| Neue Osnabrücker Zeitung | |
|---|---|
| Beschreibung | Tageszeitung |
| Verlag | Neue Osnabrücker Zeitung GmbH & Co. KG (Deutschland) |
| Hauptsitz | Osnabrück |
| Erstausgabe | 1967 |
| Erscheinungsweise | Montag bis Samstag |
| Verkaufte Auflage | 144.706 Exemplare |
| (IVW 2/2026, Mo–Sa) | |
| Chefredakteur | Burkhard Ewert, Louisa Riepe |
| Herausgeber | Werner F. Ebke, Jan Dirk Elstermann |
| Weblink | www.noz.de |
| ZDB | 2513333-0 |

Die Neue Osnabrücker Zeitung (Neue OZ, NOZ) ist eine regionale Tageszeitung für die Stadt und Landkreis Osnabrück sowie für das Emsland. Sie erscheint in einigen Bereichen mit weitgehend identischem Mantelteil und ortsbezogenem Namen (z. B. Lingener Tagespost/Meppener Tagespost oder – in Papenburg – Ems-Zeitung). Bei solchen Titeln handelt es sich somit um Kopfblätter. Die verkaufte Auflage der Gesamtausgabe beträgt 144.706 {{{3}}} Das Blatt erscheint im Verlag Neue Osnabrücker Zeitung. Die Zeitung erscheint im Rheinischen Format.
Die Beiträge der überregionalen Redaktion der NOZ "Politik und Gesellschaft" erscheinen darüber hinaus in weiteren Regionalzeitungen in Schleswig-Holstein, Ostfriesland, dem Raum Köln/Bonn sowie in Baden-Württemberg. Insgesamt erreicht die Verlagsgruppe mit ihrem Journalismus nach eigenen Angaben täglich drei Millionen Menschen.
Die Neue Osnabrücker Zeitung entstand 1967 durch Fusion der beiden Osnabrücker Tageszeitungen Osnabrücker Tageblatt (OT), Verlag Meinders & Elstermann, und Neue Tagespost (NT), Druck- und Verlagshaus Fromm. Zu den Vorgängerzeitungen zählt die Osnabrücker Volkszeitung, deren Chefredakteur und Verleger Antonius Fromm war. 2016 übernahm die NOZ MEDIEN die medienholding:nord gmbh und fusionierte zur Unternehmensgruppe NOZ/mh:n MEDIEN.
Die Redaktion der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) steht seit der Fusion von NOZ MEDIEN und mh:n MEDIEN eng mit den Redaktionen des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages und des A. Beig Verlages im Austausch. Im Jahre 2017 gründeten sie eine Gemeinschaftsredaktion. Sie gehören zur Unternehmensgruppe NOZ/mh:n MEDIEN und haben dieselben Gesellschafter. Rund 400 Redakteure produzieren die Inhalte für die Print- und Digitalausgaben der insgesamt 36 Titel des Verbundes. Seit Mai 2025 führt die Gemeinschaftsredaktion eine zentrale Chefredaktion. Dazu gehören Burkhard Ewert, Louisa Riepe, Jan Frederick Schönstedt und Gerrit Mathiesen. Die Mantelredaktion der Gemeinschaftsredaktion verantwortet Burkhard Ewert. Sie beliefert unter anderem OM-Medien, die Kölnische Rundschau, Hamburger Morgenpost und die SV Gruppe, zu der Schwäbisch Media und die Nordkurier Mediengruppe gehören.
Im Februar 2026 starteten die NOZ und der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag eine gemeinsame Markenerneuerungs- und Imagekampagne, die mit dem Slogan „Journalismuss“ warb. In der dazu veröffentlichten gemeinsamen Erklärung kündigten die Chefredaktionen an, Themen aus einer „360-Grad-Perspektive“ zu beleuchten und sich stärker an den Lebenswirklichkeiten der Leserschaft auszurichten.
2024 waren Redakteure der Mantelredaktion für den Theodor-Wolff-Preis nominiert.
Im September 2023 erhielt die Neue Osnabrücker Zeitung eine Rüge des Presserats für die ungeprüfte Übernahme von Telegram-Meldungen in einem Meinungsbeitrag mit dem Titel „Krieg in der Ukraine: Zum Glück gibt es ‚Telegram‘“. Der Beschwerdeausschuss erkannte einen massiven Sorgfaltsverstoß nach Ziffer 2 des Pressekodex.
Die taz und Übermedien kritisierten im Oktober 2024 den Umgang der Neuen Osnabrücker Zeitung und des Onlinemagazins Multipolar mit einer von der Neuen Osnabrücker Zeitung beauftragten und gemeinsam vorgelegten und repräsentativen Forsa-Umfrage zur Coronavirus-Impfung. Das als verschwörungstheoretisches Alternativmedium eingeordnete Magazin schrieb unter seinem Artikel zur Umfrage, Burkhard Ewert sei zur Zusammenarbeit bereit gewesen.
Die taz sah im März 2025 bei der NOZ „rechte Narrative, immer größere Putin-Nähe und Verschwörungserzählungen“. Im November 2025 gründeten Leser die „Aktion NOZkritisch“ (ANK); sie kritisieren die Entwicklung zu einer immer „rechtspopulistischer ausgerichteten Tageszeitung“.
Im Februar 2026 stellte die taz im Zusammenhang mit der Markenerneuerung den öffentlich beworbenen Anspruch einer „offenen Debattenkultur“ der NOZ und des shz der Schließung der Kommentarfunktion sowie dem angekündigten, kuratierten Diskussionsformat gegenüber. Die Initiative ANK bezeichnete das Bekenntnis zur „360-Grad-Perspektive“ in einer Stellungnahme als potenzielles „trojanisches Pferd“ für weitere rechtspopulistische Meinungsbeiträge und betonte Grenzen der Meinungspluralität gegenüber antidemokratischen Positionen. Ebenfalls thematisiert wurde die Einstellung der shz-Kolumne Streitbar, die im Wochenendmagazin Journal Schleswig-Holstein am Wochenende sowie online und im E-Paper-Magazin Tag 7 der NOZ erschien.
Die Neue Osnabrücker Zeitung hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist in den vergangenen 10 Jahren um durchschnittlich 3,7 % pro Jahr gesunken. Im vergangenen Jahr hat sie um 6,5 % abgenommen. Dennoch fällt der Auflagenverlust im Branchenvergleich noch moderat aus. Die Hauptausgabe erreicht eine verkaufte Auflage von 42.433 Exemplaren. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 94,6 Prozent.

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Zusammen mit ihren Regionalausgaben gehört die Neue OZ zu den größten Regionalzeitungen Deutschlands und erreicht 354.000 Leser (MA 2018). Gemeinsam mit den Partnermedien Grafschafter Nachrichten, der Kreiszeitung Syke, der Rheiderland-Zeitung und der Oldenburgischen Volkszeitung erreicht der Verlag der Neuen OZ als führender Verlag innerhalb der Zeitungsgruppe Südwest-Niedersachsen werktäglich 681.000 Leser (MA 2025).
Von der Neuen Osnabrücker Zeitung erscheinen montags bis samstags acht Regionalausgaben:
| Ausgabe | Auflage |
|---|---|
| Neue Osnabrücker Zeitung | 42.433 |
| Meller Kreisblatt | 6045 |
| Wittlager Kreisblatt (Bad Essen, Bohmte, Ostercappeln) | 3965 |
| Bramscher Nachrichten | 4263 |
| Bersenbrücker Kreisblatt | 9113 |
| Lingener Tagespost | 15.147 |
| Meppener Tagespost | 14.086 |
| Ems-Zeitung (Papenburg) | 11.709 |
Das Hauptprodukt gliedert sich nochmal in sechs Lokalausgaben: Stadt Osnabrück; Wallenhorst; Nord (Belm, Bissendorf); Mitte (Hasbergen, Hagen); Süd (Georgsmarienhütte, Bad Rothenfelde, Bad Iburg, Bad Laer, Glandorf, Hilter) und West (Lotte, Ibbenbüren, Westerkappeln, Tecklenburg).
Die Neue Osnabrücker Zeitung gehört zu den am meisten zitierten Tageszeitungen Deutschlands, ihre Kommentare, Interviews und Nachrichten werden häufig von anderen Medien aufgegriffen. Dadurch ist die Zeitung auch überregional bekannt.
Seit dem 1. Januar 2015 ist NOZ MEDIEN durch die neu gegründete Verlagsgesellschaft DK Medien am Delmenhorster Kreisblatt beteiligt, das den Mantel seither aus Osnabrück bezieht. Gemeinsam mit der verkauften Auflage des Delmenhorster Kreisblatts in Höhe von 9153 Exemplaren erreichen die Tageszeitungen aus dem Hause NOZ MEDIEN mit mehr als 170.000 Exemplaren rund 400.000 Leser.
Die Gemeinschaftsredaktion Politik & Gesellschaft der Neuen Osnabrücker Zeitung beliefert gruppenzugehörige Titel, darunter den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag mit seinen Titeln, BruneMettcker (Wilhelmshavener Zeitung, Jeversches Wochenblatt), den Ostfriesischen Kurier (Norden) und die Rheiderland-Zeitung (Weener). Mantelinhalte der NOZ beziehen mehrere externe Kunden wie die Kölnische Rundschau, die Grafschafter Nachrichten, OM-Medien (Oldenburgische Volkszeitung, Münsterländische Tageszeitung), die ZGO Zeitungsgruppe Ostfriesland (Ostfriesen-Zeitung, General-Anzeiger, Borkumer Zeitung), die Ostfriesischen Nachrichten, die Ibbenbürener Volkszeitung und die SV-Gruppe (u. a. Nordkurier, Schweriner Volkszeitung und Schwäbische Zeitung).
Das Internet-Angebot der Zeitung besteht seit 2000 und wurde ständig ausgeweitet. Mit dem Nachrichtenportal www.noz.de erreichte NOZ MEDIEN im Juni 2026 11,23 Mio. Visits und 22,28 Mio. PI und 122,65 Mio. Visits und 225,55 Mio. PI im gesamten Jahr 2025. Damit ist es eines der nutzerstärksten Tageszeitungsportale in Niedersachsen und bietet Informationen aus und für die Region Osnabrück und das Emsland. Seit der Einführung der digitalen Abonnement-Modelle im Januar 2014 ist die Website noz.de für Osnabrück und das Emsland kostenpflichtig.
Am 13. Februar 2026 wurde die moderierte Kommentarfunktion unter Artikeln auf noz.de (sowie auf den Seiten des shz Verlags) geschlossen. Als Ersatz kündigte die Chefredaktion das seit März 2026 startende Format 360° | Das Forum an, bei dem jeweils ausgewählte Meinungsbeiträge zur Diskussion gestellt und die wichtigsten Argumente anschließend redaktionell zusammengefasst werden. Dabei wurden auch zuvor veröffentlichte Kommentare entfernt.
Seit Herbst 2007 gibt es die Neue Osnabrücker Zeitung und ihre Regionalausgaben auch im Internet als ePaper. Abonnenten können somit die Originalfassung überall auf der Welt lesen. Als Erweiterung des digitalen Angebots gibt es seit März 2012 die Neue Osnabrücker Zeitung (mit ihren Regionalausgaben) als E-Paper-App für das iPad, seit Mai 2014 ist diese außerdem für Android-Tablets verfügbar. Neben dem Plus-Angebot gibt es auch ein Premium-Angebot. Während zum Plus-Angebot der Zugriff auf alle noz.de – Artikel und die News App gehören, sind im Premium-Angebot zusätzlich das E-Paper und der Zugriff auf das Online-Archiv der Zeitung möglich. Zum Premium-Angebot kann optional verschiedene Hardware hinzugebucht werden (Handy, Tablet, Smartwatch). Mit der News-App der Neuen Osnabrücker Zeitung erhalten die Nutzer und Abonnenten immer die neusten Nachrichten aus ihrer Region und der Welt – optimiert für ihr Mobilgerät. Neben den Top-News haben sie die Möglichkeit, ihre persönlichen Lieblingsthemen zusammenzustellen und sich die wichtigsten Ereignisse per Push-Nachricht zuschicken zu lassen.
Die Neue Osnabrücker Zeitung gehört zur Verlagsgruppe NOZ/mh:n. Das Unternehmen entstand 1967 durch die Fusion des Verlags Meinders & Elstermann und dem Druck- und Verlagshaus Fromm mit dem Zweck die Tageszeitungen Osnabrücker Tageblatt und Neue Tagespost zur NOZ zusammenzuführen. Seitdem halten die Familien Elstermann und Fromm jeweils die Hälfte der Unternehmensanteile.
Langjähriger Chefredakteur der Zeitung war von 1968 bis 2002 Franz Schmedt, von 1968 bis 1985 zunächst als Teil einer Doppelspitze mit Hans-Alois Schröter (* 18. September 1920; † 10. November 2011), später als alleiniger Chefredakteur. Auf ihn folgten zunächst eine Doppelspitze aus Ewald Gerding und Jürgen Wermser (bis Mai 2010) sowie von September 2011 bis zum Jahreswechsel 2023/24 Ralf Geisenhanslüke. Aktuell amtiert mit Burkhard Ewert und Louisa Riepe erneut eine Doppelspitze.
Herausgeber sind Werner F. Ebke und der Verleger Jan Dirk Elstermann, der 2014 seinen Vater Hermann Elstermann nach 30 Jahren in diesen Funktionen ablöste. Gründungsherausgeber der Neuen Osnabrücker Zeitung waren Leo Victor Fromm und Elisabeth Elstermann.
Koordinaten: 52° 16′ 34,5″ N, 8° 3′ 4,5″ O