser Urwahl, sondern erst später vom neuen Gemeinderat gewählt. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 setzte er sich mit einem Stimmenanteil von 54,2 % gegen einen Mitbewerber durch.
Amtsinhaber seit 1948:
| Blasonierung: „In von Schwarz und Rot geteiltem Schild oben ein schreitender rotbezungter doppelschwänziger goldener Löwe, unten ein silbernes sechsspeichiges Rad.“ | |
| Wappenbegründung: Es verweist auf die ehemalige Zugehörigkeit zur Kurpfalz und zu Kurmainz. |
Im historischen Zentrum gibt es mehrere prunkvolle Fachwerkhäuser aus dem 16. Jahrhundert, die Wahrzeichen des Ortes sind, ebenso wie die evangelische Pfarrkirche und das historische Rathaus:
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Monzingen