Japa (Sanskrit, m., जप, japa, von flüstern, murmeln; Pāḷi, das Murmeln, das Gemurmel, von japati=murmeln, flüstern) ist lautes, leises oder auch nur gedankliches Wiederholen eines Mantras, Gebets, Gottesnamens, oder Rezitation heiliger Schriften. Es handelt sich um einen Begriff aus dem Hinduismus. Jedoch wird Japa auch im Sikhismus und Buddhismus praktiziert.
Japa kann unter Zuhilfenahme einer Rosenkranz-ähnlichen Kette, auch Mala oder Japamala genannt, praktiziert werden. Im Zusammenhang mit Japa ist auch von Japa-Yoga oder Mantra-Yoga die Rede. Darunter versteht man eine Meditationsform zum Zwecke der Verwirklichung Gottes, bei der die Wiederholung heiliger Silben, oder Mantras eine Rolle spielen. Japa kann auch während der Aktivität ausgeübt werden, z. B. während Routinearbeiten, oder im Sitzen während der Meditation. Unter Ajapa Japa versteht man eine Form der konstanten Japa-Ausübung, bei der das Wiederholen automatisch und anstrengungslos geschieht. Es ist eine Form konstanten Bewusstseins. Manchmal ist diese Form konstanten Bewusstseins auch an den Atem geknüpft. Sofern sich das Japa auf die Wiederholung göttlicher Namen oder Attribute bezieht spricht man auch von Nama-Japa. Dieses gehört phänomenologisch zur Praxis des Namensgebets.

In einigen Formen des Japa werden die Wiederholungen mit einer Gebetskette gezählt, die als Japamala bekannt ist. Für Japa werden viele verschiedene Materialien wie z. B. Neem oder Tulsi verwendet. Die Anzahl der Perlen in einer Japamala beträgt üblicherweise 108. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Menschen die Kette um den Hals tragen, auch wenn manche Praktizierende sie lieber in einem speziellen Beutel (gomukhi) aufbewahren, um sie rein zu halten und sie auch "energetisch" zu schützen.
Japa kann in verschiedenen Lautstärkegraden praktiziert werden:
Likhita Japa bezeichnet das schriftliche Wiederholen eines Mantras, oftmals gleichzeitig mit dem gesprochenen Rezitieren. Praktizierende berichten davon, dass diese Praxis sogar wirksamer sei als das bloße Sprechen des Mantras. Likhita Japa wird oft in ein spezielles, möglichst säurefreies Heft geschrieben und mit größter Sorgfalt behandelt. Da die geschriebenen Namen Gottes genauso als heilig erachtet werden wie Gott selbst, findet es aus dementsprechendem Respekt vornehmlich auf oder unter dem Altar Platz.
Auch im tibetischen Buddhismus ist die Japa-Meditation ein wichtiger Bestandteil religiöser Praxis. Die Praxis des Nembutsu im Reines-Land-Buddhismus ist eine sinngemäße Entsprechung zu Japa.