Morava K-Theorie

Morava K-Theorie ist im mathematischen Teilgebiet der Theorie der Spektren ein spezielles Spektrum oder äquivalent eine verallgemeinerte (Ko)homologietheorie. Für eine (in der Notation unterdrückte) Primzahl bilden diese eine Folge an Ringspektren, also eines für jede natürliche Zahl . Morava K-Theorie ist nach Jack Morava benannt, der diese in den 1970ern in nicht veröffentlichten Preprints einführte.

Definition

Sei der endliche Körper mit Elementen. Morava K-Theorie ist das eindeutige komplex orientierte homotopieassoziative Spektrum mit formaler Gruppe von Höhe und mit dem Koeffizientenring:

Sei der Ring mit -adischen Zahlen. Integrale Morava K-Theorie ist das eindeutige komplex orientierte homotopieassoziative Spektrum mit formaler Gruppe von Höhe und mit dem Koeffizientenring:

In beiden Fällen ist im Polynomring vom Grad .

Beispiele

ist das rationale Eilenberg-MacLane-Spektrum, welches gewöhnliche rationale singuläre Homologie und rationale singuläre Kohomologie darstellt. ist ein Summand der komplexen K-Theorie modulo .

Eigenschaften

K(n)-lokale Sphären

Für das Sphärenspektrum (mit ) werden dessen Bousfield-Lokalisierungen auch -lokale Sphären genannt.

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Lurie 2010, Lecture 22
  2. 1 2 Lurie 2010, Lecture 24