
Nina Zaiceva (* 25. Mai 1946 in Voilaht, Rayon Babajewo, Oblast Wologda, Nordwestrussland) ist eine wepsische Sprachwissenschaftlerin und Autorin.
Zaiceva absolvierte 1969 die Pädagogische Universität in Wologda. 1973 schloss sie ihre Aspirantur an der Staatlichen Universität in Petrosawodsk ab, 2002 erlangte sie den Doktorgrad mit einer Arbeit über das Verb im Wepsischen. Von 1969 bis 2002 arbeitete sie am Institut für Sprache, Literatur und Geschichte des karelischen wissenschaftlichen Zentrums der Russischen Akademie der Wissenschaften in Petrosawodsk.
Seit 2002 ist sie Mitglied der karelischen Abteilung des Schriftstellerverbands Russlands. Ferner ist sie korrespondierendes Mitglied der Finnischen Literaturgesellschaft, der Kalevalagesellschaft und der Finnisch-Ugrischen Gesellschaft.
Nina Zaiceva widmete sich seit dem Ende der Sowjetunion vor allem der Entwicklung der wepsischen Schriftsprache, die in der Sowjetzeit starkem Druck ausgesetzt war. Sie schrieb Lehrbücher, übersetzte Teile der Bibel ins Wepsische, Schuf neue Wörter und legte verschiedene Untersuchungen zur wepsischen Sprache sowie Wörterbücher vor. Zusätzlich wirkte sie lange Jahre als Lehrkraft und bildete somit eine neue Generation von Sprachlehrerinnen und -lehrern aus.
Neben ihrer übersetzerischen Tätigkeit, wozu beispielsweise nach einer Kinderversion auch eine komplette Übersetzung des finnischen Kalevala gehört, hat die Autorin sich vor allem als Verfasserin des ersten wepsischen Epos Virantanaz um das wepsische Schrifttum verdient gemacht.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zaiceva, Nina |
| KURZBESCHREIBUNG | wepsische Sprachwissenschaftlerin und Autorin |
| GEBURTSDATUM | 25. Mai 1946 |
| GEBURTSORT | Voilaht, Rayon Babajewo, Oblast Wologda, Nordwestrussland |