Die Ortschaft Nassig wurde im Jahr 1218 das erste Mal urkundlich erwähnt. Allerdings zeigen Waffen und Werkzeugfunde, dass im heutigen Gebiet von Nassig bereits vor Christi Geburt Menschen lebten.
Der Name der Ortschaft veränderte sich im Laufe der Ortsgeschichte mehrfach. Ursprünglich trug die Ortschaft den Namen Nazza. Weitere Namensentwicklungen führten über Nazzahe, Netzach, Nassawe und Nassach zum Namen Nassag (im 18. Jahrhundert) der sich später zum heutigen Namen Nassig wandelte.
Die letzten Kriegstage des Zweiten Weltkriegs trafen die Ortschaft sehr. Beim Angriff alliierter Truppen wurden Schule, Kirche sowie 28 Wohnhäuser und 64 Scheunen zerstört. Zahlreiche Soldaten ließen ihr Leben.
Am 1. Januar 1972 wurde Nassig in die Stadt Wertheim eingegliedert.
Religion
Die Auferstehungskirche in Nassig
Mit der Auferstehungskirche gibt es in Nassig eine evangelische Kirchengemeinde mit vier kleinen Diasporadörfer, in denen jedoch keine Gemeindeveranstaltungen stattfinden. Neben einem Gemeindehaus betreibt die Gemeinde auch einen evangelischen Kindergarten. Am 14. Februar 2016 übertrug das ZDF aus der Auferstehungskirche live einen Fernsehgottesdienst.
Eine große Attraktion ist in Nassig das Westernfest in Nassig Forest mit verschiedenen Veranstaltungen. So spielte dort beispielsweise im Jahr 2006 die Band Truck Stop.
Siegfried Schultheiß: Das Wildbachtal (im Landkreis Tauberbischofsheim) und seine Mühlen. Wissenschaftliche Zulassungsarbeit zur ersten Prüfung für das Lehramt an Volksschulen. Fachgebiet: Heimatkunde. Beratender Dozent: Herr Distel. 185 Seiten, mit topographischen Karten, Fotografien, Skizzen, Schaubildern und Zeichnungen. Weingarten: Pädagogische Hochschule Weingarten 1965.