Moshe Stekelis (hebräisch משה שטקליס; geboren 18. Juni 1898 in Kamjanez-Podilskyj, Russland; gestorben 12. März 1967 in Jerusalem, Israel) war ein russisch-israelischer Archäologe und Hochschullehrer an der Hebräischen Universität Jerusalem.
Stekelis studierte an der Universität Odessa Archäologie. Er schloss 1924 sein Studium mit dem Master ab. Während seines Studiums war er stellvertretender Direktor des Archäologischen Museums Odessa. Von 1921 bis 1924 war er außerdem Direktor der Archäologischen Bibliothek Odessa.
Die kurz nach der Oktoberrevolution einsetzende Judenverfolgung und der erstarkende sowjetische Antisemitismus führten 1924 zur Verhaftung von Stekelis und seiner Verbannung nach Sibirien wegen zionistischer Aktivitäten. Während seiner Verbannung arbeitete und forschte Stekelis dort weiter als Archäologe. 1927 kehrte er aus der Verbannung zurück.
1928 wanderte Stekelis nach Palästina aus. Dort arbeitete er als Dozent an der Hebräischen Universität in Jerusalem. In den frühen 1930er Jahren promovierte er bei Henri Breuil in Paris. 1948 wurde er Professor für Ur- und Frühgeschichte an dieser Universität. Stekelis gründete die prähistorische Bibliothek in Jerusalem und ein archäologisches Museum in Haifa.
Stekelis starb zu Hause, während er mit seinen Mitarbeitern neue Ausgrabungen im Jordangraben plante.


Stekelis leitete viele Ausgrabungen, darunter:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stekelis, Moshe |
| ALTERNATIVNAMEN | Stekelis, Mosche; Shṭeḳelis, Mosheh; Šṭeqelis, Moše; Stékélis, Moshé; Śteqelis, Mošeh; משה שטקליס (hebräisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | israelischer Archäologe und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 18. Juni 1898 |
| GEBURTSORT | Kamjanez-Podilskyj, Russland |
| STERBEDATUM | 12. März 1967 |
| STERBEORT | Jerusalem, Israel |