| Neckar-Bote | |
|---|---|
| Hauptsitz | Mannheim-Seckenheim |
| Erstausgabe | 1901 |
| Einstellung | 1978? |
| ZDB | 2974914-1 |
Der Neckar‑Bote war eine Lokalzeitung der damals selbstständigen Gemeinde Seckenheim, später des Mannheimer Stadtteils Mannheim‑Seckenheim. Von 1901 bis 1908 erschien das Blatt zunächst unter dem Titel Seckenheimer Anzeiger.
Der Seckenheimer Anzeiger wurde 1901 von dem Verleger J. Helfrich als Anzeigen- und Nachrichtenblatt für Seckenheim, Rheinau und Ilvesheim gegründet. Die Zeitung berichtete sowohl über lokale Ereignisse als auch über Nachrichten aus dem In- und Ausland.
Im Jahr 1908 erhielt das Blatt den neuen Titel Neckar‑Bote. Später ging es in den Besitz von Georg Zimmermann und Georg Härdle über. 1941 musste das Erscheinen kriegsbedingt eingestellt werden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Zeitung am 1. September 1949 wieder aufgenommen; verantwortlicher Redakteur war Hans Maier. 1954 trat Hans Schmidt in den Verlag ein und übernahm ihn 1957 vollständig unter der Firma Schmidt und Sohn.
Im Juli 1964 erfolgte eine inhaltliche Neuausrichtung: Der Neckar‑Bote konzentrierte sich fortan auf lokale Berichterstattung, während für überregionale Nachrichten auf die Mannheimer Tageszeitungen verwiesen wurde. Im Mai 1974 wurde das Erscheinen der eigenständigen Heimatzeitung nach Angaben des Verlags „aus wirtschaftlichen Gründen“ eingestellt. Der Titel Neckar‑Bote wurde jedoch im Verbund mit dem Mannheimer Wochenblatt mindestens bis 1978 weitergeführt.
Die Zeitung wurde nahezu vollständig digitalisiert und ist abrufbar bei MARCHIVUM Druckschriften digital: