FISH-Mikroaufnahme einer Co-Kultur aus „Ca. Nanopusillus acidilobi“ und Acidilobus sp. 7A unter Verwendung Sonden für Nanobdellota (grün) und Thermoproteota (orange). Der gepunktete Pfeil zeigt auf eine freie Nanobdellota-Zelle. Rechts ist dasselbe Feld abgebildet, jedoch mit DAPI-Färbung für die DNA aufgenommen.
CandidatusNanopusillus ist eine Kandidaten-Gattung im PhylumNanoarchaeota, zu der mehrere verschiedene Arten (Spezies) gehören.
Eine davon, „Ca. Nanopusillus massiliensis“ ist das erste co-isolierte Mitglied der Nanoarchaeota mit menschlichem Ursprungs. Eine weitere Art innerhalb dieser Gattung ist „Ca. Nanopusillus acidilobi“. Von dieser besonderen Art weiß man, dass sie anaerob, hyperthermophil und acidophil ist und am besten in stark sauren und heißen Umgebungen gedeiht (Optimum bei 82°C und pH-Wert von 3,6). „Ca. Nanopusillus acidilobi“ wurde (insbesondere) in heißen Quellen im Yellowstone-Nationalpark gefunden und lebt epibiontisch auf der Oberfläche von anderen Archaeen als Wirt (nämlich Acidilobus sp. 7A).
Stamm CSUR Q6268(L,N) alias Marseille Q6268 (2022)(L) oder Marseille-Q6268 (Zugriffsnummer CAKLBW000000000)(N,G) – Co-Kultur mit Methanobrevibacter oralis(N)
Spezies „Ca. Nanopusillus phoceensis“ Hassanietal. 2024 bzw. 2023(L) – aus einer menschlichen Stuhlprobe, steht im engen Kontakt mit Methanobrevibacter smithii.
Stamm Marseille Q6268 (2024)(L) alias Marseille-Q6268 (Zugriffsnummer CAKLBW010000000, OV100765)(N)
Die Zuordnung einzelner Stämme (bzw. Isolate oder MAGs) zu den Spezies ist noch in der Diskussion, die GTDB betrachtet offenbar die ganze Gattung als ein Synonym von Nanobdella.
Etymologie
Der Gattungsname Nanopusillus ist neulateinisch und leitet sich ab von altgriechischνᾶνοςnânos, deutsch ‚Zwerg‘ und lateinischpusillus‚sehr klein‘; der Name verweist somit auf sehr kleine Mitglieder der Archaeen bzw. Nanoarchaeota.
Das Art-Epithetonacidilobi ist Genitiv und verweist auf die Gattung Acidilobus, auf der die Typusart wächst und in deren Abhängigkeit sie steht.
Das Art-Epitheton massiliensis bedeutet „von Marseille“, wo man diese Art entdeckt hat („Massilia“ ist der alte römische Name von Marseille).
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Louie Wurch, Richard J. Giannone, Bernard S. Belisle, Carolyn Swift, Sagar Utturkar, Robert L. Hettich, Anna-Louise Reysenbach, Mircea Podar: Genomics-informed isolation and characterization of a symbiotic Nanoarchaeota system from a terrestrial geothermal environment. In: Nature Communications, Band 7, Nr.12115, 5. Juli 2016; doi:10.1038/ncomms12115, PMC4935971(freier Volltext), PMID 27378076 (englisch).
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Yasmine Hassani, Gerard Aboudharam, Michel Drancourt, Ghiles Grine: The discovery of Candidatus Nanopusillus phoceensis sheds light on the diversity of the microbiota nanoarchaea. In: iScience, Band 27, Nr.4109488, 19. April 2024; doi:10.1016/j.isci.2024.109488, PMC11001627(freier Volltext), PMID 38595798 (englisch). Die unter Data Availability angegebenen Links verweisen alle auf Ca. N. massiliensis. Fehler?