
Moritz Alexander Zille, manchmal auch nur Moritz Zille (* 31. März 1814 in Oberullersdorf; † 7. Februar 1872 in Leipzig) war ein deutscher Theologe, Schriftsteller, Kirchenlieddichter, Lehrer, Übersetzer und Freimaurer.
Moritz Alexander Zille war der Sohn eines Wirtschaftsverwalters. Mit neun Jahren besuchte er die Bürgerschule in Bernstadt, ab 1825 das heutige Christian-Weise-Gymnasium in Zittau. Von 1833 bis 1836 studierte er an der Universität Leipzig Evangelische Theologie, Philologie und Philosophie. Nach dem Erreichen des Magistergrads wurde er 1838 Prediger in der Universitätskirche St. Pauli, 1845 dort ordiniert.
Von Anfang 1846 bis 1849 übernahm er die Redaktion der neuen, zweimal wöchentlich erscheinenden Allgemeinen Zeitung für Christenthum und Kirche und schuf als Schriftsteller Kirchenlieder, geistliche Lyrik und Prosa. Zudem war als Redakteur bei der Freimaurer-Zeitung tätig. Nach 1850 war er neben seiner geistlichen Tätigkeit als Lehrer am von Ernst Innozenz Hauschild gegründeten Modernen Gesamtgymnasium in Leipzig beschäftigt. 1859 wurde er Direktor und Inhaber dieser Privatschule. Am 7. Februar 1872 starb er.
Zille verband eine verinnerlichte Frömmigkeit mit Mystik, Freimaurerei und kosmopolitischen Gedanken. 1847 trat er der Leipziger Freimaurerloge Apollo bei, dort bekleidete er von 1870 bis 1872 das Amt des Meisters vom Stuhl.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zille, Moritz Alexander |
| ALTERNATIVNAMEN | Zille, Moritz |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Theologe, Schriftsteller, Kirchenlieddichter, Lehrer, Übersetzer und Freimaurer |
| GEBURTSDATUM | 31. März 1814 |
| GEBURTSORT | Oberullersdorf |
| STERBEDATUM | 7. Februar 1872 |
| STERBEORT | Leipzig |