| Nostalgia | |
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| 4Lyn | |
| Veröffentlichung | 13. November 2007 (B-Seite) 25. Januar 2008 (Album) |
| Länge | 3:39 |
| Genre(s) | Alternative Rock, Emo, Nu Metal |
| Autor(en) | Ron Cazzato, René Knupper |
| Produktion | Christian Wolff |
| Album | Hello |
Nostalgia (englisch für „Nostalgie“) ist ein Lied der deutschen Rockband 4Lyn, das im November 2007 erschien und im Folgejahr Teil von 4Lyns fünften Studioalbum Hello war.
Das Lied wurde gemeinsam von den beiden 4Lyn-Mitgliedern Ron Cazzato und René Knupper geschrieben. Für die Produktion zeichnete Christian Wolff verantwortlich, wobei die 4Lyn-Mitglieder Sascha Carrilho, Ron Cazzato, Björn Düßler und René Knupper als Koproduzenten fungierten. Knupper startete seine Zusammenarbeit mit der Band bereits im Jahr 2004 mit dem vorangegangenen Album Take It as a Compliment (Mai 2004) und führte diese zukünftig fort. Die Abmischung und das Mastering erfolgte in den Sendener Principal Studios, unter der Leitung von Jörg Umbreit.
Auf dem Frontcover eines Promo-Tonträgers ist – neben Interpretenangabe und Liedtitel – ein Schwarz-weiß-Bild der Band zu sehen. Während der Hintergrund in schwarz gehalten ist, werden die Bandmitglieder in weiß dargestellt.
Die Erstveröffentlichung von Nostalgia erfolgte am 13. November 2007 bei Rodeostar Records. Das Lied erschien dabei zunächst als B-Seite der CD-Single Hello (For You I’m Dying), die zudem auch das dazugehörige Musikvideo umfasste (Katalognummer: 100.000). Für den Vertrieb war SPV verantwortlich; verlegt wurde das Lied durch Hamburg Publishing. Im gleichen Jahr erschien auch eine Promo-Single. Diese erschien als 2-Track-CD-Single mit der B-Seite The Jumpoff. Am 25. Januar des Folgejahres erschien das Lied als Teil von 4Lyns fünften Studioalbum Hello (Katalognummer: 0083002ROD) sowie im gleichen Jahr als Liveaufnahme auf Live in Hamburg (Katalognummer: ROD 10004), dem zweiten Livealbum der Band.
Der Liedtext zu Nostalgia ist in englischer Sprache verfasst, bedeutet ins Deutsche übersetzt „Nostalgie“ und stammt alleine von 4Lyn-Frontmann Ron Cazzato. Die Musik wurde vom Bandkollegen und Gitarristen René Knupper in H-Dur mit 165 Schlägen pro Minute komponiert. Musikalisch handelt es sich hierbei um eine Midtempo-Nummer aus dem Metal-, Punk- und der Rockmusik; stilistisch greift es auf die Bereiche des Alternative Rock, Emo sowie des Nu Metals zurück.
Inhaltlich geht es in Nostalgia um eine nicht verarbeitete Trennung. Der Protagonist blickt zunächst auf nostalgische Art und Weise auf eine Liebesbeziehung zurück, die im Jahr 1989 anhielt („From 1989 when we shared the world together“), während er noch ein Jugendlicher war („Happy as teens could be“). Die Zeit sei davon gerast („Life’s a whirlwind and time’s a whore“) und er stellt sich nun die Frage, was inzwischen aus seiner ehemaligen Partnerin geworden sei: Ob sie vielleicht verheiratet („Maybe you’re married“), berühmt („Maybe you’re famous“), oder auf seinem seiner Konzerte gewesen sei („Maybe you showed up at our show“). Weiter beklagt er nie angekommen zu sein („I’ve tried so many times to find the home that once was mine“) und dem Wunsch danach, nochmals neu mit seiner Ex-Partnerin anfangen zu können („To move on where we started from“). Er bittet um Vergebung („Please forgive me but I care“), gesteht zugleich, dass er die Trennung doch überstanden habe („I survived our separation“), jedoch ein Zeichen von ihr benötige („All I need is a little information“), um wirklich abschließen zu können („So I can leave it behind“).
Aufgebaut ist das Lied aus zwei Strophen, einem Refrain und einer Bridge. Es beginnt mit der ersten Strophe, die sich aus drei Vierzeilern zusammensetzt. An diese schließt sich erstmals der Refrain mit seinen neun Zeilen an. Der gleiche Aufbau wiederholt sich mit der zweiten Strophe, allerdings umfasst diese nur noch acht Zeilen. Nach dem zweiten Refrain setzt als musikalisches Zwischenspiel die vierzeilige Bridge ein, ehe erneut der Refrain einsetzt. Der dritte Refrain wird diesmal mit dem Prechorus eingeleitet, dieser besteht aus den ersten fünf Refrainzeilen, der jedoch geflüstert dargeboten wird. Darauf folgt schließlich erneut der Refrain, der mit einer Wiederholung auch das Ende des Liedes darstellt.
– Refrain, Originalauszug |
– Refrain, Übersetzung |
Das Musikvideo zu Nostalgia feierte seine Premiere im Jahr 2008. Es ist eher düster gehalten und lässt sich in zwei Abschnitte unterteilen, die immer wieder im Wechsel zu sehen sind. Zum einen zeigt es die Band, die das Lied in einem riesigen Lüftungsschacht aufführt; zum anderen zeigt es verschiedene Szenen einer jungen Frau. Man sieht die Frau zu Beginn mit Neonlichtern hantieren, oder auch vor einer großen Uhr, während sie die Zeit verstellt. Es folgen Szenen, in der sie mit einem Vorschlaghammer auf den Boden schlägt und Goldglitter in die Luft pustet. Alle ihre bisherigen Tätigkeiten haben Einfluss auf den Auftritt der Band; so wird sie von Neonlichtern bestahlt, ist im Zeitraffer zu sehen, ihr bläst starker Wind entgegen oder es rieselt Goldglitter auf sie nieder. Gegen Ende taucht die Frau vor Frontmann Cazzato auf, interpretiert einige Zeilen mit, bevor sie ein Feuer vor der Band entzündet. Dieses absorbiert Cazzato nach kurzer Zeit mit seinen Augen und die Band spielt weiter im Glitterregen. Das Video endet mit der Frau, die inmitten des Glitters auf dem Boden liegt. Die Gesamtlänge des Videos beträgt 3:30 Minuten. Regie führte die Berliner Filmemacherin Sandra Marschner, mit der die Band erstmals zusammengearbeitet hat.
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Liedproduktion
Musikvideo
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Unternehmen
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Christoph Schwarze von Plattentests.de bewertete das Album Hello mit drei von zehn Punkten und hab Nostalgia als einziges „Highlight“ hervor. Der Rezensent beschrieb Nostalgia als einen Titel, der immerhin kurzzeitig die Aufmerksamkeit auf sich lenke; jedoch nicht, weil das die eine obligatorische gute Idee eines jedes 4Lyn-Albums wäre, sondern weil sie gerade eben nicht dem Einfallsreichtum der Band entspringe. Wie jedes Lied natürlich im super eingängigen Radioformat, aber mit einer Melodie, die man kenne, die vielmehr die ganze Welt irgendwoher schon kenne und die man auch schon problemlos im Voraus erahnen könne. Die einzig offene Frage sei jetzt eigentlich nur noch, von dem diese geklaut sei.
Veronika Achatz vom deutschsprachigen Online-Magazin laut.de bewertete das Album Hello mit lediglich einem von fünf Sternen. Das Lied Nostalgia beschrieb sie in ihrer Rezension als seichte Midtempo-Nummer, auf die die Welt auch getrost hätte verzichten können.
Sascha Ganser von Musikreviews.de vergab zwei von 15 möglichen Punkte für Hello. Das Album entbehre nicht der Ironie, mit dem begrüßenden Titel in Wirklichkeit einen Abschied zu feiern; es höre sich wie eine verquere Beerdigung. Lieder wie das kantenlose Too Much of Anything würden aufgesetzte Karnevalistenfröhlichkeit propagieren und ließen sie von aufgesetzter Nostalgie, äußerst originell Nostalgia betitelt, folgen. Das sei wegen des netten Refrains noch der erträgliche, wenngleich verkitschte Teil einer beispiellosen Poproxploitation, die da ihren Lauf nehme. Hardrock-Shoutchöre hallen wider, Strophe-Refrain-Muster legen sich nieder und falscher Pathos schichte sich unbequem in die Prankster-Attitüde, mit der 4Lyn grundsätzlich auf Kundenfang gehen würden. Oberflächlich betrachtet liege das Problem darin, dass sich viele Stücke zu sehr auf ihren Chorus verlassen würden, was neben Nostalgia insbesondere den Titelgeber betreffe. Dass die Strophen samt und sonders ähnlich kurzweilig seien wie ein von Rüdiger Hoffmann vorgetragenes Hörbuch, ziehe den Fokus noch weiter auf die selbst auch nicht gerade genieumschmeichelten Refrains.