Moritz von Fuchs

Moritz Bernhard von Fuchs (* 15. August 1827 in Neuruppin; † 21. November 1897 in Zerbst/Anhalt) war ein preußischer Generalmajor.

Leben

Herkunft

Moritz war ein Sohn des preußischen Generalleutnants Karl von Fuchs (1791–1874) und dessen Ehefrau Henriette, geborene von Prittwitz von Gaffron (1799–1873). Er hatte noch acht Geschwister und seine jüngere Schwester Emma (1828–1903) war mit dem preußischen Generalleutnant Heinrich von Olszewski (1823–1918) verheiratet.

Militärkarriere

Nach dem Besuch des Kadettenkorps wurde Fuchs am 4. Juli 1844 als Sekondeleutnant der 1. Jäger-Abteilung der Preußischen Armee in Rastenburg überwiesen. Anfang Januar 1846 folgte seine Versetzung in die 2. Jäger-Abteilung nach Greifswald, bevor er Ende November 1848 zu seinem Stammverband zurückkehrte. Ab Mitte März 1851 war Fuchs zunächst als Erzieher zum Kadettenhaus Culm und ab Anfang Mai 1853 in gleicher Eigenschaft zum Kadettenhaus Berlin kommandiert. Er avancierte Mitte September 1853 zum Premierleutnant und wurde Mitte April des Folgejahres in das Kadettenkorps versetzt. Mit der Versetzung in das 8. Jäger-Bataillon folgte Anfang Februar 1857 seine Kommandierung zur Dienstleistung beim Kadettenhaus Wahlstatt, bevor er Ende Oktober des Jahres unter Stellung à la suite des 4. Infanterie-Regiments und Beförderung zum Hauptmann als Abteilungsvorsteher in diesem Kadettenhaus tätig war. Unter Entbindung von diesem Kommando trat Fuchs mit der Ernennung zum Kompaniechef im 7. Ostpreußischen Infanterie-Regiment Nr. 44 am 23. Februar 1861 in den Truppendienst zurück. Mit seiner 11. Kompanie nahm Fuchs im Krieg gegen Österreich 1866 an den Kämpfen bei Trautenau, Königgrätz sowie Tobitschau teil und wurde für sein Verhalten mit dem Roten Adlerorden IV. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet.

Nach dem Krieg trat Fuchs am 30. Oktober 1866 unter Beförderung zum Major zum Stab des neugebildeten Infanterie-Regiments Nr. 74. Daran schloss sich ab dem 25. September 1867 eine Verwendung als Kommandeur des Füsilier-Bataillons im Anhaltischen Infanterie-Regiment Nr. 93 in Zerbst an. In dieser Eigenschaft führte er seine Kompanien während des Krieges gegen Frankreich 1870/71 in den Kämpfen bei Beaumont und Sedan, vor Toul sowie der Belagerung von Paris. Für sein Wirken wurde Fuchs mit beiden Klassen des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet und er erhielt die Erlaubnis zur Annahme der Kommandeur-Insignie 2. Klasse mit Schwertern des Hausordens Albrechts des Bären sowie des Ritterkreuzes 1. Klasse des Bayerischen Militärverdienstordens.

Am 18. Januar 1871, dem Tag der Kaiserproklamation im Spiegelsaal von Versailles, wurde Fuchs zum Oberstleutnant befördert. Nach dem Friedensschluss trat er am 18. Juli 1872 an die Spitze des 3. Brandenburgischen Infanterie-Regiments in Wittenberg, dass sich zu diesem Zeitpunkt noch bei der Okkupationsarmee in Frankreich befand. Fuchs avancierte am 22. März 1873 zum Oberst. In Genehmigung seines Abschiedsgesuches wurde er am 5. April 1877 mit Pension und der Berechtigung zum Tragen seiner Regimentsuniform zur Disposition gestellt sowie mit dem Kronen-Orden II. Klasse ausgezeichnet.

Nach seiner Verabschiedung erhielt Fuchs am 22. März 1897 aus Anlass des 100. Geburtstages des verstorbenen Kaisers Wilhelm I. den Charakter als Generalmajor.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ [Hans] Küster: Geschichte des Anhaltinischen Infanterie-Regiments Nr. 93. Zweiter Theil, Mittler & Sohn, Berlin 1895, Anlagen, S. 204, 207.
  2. ↑ Militär-Wochenblatt. Nr. 36 vom 5. Mai 1877, S. 609.
  3. ↑ Bayerisches Kriegsministerium (Hrsg.): Verordnungs-Blatt. Nr. 7 vom 6. Februar 1871, S. 62.
  4. ↑ Militär-Wochenblatt. Nr. 25 vom 22. März 1897, S. 681–684, 694.
Personendaten
NAME Fuchs, Moritz von
ALTERNATIVNAMEN Fuchs, Moritz Bernhard von (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG preußischer Generalmajor
GEBURTSDATUM 15. August 1827
GEBURTSORT Neuruppin
STERBEDATUM 21. November 1897
STERBEORT Zerbst/Anhalt