| Marktgemeinde Neidling | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | St. Pölten (Land) | |
| Kfz-Kennzeichen: | PL | |
| Fläche: | 18,58 km² | |
| Koordinaten: | 48° 14′ N, 15° 33′ O | |
| Höhe: | 312 m ü. A. | |
| Einwohner: | 1.524 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 82 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 3110 | |
| Vorwahl: | 02741 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 19 25 | |
| NUTS-Region | AT123 | |
| UN/LOCODE | AT NEI | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Walter-Eder-Straße 7 3110 Neidling | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister | Karl Engelhart (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2025) (19 Mitglieder) |
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| Lage von Neidling im Bezirk St. Pölten (Land) | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Neidling ist eine Marktgemeinde mit 1524 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Bezirk St. Pölten in Niederösterreich.

Neidling liegt im Mostviertel nordwestlich von St. Pölten am Ostrand des Dunkelsteinerwaldes. Die Entwässerung erfolgt durch den Kremnitzbach. Dieser fließt in einer Höhe von etwa 300 Meter über dem Meer, nach Nordwesten steigt das Gemeindegebiet im Dunkelsteinerwald auf 600 Meter an.
Die Fläche der Gemeinde umfasst 18,59 Quadratkilometer, davon sind 37 Prozent bewaldet, 54 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt.
Das Gemeindegebiet umfasst elf Katastralgemeinden und gliedert sich in elf gleichnamige Ortschaften (in Klammern Fläche: Stand 31. Dezember 2023, Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026):
| Karlstetten | ||
| St. Pölten | ||
| Hafnerbach | Gerersdorf |
Die ältesten Siedlungsspuren stammen aus der Jungsteinzeit. Aus der Bronzezeit wurden eine Hängeurne und Grabbeigaben eines Höckergrabes gefunden. Zur Zeit der römischen Besatzung verlief die Straße von St. Pölten nach Melk durch das Gemeindegebiet.
Die erste schriftliche Erwähnung der Gegend stammt aus dem Jahr 828, wo der Flinsbach als Grenze einer Schenkung des Kaisers Ludwig an das Kloster Kremsmünster genannt wird. Nuli(n)gen (Neidling) wird erstmals 1180 in einem Göttweiger Urbar erwähnt. Die Herrschaft Goldegg mit dem Schloss Goldegg, die sich seit 1589 im Besitz der Freiherren von Enenkel befand und seit 1782 im Besitz der Familie Auersperg ist, war bis 1848 das Zentrum des heutigen Gemeindegebietes.
Die heutige Gemeinde entstand im Jahr 1850. Eine überörtliche Bedeutung kommt der von einem überdurchschnittlichen Wachstum gekennzeichneten Gemeinde, deren Häuserbestand zwischen 1971 und 2006 um zwei Drittel vermehrt hat, auf dem Gebiet der Wirtschaft zu, aber auch durch den Golfplatz beim Schloss Goldegg.
| Neidling: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 1.029 | |||
| 1880 | 1.058 | |||
| 1890 | 1.096 | |||
| 1900 | 1.085 | |||
| 1910 | 1.192 | |||
| 1923 | 1.162 | |||
| 1934 | 1.135 | |||
| 1939 | 1.108 | |||
| 1951 | 1.058 | |||
| 1961 | 1.048 | |||
| 1971 | 1.093 | |||
| 1981 | 1.200 | |||
| 1991 | 1.299 | |||
| 2001 | 1.382 | |||
| 2011 | 1.468 | |||
| 2021 | 1.507 | |||
| 2026 | 1.524 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1. Jänner 2021 | ||||

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 42, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 57. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 666. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 50 Prozent.
In Neidling befindet sich ein Kindergarten und eine Volksschule.
Der Gemeinderat besteht aus 19 Sitzen.
Bürgermeister der Marktgemeinde Neidling ist Karl Engelhart, Vizebürgermeister ist Hubert Franz Marchart.
Vom mittelalterlichen Leben zwischen Dunkelsteinerwald und Tullnerfeld berichtet das Buch Ritterstolz und Willkür, das vom Neidlinger Autor und Heimatforscher August Pachschwöll (der auch das Wappen von Neidling erstellte) als Zugang zu dieser Epoche verfasst wurde. Im Abschnitt „Auf den Spuren der Goldegger“ wird hier erstmals über die Frage der Herkunft und verwandtschaftlicher Bindungen der Herren von Goldegg berichtet.