Niederkleen Gemeinde Langgöns | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 29′ N, 8° 37′ O |
| Höhe: | 203 (203–226) m ü. NHN |
| Fläche: | 8,95 km² |
| Einwohner: | 1245 (31. Dez. 2021) |
| Bevölkerungsdichte: | 139 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 31. Dezember 1971 |
| Eingemeindet nach: | Kleenheim |
| Postleitzahl: | 35428 |
| Vorwahl: | 06447 |
Blick von Nordost Richtung Hintertaunus | |
Niederkleen ist ein Ortsteil der Gemeinde Langgöns im mittelhessischen Landkreis Gießen.
Niederkleen liegt am Westrand der Wetterau, an die sich im Westen die Nordostausläufer des Wetzlarer Hintertaunus anschließen. Im Nordosten des Naturparks Taunus befindet es sich rund vier Kilometer südwestlich von Langgöns im Tal des Lahn-Zuflusses Kleebach. In Richtung Norden und Osten öffnet sich die Landschaft zur von sanften Hügeln gekennzeichneten und wesentlich dichter besiedelten Wetterau.


Die erste bekannte urkundliche Erwähnung des Orts erfolgte im Jahre 774 im Lorscher Codex unter dem Namen Cleheimer marca. In der Folgezeit erschien der Ortsname in wechselnder Form (in Klammern das Jahr der Erwähnung): in villa Chleon (774), Cleheimmer marca (775), Cleher marca (777), Cleheim (805), Clehen (804/806), Clewer marca (817), Nideren Clen (1255), inferiori Cle (1291), Niedercleen (1299), inferior Clen (1323) und Cleen (1328).
In der Mitte des 14. Jahrhunderts wurde eine Wasserburg erbaut, die aber später verfiel.
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen schlossen sich am 31. Dezember 1971 die Gemeinden Niederkleen und Oberkleen freiwillig zur Gemeinde Kleenheim zusammen. Die Gemeinde Kleenheim wurde am 1. Januar 1977 mit vier weiteren Gemeinden durch das Gesetz zur Neugliederung des Dillkreises, der Landkreise Gießen und Wetzlar und der Stadt Gießen zur neuen Großgemeinde Langgöns zusammengeschlossen. Für die nach Langgöns eingegliederten ehemaligen Gemeinden wurde je ein Ortsbezirk gebildet. Als Verwaltungssitz wurde der Ortsteil Lang-Göns festgelegt.
Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten, denen Niederkleen angehört(e):
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Niederkleen 1212 Einwohner. Darunter waren 45 (3,7 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 218 Einwohner unter 18 Jahren, 522 zwischen 18 und 49, 249 zwischen 50 und 64 und 225 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 510 Haushalten. Davon waren 144 Singlehaushalte, 138 Paare ohne Kinder und 162 Paare mit Kindern, sowie 54 Alleinerziehende und 12 Wohngemeinschaften. In 99 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 348 Haushaltungen lebten keine Senioren.
Einwohnerentwicklung
| Niederkleen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2021 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 582 | |||
| 1840 | 544 | |||
| 1846 | 601 | |||
| 1852 | 593 | |||
| 1858 | 598 | |||
| 1864 | 579 | |||
| 1871 | 547 | |||
| 1875 | 541 | |||
| 1885 | 550 | |||
| 1895 | 509 | |||
| 1905 | 503 | |||
| 1910 | 504 | |||
| 1925 | 541 | |||
| 1939 | 557 | |||
| 1946 | 960 | |||
| 1950 | 988 | |||
| 1956 | 944 | |||
| 1961 | 948 | |||
| 1967 | 959 | |||
| 1970 | 962 | |||
| 1978 | 1.023 | |||
| 1982 | 1.077 | |||
| 1990 | 1.032 | |||
| 1994 | 1.180 | |||
| 2000 | 1.246 | |||
| 2006 | 1.242 | |||
| 2011 | 1.212 | |||
| 2016 | 1.225 | |||
| 2021 | 1.245 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: ; Zensus 2011 | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1836: | 580 evangelische Einwohner, zwei katholische Einwohner |
| • 1961: | 668 evangelische (= 70,46 %), 272 katholische (= 28,69 %) Einwohner |
Für Niederkleen besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Niederkleen) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus sieben Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 52,88 %. Dabei wurden gewählt: drei Mitglieder der Liste „Zukunft jetzt“, zwei Mitglieder der CDU und je ein Mitglied der „Freien Wählergemeinschaft“ (FWG) und der SPD. Der Ortsbeirat wählte Tim Schröder (CDU) zum Ortsvorsteher.
Blasonierung: „In Gold ein rotes Kleeblatt.“ Das am 6. Dezember 1937 durch den Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau verliehene Wappen übernimmt den Wappenschild des im 12. Jahrhundert auftauchenden und im 16. Jahrhundert erloschenen Adelsgeschlechtes von Cleen, wie er sich auch in der Niederkleener Kirche erhalten hat. Die von Cleen sind von Niederkleen ausgegangen und haben für den Ort eine besondere Bedeutung erlangt.
Anmerkungen
Einzelnachweise