
New Sculpture bezeichnet eine Bewegung in der britischen Bildhauerkunst des späten 19. Jahrhunderts, die sich durch naturalistische Darstellungsweisen, eigenwillige Themen und eine Abkehr vom starren Neoklassizismus auszeichnet.
Der Begriff New Sculpture wurde 1894 von dem britischen Kunstkritiker Edmund Gosse geprägt, der in einer vierteiligen Artikelserie für The Art Journal die stilistischen Neuerungen in der britischen Bildhauerei beschrieb. Die Bewegung entstand als Reaktion auf die vorherrschende neoklassizistische Bildhauerei und strebte nach einer lebendigeren und realistischeren Darstellung des menschlichen Körpers. Ein Schlüsselmoment war die Ausstellung von Frederic Leightons Skulptur An Athlete Wrestling with a Python im Jahr 1877, die als Wendepunkt in der britischen Skulptur gilt. Ein weiterer wichtiger Einfluss war der französische Bildhauer Jules Dalou, der während seines Exils in England (nach der Pariser Kommune 1871) an der South Kensington School of Art und der Lambeth School of Art unterrichtete und eine neue Generation britischer Bildhauer prägte.

Die Bildhauer der New Sculpture wurden für ihre innovative Herangehensweise an die Darstellung des menschlichen Körpers und die Einführung neuer Materialien und Themen gelobt. Sie markierten einen wichtigen Schritt zur Modernisierung der britischen Skulptur und beeinflussten nachfolgende Generationen von Bildhauern. Einige Kritiker bemängelten jedoch, dass die Bewegung trotz ihrer Neuerungen stark an traditionellen Themen und Formen festhielt und nicht radikal genug war, um als vollständig modern gelten zu können.
New Sculpture ist durch folgende Merkmale gekennzeichnet:
Die wichtigsten Künstler der New Sculpture Bewegung sind