Nanthiat

Nanthiat
Nantiac
Nanthiat (Frankreich)
Nanthiat (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Dordogne (24)
Arrondissement Nontron
Kanton Thiviers
Gemeindeverband Périgord-Limousin
Koordinaten 45° 25′ N, 0° 59′ OKoordinaten: 45° 25′ N, 0° 59′ O
Höhe 136–313 m
Fläche 11,12 km²
Einwohner 244 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 22 Einw./km²
Postleitzahl 24800
INSEE-Code

Die Isle bei Castilloux zwischen Nantheuil und Nanthiat

Nanthiat (Aussprache [nɑ̃ˈtja], okzitanisch Nantiac) ist eine französische Gemeinde mit 244 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Nontron und zum Gemeindeverband Communauté de communes Périgord-Limousin. Die Einwohner werden Nanthiaçois bzw. Nanthiaçoises genannt.

Geografie

Lagekarte von Nanthiat

Nanthiat liegt etwa 29 Kilometer ostsüdöstlich von Nontron und etwa 33 Kilometer nordöstlich von Périgueux im Norden des Départements in der Landschaft des Nontronnais.

Umgeben wird Nanthiat von folgenden vier Nachbargemeinden:

Sarrazac
Nantheuil Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Saint-Sulpice-d’Excideuil
Corgnac-sur-l’Isle

Die Gemeinde setzt sich neben dem Ortskern aus folgenden Lieu-dits, Weilern, Gehöften, Mühlen, einer Papierfabrik und einem Schloss zusammen:

Bourneix, Castilloux (Papierfabrik), Champdoré, Château de Nanthiat, Finette (Mühle), Grelière, L'Etang, La Bauberie, La Côte, La Coutille, La Croix de Bois, La Croze, La Forêt, La Lande, La Reserve, Labauberie, Laborie, Lavergne, Le Bas Sinsac, Le Buisson, Le Clos du Port, Le Colombier, Le Pont de Madame, Les Combas, Les Jarthes, Les Landes, Les Longeix, Les Mitardes, Les Tibles, Leycuras, Magenaud, Moulin de Madame, Marcou, Maurencie, Monchaty, Nazac, Nègrevergne, Puybarbeau, Rochepeau und Sinsac.

Die topografisch tiefste Stelle im Gemeindegebiet mit 136 m befindet sich in der Nähe des Lieu-dit La Forêt an der Südwestecke an der Isle, welche hier die Gemeinde verlässt. Der höchste Punkt mit 313 m liegt im Nordosten in der Nähe des Weilers Bourneix an der Grenze zur Nachbargemeinde Saint-Sulpice-d’Excideuil. Das Zentrum befindet sich auf etwa 241 m Höhe.

Bodenbedeckung

Bodenbedeckung in Nanthiat (2018)

Die Bodenbedeckung der Gemeinde Nanthiat schlüsselt sich im Jahr 2018 gemäß der europäischen Datenbank CORINE Land Cover (CLC) wie folgt auf:

Die landwirtschaftliche Nutzung steht im Vordergrund. Der Anteil der landwirtschaftlichen Nutzflächen hat sich seit 1990 von 64,9 % auf 65,1 % minimal erhöht.

Klima

Nanthiat besitzt ein abgeschwächtes ozeanisches Klima mit gemäßigtem Sommer (Cfb nach Köppen und Geiger), das sich durch folgende Parameter auszeichnet:

Klimaparameter im Zeitraum 1971–2000
  • Jahresmittel: 12,1 °C
  • Anzahl der Tage unter −5 °C: 2,7
  • Anzahl der Tage oberhalb 30 °C: 5,6
  • Maximum im Tages-Temperaturunterschied: 14,6 °C
  • Jahresniederschlag: 1046 mm
  • Niederschlagstage im Januar: 13,5
  • Niederschlagstage im Juli: 7,9

Durch den Klimawandel zeichnen sich Erhöhungen im Jahresmittel ab, die sich bereits auch bemerkbar machen. So ist beispielsweise an der 51 Kilometer entfernten Wetterstation in Brive das langjährige Jahresmittel von 12,7 °C für 1971–2000 über 12,7 °C für 1981–2010 auf 13,0 °C für 1991–2020 angestiegen – ein Zuwachs um 0,3 °C innerhalb von 20 Jahren.

Hydrografie

Hydrografische Karte von Nanthiat

Die Westgrenze der Gemeinde wird von der nach Süden abfließenden Isle gebildet. Sie empfängt als linken Seitenarm den Lavaud, der die Nordgrenze zu Sarrazac markiert. Etwas talabwärts nimmt die Isle das ebenfalls von links kommende Flüsschen Torte Sabate auf. Die Südgrenze wird von einem kleinen, ebenfalls linksseitigen Bach gebildet, welcher aus Saint-Sulpice-d'Excideuil herüberkommt und dessen rechter Seitenarm beim Weiler La Croze entspringt.

Die Isle bildet Teil des Flusssystems Isle-Dronne.

Die Gesamtlänge des Entwässerungsnetzes in der Gemeinde Nanthiat beträgt 25 Kilometer.

Geologie

Im Gemeindegebiet von Nanthiat tritt das metamorphe Grundgebirge des Massif Central zutage.

Thiviers-Payzac-Einheit

Geologische Karte von Nanthiat

Aufgeschlossen sind Gesteine der Thiviers-Payzac-Einheit wie beispielsweise die Rhyodazite des Thiviers-Sandsteins (französisch Grès de Thiviers – Normalfazies tfρ3 im Südabschnitt). Die vulkanischen Grès de Thiviers werden weiter im Norden dann von Serizitschiefern (Donzenac-Schiefer – S1-2) abgelöst, die aus Peliten und Areniten hervorgegangen sein dürften und auch Grauwackenlagen enthalten. Eine Besonderheit inmitten des Serizitschieferbandes sind Metavulkanite (ξgm), die beim Weiler Bourneix anstehen. Es folgen schließlich entlang der Nordgrenze erneut die Grès de Thiviers, die hier aber in ihrer höhermetamorphen Fazies als Payzac-Quarzit (tfρ3Χ) vorliegen. Sie führen beim Lieu-dit Nègrevergne ein Grünschieferband (S11δθ), das aus ehemaligen Doleriten und basaltischen Tuffen hervorgegangen ist. Erwähnt werden sollten ferner noch die zahlreichen Diabasgänge (δΣβ), die die südlichen Grès de Thiviers durchschlagen (um le Pont de Madame).

Im Süden des Gemeindegebietes ist in die Grès de Thiviers der Corgnac-Granit (ζγ3b) intrudiert, zu sehen bei den Lieu-dits Finette und Les Mitardes. Es handelt sich um einen kataklasischen Granit monzonitischer Zusammensetzung, der in den Grès de Thiviers eine Kontaktmetamorphose bewirkt hat, zu erkennen an Hornfelsen beim Lieu-dit La Forêt. In seinem Randbereich (bei Finette) liegt der Granit als Orthogneis vor.

Strukturell bilden die generell Ostsüdost-streichenden Metamorphite im Südteil ein Syhklinorium (Verlängerung der Génis-Synklinale) und im Nordteil ein Antiklinorium (Verlängerung der Saint-Mesmin-Antiklinale) mit steilstehender Schieferung. Die Schieferung ist im Flusstal der Torte Sabate sehr deutlich entwickelt.

Der Metamorphosegrad steigt generell in nördlicher Richtung an. Mit Erreichen der Torte Sabate wird der Biotit- und nur unwesentlich weiter nördlich beim Weiler Sinsac der Almandin-Isograd überschritten.

Sedimentbedeckung

Das Grundgebirge wird von flach liegenden (maximaler Einfallswinkel 6° nach Nordost) Sedimenten des nördlichen Aquitanischen Beckens transgrediert, die hier mit dem Lias einsetzen (die Hauptvorkommen liegen östlich des Ortskerns). Die Serie beginnt mit dem Unteren Hettangium (I1) – Konglomerate, Sandsteine und Arkosen. Das folgende Oberhettangium (I2) ist dolomitisch und liegt meist verkieselt vor. Das Sinemurium (I3-4) ist oolithisch und ebenfalls oft verkieselt. Die Serie endet mit groben, teils dolomitischen Sandsteinen des Pliensbachiums (I5-6).

Im Bereich des Ortskerns von Nanthiat wird das Grundgebirge und der Lias von Flussschottern des Pleistozäns verdeckt (Formation CF). Die alluvialen Schotter bei Champdoré (Formation Fs) gehen möglicherweise bis ins Pliozän zurück. Die Hanglagen nordwestlich vom Weiler Grelière werden von würmeiszeitlichem Hangschutt überzogen (Formation GP). In den Flussniederungen der Isle, der Torte Sabate und des Lavaud haben sich rezente Sedimente abgesetzt (Formation K).

Naturrisiken

Risikokarte des Quellungs/Schrumpfungsverhältnisses von Tonmineralen in Böden für Nanthiat

Naturrisiken manifestieren sich in Nanthiat als

In den Jahren 1982, 1993, 1999 und 2007 kam es aufgrund erhöhter Niederschläge zu größeren Bodenbewegungen und Rutschungen.

Dürrejahre waren 1989, 1991, 2003, 2011 und 2019. In diesen Perioden herrschte erhöhte Waldbrandgefahr. Der heiße Sommer von 2003 machte insbesondere alten Menschen schwer zu schaffen.

Ein herausragendes Wintersturmereignis war das Sturmtief Martin im Dezember 1999, das enorme Schäden an den Wäldern und auch an der Infrastruktur hinterließ. Die Zerstörungen in den Wäldern sind selbst im Jahr 2022 noch zu erkennen.

Wie die Risikokarte zeigt, ist Nanthiat von der Gefahr durch Bodensetzungen mäßig bis stark betroffen, die Gefahren konzentrieren sich hierbei auf Böden des Donzenac-Schiefers, insbesondere jedoch auf die abdeckenden, plio-pleistozänen Lockersedimente im Südabschnitt.

Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Massif Central sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt.

Die relativ schwache, aber dennoch signifikativ vorhandene Radongefahr besteht im Inneren von Gebäuden und geschlossenen Räumen.

Ökologie

Schutzgebiet des Typus 2 in Nantheuil

Schutzgebiet des Typus 2

Die Talung der Isle bildet ein Schutzgebiet des Typus 2 (französisch ZNIEFF = zone naturel d'interêt faunistique et floristique). Hierin eingeschlossen sind auch ihre beiden linken Nebenflüsse – der Lavaud und die Torte Sabate.

Etymologie und Geschichte

In den ersten Erwähnungen des Dorfnamens, Nantiac im 13. Jahrhundert und Nantiat im Jahre 1388, wechselten die Endungen -ac und -at, wobei der abschließende Konsonant nicht mehr ausgesprochen wurde. Das -h- erschien in einer latinisierten Form im 15. Jahrhundert, Domus de Nanthiaco. Im 19. Jahrhundert gab es jedoch auch die Schreibweise Nantiat (ohne -h-). Nanthiat stammt von einem ursprünglich gallischen Personennamen, Nantu, begleitet vom Suffix -acum. Der gleiche gallische Name findet sich im Ursprung von Nantiat im Département Haute-Vienne.

Nanthiat ist mindestens seit gallorömischer Zeit besiedelt. In der Merowingerzeit ist der Eigentümer dieses Landes namentlich bekannt: Aredius von Limoges, der es in seinem im Jahr 572 verfassten Testament aufführt. Er hatte sein Amt als Kanzler des Frankenkönigs am Hof von Austrasien niedergelegt, um ein religiöses Leben zu führen. Als bedeutende Persönlichkeit bei der Christianisierung der Region sowie als Erbauer von Klöstern und Gebetshäusern ist er heute eher unter dem französischen Namen Saint-Yrieix bekannt.

Die erste bekannte Grundherrschaft, die von der Familie de Nantiac ausgeübt wurde, soll bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen. Die erste urkundliche Erwähnung einer befestigten Anlage stammt aus dem Jahr 1165, anlässlich der Heirat von Imberge de Nantiac mit Pierre I. Jaubert (oder Joubert). Diesem wurde eine nahe Verwandtschaft mit Joubert von Syrien nachgesagt, dem siebten Großmeister des Malteserordens und Regenten des Königreichs Jerusalem.

Als Teil der Kastellanei Excideuil und aufgrund seiner strategischen Lage begehrt, geriet Nanthiat rasch in den Konflikt zwischen den Kapetingern und den Plantagenets sowie in die verheerenden Raubzüge, die das Land während des Hundertjährigen Krieges heimsuchten. Richard Löwenherz, sein Bruder Johann Ohneland und Bertrand du Guesclin machten hier aller Wahrscheinlichkeit nach Station. Die Burg, die abwechselnd von Franzosen und Engländern belagert, beschossen und besetzt wurde, lag am Ende des Mittelalters in Trümmern. Von ihrem feudalen Erscheinungsbild sind lediglich der quadratische Donjon, der Sockel eines Turms sowie Mauerreste erhalten geblieben. Als Belohnung für ihre Treue und ihre Dienste für die französischen Könige während der Kriege gegen England erhielten die Jauberts ein neues Wappen mit Lilienmotiven.

Ab 1426 begann eine umfassende Wiederaufbauphase. Davon zeugen bis heute die mittelalterliche Küche, die Mauern des Herrenhauses sowie einige gotische Fenster an der Nordfassade. In den 1580er Jahren wurde die Burg im Stil der französischen Renaissance umgestaltet: Maschikuli, Fenster mit Bossenwerk und Pilastern sowie ein vorkragender Treppenturm schmückten fortan den Donjon, während ein monumentales Portal mit den Führungsschienen einer Zugbrücke den Zugang zum Anwesen bewachte.

Als Anhänger des katholischen Lagers standen die Jaubert während der Hugenottenkriege auf der Seite der Valois. In diesen unruhigen Zeiten fiel der Burgherr Jean III. einem Mordanschlag zum Opfer. Eine Büste in Hochrelief von Katharina von Medici, geschaffen von einem Schüler des Bildhauers Nicolas Rambourg, blickt seither auf Höhe des Zimmers der Königin auf die Besucher herab.

Im Jahr 1615 erhob Ludwig XIII. die Herrschaft Nanthiat zur Vizegrafschaft, um die jahrhundertelange Treue der Jauberts zur Krone zu würdigen, eine Treue, die sich sowohl in Zeiten von Verschwörungen als auch während der Fronde gegen Ludwig XIV. erneut bewährte. Zwei Mitglieder der Familie Jaubert, die als Musketiere dienten, kamen im Dienst des Königs ums Leben. Unter der Leitung des Chevaliers wird das Gebäude ab 1740 modernisiert. In die Südfassade werden Fenster gebrochen, eine Enfilade (Raumflucht) wird angelegt und eine Ausstattung im Stil Louis-quinze geschaffen. Das Schloss erhält ein schlichtes, elegantes Erscheinungsbild im Stil der französischen Klassik.

Während der Französischen Revolution bleibt das Schloss von Zerstörungen verschont, dank der Zurückhaltung des für die Beschlagnahmungen zuständigen Bürgers. Die Linie der Vicomtes de Nanthiat erlischt in dieser Zeit und geht im Haus der Comtes de Bonneval auf. So kann Napoleon Bonaparte im Jahr 1812 dem General und Baron Daumesnil die Mittel für den Erwerb des Schlosses zur Verfügung stellen und damit jenen belohnen, der ihm einst das Leben gerettet hatte. Der „Verstümmelte von Wagram“ stammte ursprünglich aus Périgueux. Nachdem er zur heldenhaften Verteidigung von Vincennes gegen die alliierten Armeen zurückgerufen worden war, verkaufte der General das Schloss bald wieder. Später gelangt das Anwesen in den Besitz der Familie Labrousse du Boffrand, deren Mitglieder über mehrere Generationen hinweg das Bürgermeisteramt bekleiden. Anschließend geht es durch Erbschaft an Maurice Devars du Mayne über, der sich große Verdienste um die Restaurierung des Schlosses erwarb. Schließlich fällt es an dessen Tochter und deren Ehemann, Pierre Käppler.

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs bot das Schloss Flüchtlingen aus dem Elsass Zuflucht. Im Juli 1944 zogen deutsche Truppen auf dem Weg in die Normandie an den Toren des Anwesens vorbei und brachten Tod über die Widerstandskämpfer des Dorfes.

Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungsentwicklung in Nanthiat
Jahr Einwohner


1962388
1968356
1975336
1982336
1990337
1999291
2006284
2008283
2013252
2018237
2019237

Quellen: EHESS/Cassini bis 1999, INSEE ab 2006

Verwaltung

Bürgermeister von Nanthiat ist seit März 2026 Jean-Marie Contamine.

Präsidentschaftswahlen 2022

Kandidaten Parteien 1. Wahlgang 2. Wahlgang
Stimmen % Stimmen %
Emmanuel Macron En marche ! EM 45 24,86 % 83 51,88 %
Marine Le Pen Front national FN 43 23,76 % 77 48,12 %
Jean-Luc Mélenchon Front de gauche FDG 41 22,65 %
Éric Zemmour Reconquête 8 4,42 %
Valérie Pécresse Les Républicains LR 7 3,87 %
Jean Lassalle Résistons ! R 17 9,39 %
Anne Hidalgo Parti socialiste PS 4 2,21 %
Fabien Roussel Parti communiste français PC 9 4,97 %
Nicolas Dupont-Aignan Debout la République DLR 2 1,11 %
Yannick Jadot Europe Écologie-Les Verts EELV 3 1,66 %
Nathalie Arthaud Lutte Ouvrière LO 1 0,55 %
Philippe Poutou Nouveau Parti anticapitaliste NPA 1 0,55 %
Gesamt 181 100 % 160 100 %
Gültige Stimmen18198,37 %16087,91 %
Ungültige Stimmen31,63 %2212,09 %
Wahlbeteiligung18484,02 %18283,11 %
Enthaltungen3515,98 %3716,89 %
Registrierte Wähler 219 219

Quelle: Ministère de l'Intérieur

Die Präsidentschaftswahlen 2022 in Nanthiat konnte Emmanuel Macron für sich entscheiden.

Sehenswürdigkeiten

Fotogalerie

Bildung

Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Grundschule (École élémentaire) mit 19 Schülerinnen und Schülern in einer Klasse (2025).

Wirtschaft

Erwerbstätigkeit

Im Jahre 2023 waren 83 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Nanthiat erwerbstätig, entsprechend 73,5 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (67,5 %) deutlich niedriger war als bei den Frauen (80,0 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 10 Personen im Jahr 2023 höher als im Jahr 2017 (5). Die Arbeitslosenquote stieg entsprechend von 5,0 % (2017) auf 11,5 % (2023). Die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen sank hingegen in diesem Zeitraum von 40,0 % auf 22,0 %.

Branchen und Betriebe

23 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2024 in Nanthiat wirtschaftlich aktiv:

BrancheAnzahl%
Fertigung, Bergbau und andere Industrien28,7 %
Baugewerbe730,4 %
Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie313,0 %
Finanzen und Versicherungen14,3 %
Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten939,1 %
Andere Dienstleistungen14,3 %
Gesamt23

Landwirtschaft

Nanthiat liegt in den Zonen der geschützten Ursprungsbezeichnungen (AOP) der Walnüsse des Périgord und des Nussöls des Périgord.

Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung. Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 32 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 18 im Jahr 2000, auf 26 im Jahr 2010 und auf 9 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 71,9 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verkleinerte sich von 732 Hektar im Jahre 1988 auf 687 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg deutlich von 22,9 Hektar auf 76,3 Hektar.

Fernradwanderweg

Verkehrsanbindung

Die zur Departementsstraße D 707 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 707 von Nontron nach Lanouaille durchquert das südliche Gemeindegebiet. Lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit den Weilern der Gemeinde und Nachbargemeinden.

Literatur

Commons: Nanthiat – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Siehe Tanet, Hordé, Seite 246
  2. ↑ L'histoire du château de Nanthiat. Schloss Nanthiat, abgerufen am 5. Oktober 2026 (französisch).
  3. ↑ Notice Communale Nanthiat. EHESS, abgerufen am 5. Oktober 2026 (französisch).
  4. ↑ Ministère de l'Intérieur - Dordogne (Nouvelle-Aquitaine): Résultats de l'élection présidentielle de 2022 à Nanthiat. 7. Mai 2022 (gouv.fr).
  5. ↑ École élémentaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 5. Oktober 2026 (französisch).
  6. 1 2 Dossier complet - Commune de Nanthiat (24305). INSEE, abgerufen am 5. Oktober 2026 (französisch).
  7. ↑ Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit. Institut national de l’origine et de la qualité, abgerufen am 5. Oktober 2026 (französisch).
  8. ↑ Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 5. Oktober 2026 (französisch).
  9. ↑ Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Nanthiat. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 5. Oktober 2026 (französisch).
  10. ↑ Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 5. Oktober 2026 (französisch).
  11. ↑ Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 5. Oktober 2026 (französisch).
  12. ↑ Un maillage cyclable national et européen. Réseau vélo et marche, abgerufen am 5. Oktober 2026 (französisch).