Nicholas „Nick“ Mockridge (* 1984) ist ein in Deutschland aufgewachsener italienisch-kanadischer Regisseur sowie Synchron- und Hörbuchsprecher.
Nicholas Mockridge wuchs in Bonn auf und absolvierte nach dem Abitur zunächst Filmstudien in Dänemark. An der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin schloss er mit dem Diplom der Theaterregie ab. Nach dem Studium gründete er 2014 das Künstlerkollektiv Like a Wild Beast's Fur (LAWBF) und realisierte mit diesem in der Kantine am Berghain verschiedene Projekte, die Theater und Elemente der Technokultur miteinander verbanden.
Während seiner Studienzeit begann Mockridge als Sprecher zu arbeiten. Für englische Sprachfassungen deutscher Filme synchronisierte er unter anderem Moritz Bleibtreu, Benno Fürmann, Nikolai Kinski und Maximilian Simonischek. Für Klassik Radio arbeitet er als regelmäßige Senderstimme. Als Erzählerstimme wirkte er an mehreren Dokumentarfilmen mit.
Im Rahmen der Bayreuther Festspiele inszenierte er die umstrittene Parsifal-Adaptation Black Mountain unter dramaturgischer Mitwirkung von Katharina Wagner.
Mockridge verband eine Freundschaft und Arbeitsbeziehung mit Volker Spengler. Gemeinsam mit den Künstlern Sven Marquardt und Esther Perbandt schuf er einen Bilderzyklus für und mit Spengler, der in der Galerie Deschler in Berlin präsentiert wurde.
Von 2019 bis 2021 wirkte er als Hausregisseur des Fernsehsenders TELE 5 in München unter der Intendanz von Kai Blasberg.
Im Oktober 2023 übernahm er von seinem Vater die künstlerische Leitung des Springmaus Improvisationstheaters im Rahmen der 40-jährigen Jubiläumsveranstaltung des Ensembles.
Als Gastdozent für Kunsthochschulen unter anderem am ArtCenter College in Pasadena, der OstKreuzschule in Berlin, für die Stadt Leverkusen und die BIMM University tätig.
Im Februar 2026 präsentierte Mockridge eine freie Adaption von Bekenntnisse einer Maske nach Yukio Mishima. Der Inszenierung waren zehn Jahre Recherche vorausgegangen. Die finale Darbietung entwickelte sich aufgrund der Achtung des Urheberrechts hin zu einer universelleren Auseinandersetzung mit dem Topos der Maske im Theater und der Philosophie. Die tänzerische Praxis des Butoh diente dabei als zentrales künstlerisches Ausdrucksmittel der Produktion, die unter dem Titel 仮面 MASK im Berliner Kunstquartier Bethanien uraufgeführt wurde. Die Hauptrolle wurde von Valentin Tszin verkörpert. Der Journalist und Publizist Max Dax widmete der Inszenierung eine ausführliche Reportage.
Nicholas Mockridge ist der älteste Sohn von Bill Mockridge und Margie Kinsky.
Seine fünf Brüder sind:
Über seine Großmutter, Eugenie-Clothilde Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau (* 1925 in Prag; † 2023 in Bonn) ist er verwandt mit dem früheren tschechischen Außenminister Karel Schwarzenberg und der Friedensaktivistin und Schriftstellerin Bertha von Suttner.
Mockridge ist verheiratet und lebt in Berlin-Kreuzberg.
| Personendaten | |
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| NAME | Mockridge, Nicholas |
| ALTERNATIVNAMEN | Mockridge, Nick |
| KURZBESCHREIBUNG | italienisch-kanadischer Regisseur und Sprecher |
| GEBURTSDATUM | 1984 |