Mottingeramt

Mottingeramt (Streusiedlung)
Ortschaft
Katastralgemeinde Mottingeramt
Mottingeramt (Österreich)
Mottingeramt (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Krems (KR), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Krems an der Donau
Pol. Gemeinde Rastenfeld
Koordinaten 48° 33′ 37″ N, 15° 23′ 1″ OKoordinaten: 48° 33′ 37″ N, 15° 23′ 1″ Of1
Höhe 570 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 129 (1. Jän. 2026)
Fläche d. KG 16,38 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04326
Katastralgemeindenummer 12035
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
f0
f0
129

BW

Mottingeramt ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Rastenfeld im Bezirk Krems in Niederösterreich. Die Ortschaft hat 129 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Bis Ende 1967 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.

Geografie

Die in einer ausgedehnten Lichtung liegende Streusiedlung südlich des Kamps wird von den Landesstraßen L7050 und L7054 erschlossen und über mehrere Zubringer zum Kamp entwässert, etwa der Gernitz im Osten. Die Ortschaft besteht aus zahlreichen Lagen, von denen Gernitz, Kamphütten und Drei Höfe die bedeutendsten sind. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 90 Adressen.

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Amt mit 42 zerstreuten Waldhütten genannt, die nach Rastbach, Niedergrünbach und Rastenfeld eingepfarrt waren, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Gföhl besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und hatte die Grundherrschaft inne. Die Konskription wurde von den Herrschaften Gföhl, Krumau und Rastenberg besorgt.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Mottingeramt zwei Gastwirte, ein Gemischtwarenhändler, eine Mühle, ein Schmied und einige Landwirte ansässig. Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1968 die damaligen Ortsgemeinden Mottingeramt und Rastenfeld.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  2. 1 2 Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 21. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 30. Januar 2025.
  3. ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  4. ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 48f (Mottingeramt in der Google-Buchsuche).
  5. ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 365