| Neerach | |
|---|---|
| Staat: | |
| Kanton: | |
| Bezirk: | Bezirk Dielsdorf |
| BFS-Nr.: | 0088 |
| Postleitzahl: | 8162 Steinmaur 8164 Bachs 8173 Neerach 8174 Stadel |
| Koordinaten: | 677881 / 262868 |
| Höhe: | 449 m ü. M. |
| Höhenbereich: | 409–533 m ü. M. |
| Fläche: | 6,04 km² |
| Einwohner: | 3348 (31. Dezember 2025) |
| Einwohnerdichte: | 554 Einw. pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 15,1 % (31. Dezember 2025) |
| Gemeindepräsident: | Markus Zink (parteilos) |
| Website: | www.neerach.ch |
Neerach aus der Luft | |
| Lage der Gemeinde | |
Neerach (im zürichdeutschen Ortsdialekt Neeri []) ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Zürich. Sie gehört zum Bezirk Dielsdorf und liegt im Zürcher Unterland.
Die Gemeinde besteht aus den Dörfern Neerach und Riedt, die Anfang der 1970er Jahre noch eigenständige Zivilgemeinden bildeten.
Die Landschaft ist recht flach mit sanften Hügeln. In den Niederungen im Südosten der Gemeinde liegen die Feuchtgebiete des Neeracherrieds. Der Wald bedeckt lediglich 6,0 % der Gemeindefläche von 600 ha, 62,0 % dienen der Landwirtschaft, 6,5 % dem Verkehr, und 12,7 % ist Siedlungsgebiet. 1,2 % sind Gewässer und 11,7 % unproduktive Fläche (Stand 2018).
Die Gemeinde Neerach grenzt im Norden an Stadel bei Niederglatt, im Nordosten an Hochfelden, im Osten an Höri, im Südosten an Niederglatt, im Südwesten an Steinmaur und im Nordwesten an Bachs.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1634 | 382 |
| 1689 | 568 |
| 1791 | 483 |
| 1850 | 784 |
| 1900 | 555 |
| 1950 | 543 |
| 1960 | 573 |
| 1970 | 718 |
| 1980 | 1188 |
| 1990 | 1765 |
| 2000 | 2403 |
| 2005 | 2648 |
| 2010 | 2969 |
| 2015 | 3044 |
| 2020 | 3225 |
| 2022 | 3316 |
Gemeindepräsident ist Markus Zink (parteilos, Stand 2026).
Die Wähleranteile bei der Nationalratswahl 2023: SVP 49,98 % (+0,83 %), FDP 13,1 % (−0,87 %), SP 8,95 % (+0,10 %), glp 8,91 % (−2,12 %), Die Mitte 6,55 % (+2,76 %), Grüne 4,94 % (−1,26 %), EVP 2,56 % (+0,53 %), EDU 1,94 % (−1,91 %), Mass-Voll! 1,41 %, Aufrecht Zürich 0,88 %, andere (10) 0,78 %.
Wie die Bevölkerungsstruktur haben sich in Neerach seit Beginn der 1960er Jahre auch die Gemeindefinanzen und Steuerverhältnisse gewandelt. Der einfache Staatssteuerertrag ist in dieser Zeit von 30'000 auf 9,7 Mio. Franken angewachsen, während der damals an der oberen Grenze liegende Gemeindesteuerfuss von 156 % auf heute 73 % gesunken ist. Neerach ist damit die steuergünstigste Gemeinde im Kanton Zürich.


Der Ort Neerach findet sich erstmals um 1150 als Nerracho erwähnt. Der Siedlungsname geht auf eine galloromanische Ortsnamenbildung zurück, aus dem lateinischen Personennamen Narius, Nerius oder Nigrius und dem galloromanischen Zugehörigkeitssuffix -ācum gebildet ist. Die ursprüngliche Bedeutung des Ortsnamens ist damit ‹Landgut des Narius, Nerius oder Nigrius›.
Neerach war über lange Jahrhunderte ein lokales Zentrum der habsburgischen, dann der zürcherischen Landesverwaltung.
1972 wurde der Zweckverband Abwasserreinigung Fischbach-Glatt gegründet, welcher in Niederglatt eine Kläranlage für die angeschlossenen Gemeinden betreibt.