
1821
Walachischer Aufstand – Kalamata – Navarino – Patras – Salona – Livadeia – Lalas – Samothraki – Monemvasia – Alamana – Valtetsi – Doliana – 1. Akropolis – Gravia – Drăgășani – Grana – Vasilika (Thessaloniki) – Sculeni – Vasilika (Fthiotida) – Tripoli
1822–1824
Akrokorinth – Chalandritsa – Chios – Naoussa – Chios – Peta – Kompoti – Dervenakia – Agionori – Nauplia – 1. Missolonghi – Karpenisi – 2. Missolonghi – Kasos – Psara – Samos – Gerontas
Griechische Bürgerkriege 1823–1825
Ägyptische Intervention
Kremmydi – Andros – Sphacteria – Maniaki – Myloi – Alexandria – Kakosalesi – Kleisova – 3. Missolonghi – Kastraki – Mani – Varnakova – 2. Akropolis – Arachova – Kamatero – Phaleron
Intervention der Großmächte
Volos – Itea – Mega Spilaio – Navarino – Morea-Expedition – Chios-Expedition – Mortino – Koronisia – Petra
Seeschlachten sind in kursiv
Die Morea-Expedition (frz. Expédition de Morée) war eine französische Militäroperation und wissenschaftliche Expedition zwischen 1828 und 1833. Sie fand zur Zeit der Griechischen Revolution statt und führte auf den Peloponnes, damals Morea genannt. Militärisches Ziel war eine Schwächung des Einflusses des Osmanischen Reiches. Im April 1826 war Mesolongi vom Osmanischen Reich nach mehrfacher Belagerung eingenommen worden. Am 20. Oktober 1827 hatte eine Flotte mit Franzosen, Engländern und Russen die Seeschlacht bei Navarino gewonnen. 1828 ging das Expeditionskorps bei Koroni an Land und blieb dort bis 1833. Die Militäroperation stand unter dem Kommando von Nicolas-Joseph Maison, der rund 13.000 Soldaten befehligte.


Die Morea-Expedition war die zweite der großen militärisch-wissenschaftlichen Expeditionen, die Frankreich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts durchführte. Die erste, die als Maßstab diente, war die in Ägypten, die 1798 begann (Commission des sciences et des arts); die letzte fand in Algerien ab 1839 statt (Commission d'exploration scientifique d'Algérie). Alle drei entstanden auf Initiative der französischen Regierung und wurden einem bestimmten Ministerium unterstellt (Außenbeziehungen für Ägypten, Inneres für Morea und Krieg für Algerien). Die großen wissenschaftlichen Einrichtungen rekrutierten Gelehrte (sowohl Zivilisten als auch Militärs) und legten ihre Aufgaben fest, aber die Arbeit vor Ort erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Armee. Die Kommission der Wissenschaften und Künste während des Ägyptenfeldzugs Napoleons und vor allem die darauf folgenden Veröffentlichungen hatten Vorbildcharakter. Da Griechenland die andere wichtige Region des Altertums war, die als Ursprung der westlichen Zivilisation galt (eines der Hauptargumente der Philhellenen), beschloss man, wie Abel Blouet erwähnt,:
„…take advantage of the presence of our soldiers who were occupying Morea to send a scholarly commission. It did not have to equal that attached to the glory of Napoleon […] It did however need to render eminent services to the arts and sciences.“
„…die Anwesenheit unserer Soldaten, die Morea besetzten, zu nutzen, um eine Gelehrtenkommission zu entsenden. Sie musste nicht derjenigen entsprechen, die mit dem Ruhm Napoleons verbunden war […] Sie musste sich jedoch um die Künste und Wissenschaften verdient machen.“
Als bleibender Wert der Expedition gelten die Aufzeichnungen der Gelehrten, Ingenieure und Künstler, die die Expedition begleiteten und die Landschaft, Fauna, Flora und archäologische Stätten dokumentierten.
Daneben brachten Teilnehmer eigene Berichte heraus, die nicht Bestandteil der offiziellen Publikation waren.