Neudingen Stadt Donaueschingen | |
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| Koordinaten: | 47° 55′ N, 8° 34′ O |
| Höhe: | 671 m ü. NN |
| Einwohner: | 680 (15. Mai 2022) |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1975 |
| Postleitzahl: | 78166 |
Luftbild von Neudingen (1983) | |
Neudingen (historisch: Neidingen) ist ein Ortsteil der Stadt Donaueschingen mit rund 700 Einwohnern im Osten des Schwarzwald-Baar-Kreises in Baden-Württemberg.
Neudingen liegt auf der Baar in einer ökologisch noch weitgehend intakten Landschaft. Neudingen ist die südlichste Ortschaft Deutschlands an der Donau.
Zu Neudingen gehören neben dem Dorf die Siedlungen Auf Teil, Gnadental und Mariahof.
Auf eine frühe Besiedlung des Gebietes weisen Spuren wie rund 5000 Jahre alte Steinwerkzeuge sowie alemannischer Reihengräber hin.
Im Jahre 870 wurde die Neudinger Pfalz in einer Urkunde des Klosters St. Gallen erstmals als Nidinga erwähnt. Später hieß es Neidingen, bis es schließlich bis heute Neudingen heißt. Am 13. Januar 888 verstarb Kaiser Karl III. der Dicke aus dem Hause der Karolinger auf dem Königshof/Pfalz Neudingen. Von 1274 bis 1802 bestand auf dem Gelände der ehemaligen Pfalz das Kloster Neudingen, die Grablege der Grafen und Fürsten von Fürstenberg.
Neudingen wurde 1806 badisch, 1939 dem Landkreis Donaueschingen zugeteilt und gehört seit dem 1. Januar 1975 zur Stadt Donaueschingen.
Das Wappen der ehemals selbständigen Gemeinde Neudingen zeigt in Schwarz mit blau-silbernem Wolkenbord ein schwebendes silbernes Hochkreuz.

Die den Ort bestimmende bäuerliche Struktur der zurückliegenden Jahrhunderte hat sich erst in neuerer Zeit gewandelt. In der Zeit des Nationalsozialismus sollte westlich des Ortes ein Vorschmelzwerk für das Eisenerzbergwerk der Doggererz AG bei Blumberg erbaut werden. Die Ende April 1940 eingeleiteten Bauarbeiten wurden nach einem Jahr abgebrochen, da nach Planänderungen das Vorschmelzwerk bei Kehl gebaut werden sollte. Einziges in Neudingen fertiggestelltes Bauwerk war eine Lagerhalle.
Der Ort liegt an der Schwarzwaldbahn.