Karl Glunk (* 16. April 1925 in Neudingen; † 27. Februar 2019) war ein deutscher Politiker. Er war Vorsitzender der Badischen Volkspartei, die sich für ein eigenständiges Land Baden einsetzte.
Glunk wuchs in Gutmadingen auf der Baar auf. Er nahm als Soldat der Wehrmacht am Zweiten Weltkrieg teil. Im November 1944 traf ihn ein Schuss ins Bein; er kam daraufhin ins Lazarett und musste bis Kriegsende nicht zurück an die Front. 1949 wurde er an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit der Dissertation Die Flurnamen von Neudingen und Fürstenberg zum Dr. phil. promoviert. Anschließend absolvierte er das Lehramtsreferendariat in Rastatt. Ab 1953 war er Lehrer am Hegau-Gymnasium Singen. Von 1964 bis 1969 war er pädagogischer Leiter der Schule Schloss Salem. 1969 kehrte er als Schulleiter an das Hegau-Gymnasium Singen zurück, das er bis zu seiner Pensionierung 1989 führte.
1960 übernahm Glunk den Vorsitz der nur ein Jahr zuvor gegründeten Badischen Volkspartei, deren vorrangiges Ziel in der Wiederherstellung des Landes Baden bestand. Er löste dabei den Gründungsvorsitzenden Robert Albiez ab. Zudem wurde er Mitglied des Heimatbunds Badenerland. Nachdem die badische Bevölkerung im Mai 1970 bei der zweiten Volksabstimmung mit 81,9 Prozent der Stimmen für das Fortbestehen Baden-Württembergs gestimmt hatte, lösten sich in der Folge die Badische Volkspartei wie auch der Heimatbund Badenerland auf.
Glunk war von 1968 bis 1982 Zunftmeister und anschließend Ehrenzunftmeister des Singener Fasnet-Vereins Poppele-Zunft. 2001 wurde ihm die Johann-Peter-Hebel-Medaille der Muettersproch-Gsellschaft verliehen. Er war verheiratet und Vater von fünf Kindern.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Glunk, Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker |
| GEBURTSDATUM | 16. April 1925 |
| GEBURTSORT | Neudingen |
| STERBEDATUM | 27. Februar 2019 |