| Nationalpark Mu Ko Chang อุทยานแห่งชาติหมู่เกาะช้าง | ||
|---|---|---|
| Lage: | Trat, Thailand | |
| Nächste Stadt: | Ko Chang | |
| Fläche: | 651 km² | |
| Gründung: | 31. Dezember 1982 | |
Der Nationalpark Mu Ko Chang (auf Thai: อุทยานแห่งชาติหมู่เกาะช้าง) ist ein Meeres-Nationalpark im Golf von Thailand im äußersten Osten Zentralthailands. Der Park wurde am 31. Dezember 1982 zum Nationalpark erklärt.
Der Park liegt am Rande des Sunda-Plateaus (siehe: Sundagraben), er besteht aus einer Kette von mehr als 50 größeren und kleineren Inseln, etwa 8 km südlich der Küste der Provinz Trat. Der Park hat eine Fläche von 651 km², davon bestehen nur 192 km², also etwa 30 Prozent aus Land.
Das Gebiet ist recht regenreich, die durchschnittliche Regenmenge pro Jahr liegt bei 3200 mm. Dabei ist der August mit 690 mm der feuchteste, der Dezember mit keinerlei Niederschlag der trockenste Monat. Der heißeste Monat des Jahres ist der April, in dem durchschnittlich fast 34 °C erreicht werden, die kühlsten Monate sind Dezember und Januar mit einer mittleren Temperatur von 22 °C.
Die Unterwassersicht ist generell gut, jedoch wird durch den intensiven Edelsteinabbau an der Küste an manchen Stellen das Wasser zunehmend trüber.
Ko Chang ist der einzige Nationalpark, in dem ein außerordentlich artenreicher Typ immergrünen Regenwaldes anzutreffen ist, der charakteristisch für Südost-Thailand und das südliche Indochina ist. Daher ist das Royal Forestry Department bestrebt, einen weiteren Park in der Provinz Trat an der thailändisch-kambodschanischen Grenze einzurichten, der einen ähnlichen Waldtypus aufweist. Allerdings ist dieser Wald auf der kambodschanischen Seite von Abholzung durch thailändische Geschäftemacher bedroht.
Die Gewässer des Parks weisen eine große Vielfalt von Hart- sowie eine Fülle von farbenprächtigen Weichkorallen, Gorgonien und Mördermuscheln (Tridacna gigas) auf. Der Fischreichtum ist nicht so groß wie z. B. in der Andamanensee oder im westlichen Golf von Thailand.
Dadurch, dass vor etwa vier Generationen viele Inseln von Thai-Chinesen besiedelt wurden, die ausgiebige Landwirtschaft betrieben, sind heute nur wenige Wildtiere zu beobachten. Dennoch sollen auf Ko Chang Wildbären gesichtet worden sein.
Bei einer Untersuchung 1994 wurde herausgefunden, dass zwei Arten von Seeschildkröten, die Karettschildkröte (Eretmochelys imbricata) und wahrscheinlich auch die Suppenschildkröte (Chelonia mydas) auf bestimmte Inseln zur Eiablage kommen, allerdings liegen offizielle Daten (noch) nicht vor (siehe Weblinks).
Im Park sollen folgende seltene Vogelarten beobachtet worden sein: Frühlingspapageichen (Loriculus vernalis), Rotkopftrogon (Harpactes erythrocephalus), der Malabarhornvogel (Anthracoceros coronatus) und der Furchenhornvogel (Aceros undulatus), der Braunkehl-Nektarvogel (Anthreptes malacensis) sowie zwei Arten von Bülbüls (Haarvögel).
Die folgenden Inseln gehören streng genommen nicht mehr zum Park:
Zum Nationalpark:
Zu Seeschildkröten: