Nancy Jane Lane Perham (Geburtsname Nancy Jane Lane; * 1936 in Halifax; † 23. November 2025) war eine kanadische Zellbiologin, Künstlerin und Professorin an der University of Cambridge. Sie war auf Zell-Zell-Interaktionen (cell–cell interaction) spezialisiert. Lane Perham setzte sich für Frauen in den Naturwissenschaften ein, leitete die Arbeitsgruppe „Frauen in den MINT-Fächern“, die den Bericht „The Rising Tide“ („Die steigende Flut“ 1993) erstellte, und war Mitbegründerin des Athena-Projekts.
Nancy Jane Lane wurde 1936 geboren und stammte aus Halifax, Nova Scotia. Sie erhielt ihre Ausbildung an der Queen Elizabeth High School, wo man ihr sagte Frauen könnten keine Wissenschaftlerinnen sein, nur Labortechniker. Sie erwarb ihr Undergraduate Degree und einen Masters of Science an der Dalhousie University.
Nach dem Abschluss wurde ihr das Stipendium des Imperial Order Daughters of the Empire verliehen und sie gewann die Governor General’s Gold Medal, woraufhin sie ihr Doktorstudium an der University of Oxford durchführen konnte. Sie vollendete 1963 ihren Ph.D. mit dem Titel A cytological study of secretory processes in gastropods, with special reference to the problem of neurosecretion („Eine zytologische Studie sekretorischer Prozesse bei Gastropoden unter besonderer Berücksichtigung des Problems der Neurosekretion“).
Nach Anstellungen am Albert Einstein College of Medicine in New York City und an der Yale University ging Lane Perham 1968 an die University of Cambridge, wo sie eine volle Professur erhielt. Sie wurde als „brillante Mikroskopikerin“ („brilliant microscopist“) beschrieben. Ihre Forschung konzentrierte sich auf Zell–Zell-Interaktion, wie Gap Junction und Tight Junction, speziell bei Invertebraten (Wirbellosen). Neben der Untersuchung von Zellstrukturen und -interaktionen malte sie diese auch. Einige ihrer Werke erschienen auf Zeitschriftencovern, und einige wurden von David Hockney für die Sommerausstellung der Royal Academy of Arts 1995 ausgewählt.
Lane Perham setzte sich für Frauen in der Wissenschaft ein. Der damalige Premierminister John Major bat sie, den Vorsitz der Arbeitsgruppe „Frauen in den MINT-Fächern“ zu übernehmen, nachdem William Waldegraves Weißbuch zum britischen Wissenschaftssystem von 1993, „Realizing Our Potential“ („Unser Potenzial ausschöpfen“), zwar einen ganzen Absatz den Frauen gewidmet, aber gleichzeitig festgestellt hatte, dass sie die am meisten unterschätzte Ressource in Großbritannien darstellten. Die Arbeitsgruppe veröffentlichte 1993 den Bericht „The Rising Tide“. Lane Perham war Mitbegründerin des Athena Project und Gründerin von WiSETI, eine Initiative in Cambridge um Frauen in der Wissenschaft, Technologie und Ingineurwissenschaften zu stärken.
Lane Perham war mit dem Biochemiker Richard Nelson Perham verheiratet, Master des St John’s College von 1969 bis zu seinem Tod 2015. Das Paar hatte zwei Kinder. Sie starb am 23. November 2025.
Nancy Lane Perham war Life Fellow des Girton College, Cambridge. Sie wurde 1994 zum Officer des Order of the British Empire (OBE) ernannt für ihre Verdienste um die Wissenschaft, gehörte der Royal Society of Biology an, dann der Royal Society of Arts sowie der Royal Microscopical Society.
Sie hatte Ehrendoktor-Titel von sechs Universitäten, inklusive der University of Surrey (2005). Sie wurde 2006 in die Nova Scotia Science Hall of Fame aufgenommen.
| Personendaten | |
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| NAME | Perham, Nancy Lane |
| ALTERNATIVNAMEN | Perham, Nancy Jane Lane (vollständiger Name); Lane, Nancy Jane (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | kanadische Zellbiologin und Künstlerin |
| GEBURTSDATUM | 1936 |
| GEBURTSORT | Halifax (Nova Scotia), Nova Scotia |
| STERBEDATUM | 23. November 2025 |