Das Dorf liegt in einer Talsohle zwischen Winterschneidbach im Norden, Wolframs-Eschenbach im Osten, Weidenbach-Triesdorf im Süden und Burgoberbach im Westen. Durch den Ort fließt der Irrebach, ein linker Zufluss der Altmühl, und es mündet dort der Krätzergraben als rechter Zufluss des Irrebachs. Im Norden liegt das Klingenfeld, im Südosten der Schelmenbuck, 1km östlich erhebt sich der Rosenberg (478mü.NHN).
Nehdorf wurde im Testament des letzten Dornbergers zu Vestenberg, Wolfram von Dornberg, vom 8. Juni 1288 erwähnt; aus den Einkünften eines dortigen Hofes, den er von Sifrid von See gekauft hatte, sollten nach seinem Tod (dieser erfolgte am 9. Juni 1288) Entschädigungszahlungen vorgenommen werden. 1291 wurden aus diesen und anderen Einnahmen aus dem Erbe eine Stiftung beim Kloster Heilsbronn errichtet. Der Nehdorfer Hof ging auf die Herren von Heideck über, die ihn um 1300 gemeinsam mit den Grafen von Oettingen besaßen. 1447 erteilte hierfür Graf Johann von Oettingen einem Karl Holzschuher einen Lehenbrief.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Nehdorf 16 Untertansfamilien, die allesamt ansbachisch waren. Zu diesem Zeitpunkt gehörte der Ort bereits zum Fraischbezirk des Oberamtes Ansbach. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.
Manfred Jehle:Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (=Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Georg Muck:Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S.470 (Volltext[Wikisource]– Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
Weblinks
Nehdorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 27.November 2021.
Nehdorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 16.September 2019.
↑M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd.1, S.186, 188.
↑Materialien zur Oettingischen, ältern und neuern, Geschichte. Eine periodische Schrift, Band5, Wallerstein 1775, S.69.
↑Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 25, 28. Zitiert nach M.Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd.2, S.742.
↑M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd.2, S.743.
↑M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd.2, S.740.
↑Johann Bernhard Fischer:Nehedorf. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC159872968, S.22 (Digitalisat).
↑J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd.3, Sp.725.