| NOZ/mh:n MEDIEN | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1967 |
| Sitz | Osnabrück, |
| Leitung | Jens Wegmann, Paul Wehberg |
| Mitarbeiterzahl | 3.000 (2026) |
| Umsatz | 207 Mio. Euro (2023) |
| Branche | Medien |
| Website | noz-mhn.de |
NOZ/mh:n MEDIEN ist eine deutsche Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Osnabrück. Sie gibt über 50 regionale Tages- und Wochenzeitungen und Magazine heraus und gehört zu den größten Zeitungsgruppen in Deutschland. Die bekanntesten Produkte sind die Neue Osnabrücker Zeitung und ihr Nachrichtenportal noz.de.


Das Unternehmen entstand 1967 durch die Fusion des Verlags Meinders & Elstermann und dem Druck- und Verlagshaus Fromm mit dem Zweck, die Tageszeitungen Osnabrücker Tageblatt und Neue Tagespost zur Neuen Osnabrücker Zeitung zusammenzuführen. Seitdem halten die Familien Elstermann (Meinders & Elstermann GmbH & Co. KG) und Fromm (L. V. Fromm Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG) jeweils die Hälfte der Unternehmensanteile.
Im Frühjahr 2014 vereinte die Neue Osnabrücker Zeitung ihre Aktivitäten unter der Dachmarke NOZ MEDIEN. Darunter fallen weitere Schwestergesellschaften und Beteiligungen, mit denen Spezialisierungen für unterschiedliche Themenbereiche abgebildet werden. Beispielsweise werden so die bisherigen Print-Spartenmärkte für den Onlinebereich adaptiert. Dieses Geschäftsfeld wurde insbesondere durch den Zukauf eines Online-Pferdemarktes und Gründung der ehorses GmbH & Co. KG im Juli 2011 erweitert.
Anfang 2016 hat NOZ MEDIEN die medien holding:nord gmbh (mh:n) erworben, zu deren Tochtergesellschaften der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (shz) mit Sitz in Flensburg und die A.Beig Druckerei und Verlag GmbH & Co. KG in Pinneberg gehören. Seitdem tritt sie als Unternehmensgruppe NOZ/mh:n MEDIEN auf und beschäftigt insgesamt mehr als 3.000 Mitarbeiter an 80 Standorten u. a. in Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.
2024 hat die Unternehmensgruppe den Zeitungsverlag Schwerin GmbH & Co KG an den Schwäbischen Verlag (SV Gruppe) verkauft. 2025 übernahm sie die Titel Rheiderland-Zeitung, den Ostfriesischen Kurier und die Norderneyer Badezeitung von zwei unabhängigen ostfriesischen Verlagen.
Im September 2026 einigte sich NOZ/mh:n mit Gesellschaftern der Zeitungsgruppe Ostfriesland auf die Übernahme einer Unternehmensmehrheit und damit die Titel Ostfriesen-Zeitung, Ostfriesische Nachrichten, General-Anzeiger und Borkumer Zeitung. Im Gegenzug wolle das Unternehmen die Titel Ostfriesischer Kurier und Norderneyer Badezeitung an die OM-Mediengruppe verkaufen. Eine Genehmigung des Bundeskartellamts steht bisher aus.
Das Unternehmen gibt über 60 Tageszeitungen, Wochenzeitungen und Magazine sowie weitere Publikationen und Online-Medien heraus. Neben Mantelredaktion und Lokalredaktionen verfügt der Verlag über eine Verwaltung, einen Vertrieb, eine Anzeigenabteilung, eine Marketing-Abteilung sowie über die Technik mit Zeitungsvorstufe und Druck. Die Gruppe gehört mit ihren Tageszeitungstiteln mit einer Auflage von rund 270.000 sowie 130.000 Digital-Abonnenten zu den größten Medienhäusern Niedersachsens.
Im Jahr 2005 wurde für die Redaktion ein Newsdesk eingeführt. Seit Frühjahr 2007 ist die Anzeigenannahme und der Verkauf von Anzeigen in den Stamm-Blättern und Sonderausgaben vollständig an den MSO Medien-Service GmbH & Co. KG abgegeben worden. Die Schwestergesellschaft ist ebenfalls für die digitale Vermarktung der eigenen Produkte zuständig, wohingegen die MSO Digital GmbH & Co. KG eine zugehörige Performance-Marketing-Agentur ist, die vornehmlich externe Unternehmen zu kanalübergreifenden digitalen Kampagnen berät. Gemeinsam mit dem Softwaredienstleister basecom und der Online-Marketing-Agentur netspirits bildet die MSO Digital die Grow Digital Group, die eine ganzheitliche Betreuung für das digitale Wachstum mittelständischer Unternehmen anbietet.
Geschäftsführer sind seit 1. Januar 2020 Jens Wegmann (folgt auf Joachim Liebler) sowie seit 1. Juli 2023 Paul Wehberg (folgt auf Axel Gleie).