| Nvidia Corporation | |
|---|---|
| Rechtsform | Corporation |
| ISIN | US67066G1040 |
| Gründung | 5. April 1993 |
| Sitz | Santa Clara, Kalifornien, Vereinigte Staaten |
| Leitung | Jen-Hsun Huang (Präsident und CEO) Colette Kress (EVP und CFO) |
| Mitarbeiterzahl | 42.000 (2026) |
| Umsatz | 216 Mrd. US-Dollar (GJ 2025/26) |
| Branche | Mikroelektronik, Informationstechnik |
| Website | nvidia.de |
| Stand: 2026 | |


Die Nvidia Corporation (Eigenschreibweise: NVIDIA, Aussprache: , von lateinisch Invidia, Neid) ist ein US-amerikanisches Unternehmen und einer der größten Entwickler von Grafikprozessoren und Chipsätzen für Personal Computer, Server und Spielkonsolen. Der Hauptsitz liegt in Santa Clara, Kalifornien. Das Unternehmen hielt auf dem Markt der diskreten Desktop-Grafikkarten im zweiten Quartal des Jahres 2022 einen Anteil von über 80 %. Die Nvidia Corporation besitzt keine eigenen Fertigungsstätten und arbeitet somit nach dem Fabless-Prinzip.
Das Unternehmen konnte stark von Markterwartungen im Bereich der künstlichen Intelligenz profitieren und stieg 2024 sowie 2025 zeitweise zum wertvollsten börsenorientierten Unternehmen der Welt auf. Im Oktober 2025 erreichte Nvidia als erstes Unternehmen einen Börsenwert von 5 Billionen US-Dollar.
Das Unternehmen wurde am 5. April 1993 von Jen-Hsun Huang, Curtis Priem und Chris Malachowsky gegründet. Mit dem NV1 (STG-2000) brachte Nvidia im Mai 1995 einen der ersten 3D-Beschleuniger-Prozessoren (GPU) heraus. Da dieser auf der NURBS-Technik basierte, konnte er sich wegen Kompatibilitätsproblemen nicht am Markt durchsetzen. Bedingt durch diesen Misserfolg war die Marke Nvidia bis 1997/98 relativ unbekannt. Änderung brachte die Serie der Riva-PC-Grafikchips, die den Erfolg des Unternehmens begründete.
Im Januar 1999 wurde Nvidia in den Nasdaq (NVDA) aufgenommen und lieferte im selben Jahr bereits den zehnmillionsten Grafikchip aus. Im Februar 2002 waren über 100 Millionen Grafikchips ausgeliefert worden. Weiterhin kooperierte Nvidia mit Sony, um Grafikchips für die PlayStation 3 und andere Geräte zu entwickeln. Auch wenn das Unternehmen durch diverse Übernahmen heute wesentlich breiter aufgestellt ist als in den Anfangsjahren, so beruht dessen Marktmacht weiterhin vorwiegend auf der Serie der GeForce-Grafikchips, die 1999 zum ersten Mal vorgestellt wurde.
Im Dezember 2006 eröffnete das US-amerikanische Justizministerium aufgrund von Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht ein Verfahren gegen Nvidia. Ein Jahr später wählte das Forbes Magazine Nvidia wegen überragender Erfolge in den letzten Jahren zur Firma des Jahres 2007: Nvidia habe die Entwicklung im Grafikbereich entscheidend vorangetrieben und damit seine Bruttohandelsspanne von 29 Prozent im Jahr 2004 auf aktuell 46 Prozent gesteigert.
Im selben Jahr veröffentlichte Nvidia mit CUDA eine Software, mit der auf Nvidias Grafikprozessoren parallelisierbare Programmteile sehr schnell abgearbeitet werden können (siehe auch: GPGPU). Es zeigte sich schnell, dass viele Anwendungen davon stark profitieren können. Ein Beispiel ist das Mining von Bitcoins, welches eine Zeitlang sehr gewinnbringend war. Später liefen dann Algorithmen der Künstlichen Intelligenz auf Grafikprozessoren von Nvidia. In diesem Bereich konnte sich Nvidia eine fast monopolartige Position erarbeiten.
Am 13. September 2020 wurde bekannt, dass Nvidia die Übernahme von ARM Limited für 40 Milliarden US-Dollar von Softbank beabsichtigte. Im Februar 2022 teilten Nvidia und Softbank den Abbruch der geplanten Übernahme mit; ARM sollte stattdessen bis Anfang 2023 an die Börse gehen. Gründe nannten die beteiligten Firmen nicht, allerdings wurden diese schon in den letzten 1,5 Jahren klar: Kartellbehörden und andere Branchenriesen – Google, Microsoft und Qualcomm – stemmten sich weltweit gegen den Kauf. Nvidia musste wegen einer Vertragsklausel trotzdem 1,25 Milliarden US-Dollar an SoftBank zahlen, auf die sich beide Firmen einigten, sollte die Übernahme nicht klappen. Bei ARM trat infolgedessen Simon Segars als Firmenchef zurück und machte Platz für Rene Haas, der zuvor die IP Products Group (IPG) verantwortete. Vor seiner Zeit bei ARM leitete er sieben Jahre lang das Computing Products Business bei Nvidia.
In den Forbes Global 2000 der weltweit größten Unternehmen belegt Nvidia im Jahr 2023 Platz 241. Im Mai 2023 stieg der Börsenwert erstmals auf über eine Billion US-Dollar. Mitte Juni 2024 hatte Nvidia eine Marktkapitalisierung von 3,34 Billionen US-Dollar und stieg damit zeitweise zum wertvollsten börsenorientierten Unternehmen der Welt auf. Das Unternehmen konnte stark von den aktuellen Entwicklungshoffnungen im Bereich der künstlichen Intelligenz profitieren. Am 27. Januar 2025 stellte der chinesische Konkurrent DeepSeek ein KI-Modell vor, das deutlich weniger Hardware-Ressourcen benötigen soll, und löste damit einen Kurseinbruch der Nvidia-Aktie um 17 Prozent aus. Der Tagesverlust lag bei etwa 593 Milliarden US-Dollar und ist damit der größte eines Unternehmens an der Wall Street.
Im ersten Quartal 2025 hat Nvidia bekannt gegeben, dass in Texas zwei Supercomputer-Fabriken gemeinsam mit asiatischen Auftragsfertigern gebaut werden sollen. Eines mit der Firma Foxconn Technology Group in Houston und eines mit der Firma Wistron Corporation in Dallas. Dort sollen in erster Linie KI-Chips hergestellt werden.
Auf der Consumer Electronics Show (CES) 2025 stellte Nvidia die neue Nvidia-GeForce-50-Serie mit Blackwell-Architektur vor.
Am 18. September 2025 gab Nvidia bekannt, dass es 5 Milliarden US-Dollar in Intel investieren werde, um den angeschlagenen US-Chiphersteller zu unterstützen – nur wenige Wochen, nachdem das Weiße Haus eine Vereinbarung getroffen hatte, wonach die US-Bundesregierung eine bedeutende Beteiligung an dem Unternehmen übernehmen würde. Durch die Investition wird Nvidia sofort einen Anteil von etwa 4 % an Intel halten, sobald neue Aktien ausgegeben werden, um die Vereinbarung abzuschließen. Außerdem wurde eine Partnerschaft mit Intel vereinbart.
Am 22. September 2025 gaben Nvidia und OpenAI eine Partnerschaft bekannt, in deren Rahmen Nvidia 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI investieren und OpenAI Nvidia-Chips und -Systeme in neuen Rechenzentren einsetzen wird. OpenAI wird neue KI-Rechenzentren mit Nvidia-Systemen bauen, deren Systemleistung mindestens 10 Gigawatt betragen wird, was der Energie entspricht, die von mehr als vier Hoover-Staudämmen erzeugt wird. Der Deal ist eine zirkuläre Vereinbarung (das Handelsblatt sprach von einem „Taschenspielertrick“), bei der OpenAI die Investition von Nvidia durch den Kauf von Nvidia-Chips zurückzahlen wird, was ein gängiges Modell bei KI-Partnerschaften ist. Nachdem beide Unternehmen sich allerdings nicht auf die Konditionen des Geschäfts einigen konnten, investierte Nvidia stattdessen 30 Milliarden US-Dollar in OpenAI im Februar 2026, vor dem geplanten Börsengang von OpenAI.
Am 18. Dezember 2025 gab Nvidia Pläne zum Bau eines großen neuen Forschungs- und Entwicklungscampus in Kiryat Tivon, Israel, bekannt, der voraussichtlich mehr als 10.000 Mitarbeiter beschäftigen und zu einem der größten Standorte des Unternehmens außerhalb der Vereinigten Staaten werden soll. Der Bau des 22 Hektar großen Komplexes soll 2027 beginnen, die Inbetriebnahme ist für 2031 vorgesehen. Der Komplex wird Labore, Grünflächen und öffentliche Einrichtungen umfassen. CEO Huang hatte Israel als „zweite Heimat“ des Unternehmens bezeichnet.
Die explodierenden Geldzuflüsse nutzte Nvidia 2025/26 für eine Reihe von strategischen Investments und Partnerschaften. Dazu zählten neben Intel und OpenAI auch Nokia (Oktober 2025), Reflection AI (Oktober 2025), xAI (Oktober 2025), CoreWeave (Januar 2026), Lumentum (März 2026), Nebius Group (März 2026) und Marvell Technology (März 2026). Ziel dieser Investments ist es sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette für Halbleiter, Datenzentren und KI zu etablieren.
Im August 2026 verkündete Nvidia gemeinsam mit Apollo Global Management, BlackRock, Blackstone, Brookfield Asset Management, Goldman Sachs und KKR einen Plan, eine halbe Billion (500 Milliarden) US-Dollar für KI-Infrastruktur zu mobilisieren, wofür eine Absichtserklärung unterzeichnet wurde. Das Geld soll dabei von Pensionsfonds und anderen großen Anlegern bereitgestellt werden.
Weil Nvidia seine gesamte Chipfertigung seit Beginn der Geschäftstätigkeit an externe Partner wie TSMC oder UMC auslagert (und somit keine eigenen Chipfabriken unterhalten muss), war in den Anfangsjahren ein extrem starkes Wachstumstempo möglich.
Gebremst wurde dieses Wachstum erst Ende 2002 (Nvidia-Geschäftsjahr 2003), als ATI mit dem R300 einen enorm leistungsfähigen Grafikchip auf den Markt brachte. Seit Mitte 2005 (Nvidia-Geschäftsjahr 2006) wächst Nvidia mit einem seitdem wesentlich breiteren Produktportfolio wieder mit hohem Tempo und bei enormen Gewinnspannen, wobei Haupttreiber des Umsatzes nach wie vor die Grafikkarten sind.
Mit der Einführung der DirectX-10-fähigen GeForce-8-Serie im Jahr 2006/07 (Nvidia-Geschäftsjahr 2007/08) erfuhr Nvidia einen weiteren Wachstumsschub, da sich AMDs Konkurrenzprodukt ATI-Radeon-HD-2000-Serie verspätete und sich auch bei Erscheinen im High-End- und Performance-Segment nicht erfolgreich gegen die Nvidia-Karten positionieren konnte. Erneute Rückschläge musste das Unternehmen in den Jahren 2008 und 2009 (Nvidia-Geschäftsjahr 2009/10) hinnehmen, hauptsächlich verursacht durch den allgemeinen Rückgang an verkauften Grafikkarten wegen der Wirtschaftskrise. Hinzu kam eine wachsende Konkurrenz durch die leistungsfähige Radeon-HD-4000-Serie des Dauerkonkurrenten AMD sowie ein starker Rückgang der Marktanteile in der Chipsatzbranche. Im Geschäftsjahr 2010/11 dämpfte die verspätete Einführung der DirectX-11-fähigen GPUs das Wachstum. Die Entwicklung der Fermi-Plattform sowie der Tegra-Prozessoren für den Smartphone-Markt brachten Umsatz- und Ergebniszuwächse in den Jahren 2011 und 2012.
Während der Corona-Pandemie profitierte Nvidia von einer starken Nachfrage nach Gaming-Ausrüstung und Technik für Rechenzentren. Allein im 2. Quartal des Fiskaljahres 2021 stieg der Umsatz auf einen Rekordwert von 6,5 Milliarden US-Dollar bei einem Gewinn von 2,4 Milliarden US-Dollar. Damit wurde beim Gewinn eine Steigerung um 276 % gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres erreicht. Aufgrund eines durch künstliche Intelligenz ausgelösten Booms bei Datencentern konnte Nvidia seinen Umsatz im Fiskaljahr 2024 mehr als verdoppeln und seinen Gewinn fast versechsfachen.
Im Fiskaljahr 2025 setzte Nvidia seinen starken Wachstumskurs fort und steigerte den Umsatz auf 130,5 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 114 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch der Gewinn wuchs deutlich. Im zweiten Quartal des Fiskaljahres 2026 lag der Umsatz bei 46,7 Milliarden US-Dollar, im dritten Quartal sogar bei 57,0 Milliarden US-Dollar, was jeweils Steigerungen von mehr als 50 % gegenüber dem Vorjahr sind. Das Geschäft mit Rechenzentren, vor allem durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz, wuchs besonders stark: Dieses Segment erzielte im dritten Quartal 51,2 Milliarden US-Dollar Umsatz, ein Plus von 66 %. Die Netzwerksparte legte sogar um 162 % auf 8,2 Milliarden US-Dollar zu. Für das vierte Quartal des Fiskaljahres 2026 rechnet Nvidia mit einem Umsatz von rund 65 Milliarden US-Dollar.
| GJ | Umsatz | Gewinn | Umsatz- wachstum |
Umsatz- rendite |
|---|---|---|---|---|
| (Mio. US$) | ||||
| 1996 | 4 | −3 | – | −75 % |
| 1997/98 | 38 | −2 | 850 % | −5 % |
| 1999 | 151 | 4 | 297 % | 3 % |
| 2000 | 375 | 41 | 148 % | 11 % |
| 2001 | 735 | 98 | 96 % | 13 % |
| 2002 | 1369 | 142 | 86 % | 10 % |
| 2003 | 1909 | 51 | 39 % | 3 % |
| 2004 | 1823 | 49 | −5 % | 3 % |
| 2005 | 2010 | 87 | 10 % | 4 % |
| 2006 | 2376 | 301 | 18 % | 13 % |
| 2007 | 3069 | 449 | 29 % | 15 % |
| 2008 | 4098 | 798 | 34 % | 19 % |
| 2009 | 3425 | −30 | −16 % | −1 % |
| 2010 | 3326 | −68 | −3 % | −2 % |
| 2011 | 3543 | 253 | 7 % | 7 % |
| 2012 | 3998 | 581 | 13 % | 15 % |
| 2013 | 4280 | 563 | 7 % | 13 % |
| 2014 | 4130 | 440 | −4 % | 11 % |
| 2015 | 4682 | 631 | 13 % | 13 % |
| 2016 | 5010 | 614 | 7 % | 12 % |
| 2017 | 6910 | 1666 | 38 % | 24 % |
| 2018 | 9714 | 3047 | 41 % | 31 % |
| 2019 | 11.716 | 4141 | 21 % | 35 % |
| 2020 | 10.918 | 2796 | −7 % | 26 % |
| 2021 | 16.675 | 4332 | 52 % | 26 % |
| 2022 | 26.914 | 9752 | 61 % | 36 % |
| 2023 | 26.974 | 4368 | 0 % | 16 % |
| 2024 | 60.922 | 29.760 | 126 % | 49 % |
| 2025 | 130.497 | 72.880 | 114 % | 56 % |
| 2026 | 215.938 | 120.067 | 65 % | 56 % |
Bemerkung: Das Geschäftsjahr 2026 ging vom 1. Februar 2025 bis zum 31. Januar 2026.


Ab Juni 2001 bot Nvidia auch Chipsätze für Hauptplatinen an. Diese wurden unter dem Markennamen nForce verkauft. Ende 2005 wurde außerdem der Chipsatz-Hersteller ULi Electronics übernommen. Nvidia bot Chipsätze für AMD- und Intel-Plattformen an, vor allem um eine Basis für die Multi-GPU-Technik Scalable Link Interface (SLI) zu besitzen. Im November 2011 gab CEO Jen-Hsun Huang bekannt, dass Nvidia die Herstellung von Chipsätzen eingestellt habe und sich stattdessen auf die Produktion von SoCs konzentrieren werde.
Kritikpunkt: Allgemein galten die Treiber von Nvidia als Schwachpunkt der Chipsätze. Vor allem die IDE-Treiber verursachten öfter Probleme. Auch die Treiber für den SoundStorm brauchten einige Zeit, bis sie einwandfrei funktionierten. Laut einem Artikel von ZDNet verursachten im Frühjahr 2007 Nvidia-Treiber etwa 30 % der Windows-Vista-Abstürze. Angesichts der vielen Komponenten in einem Chipsatz ist schwer einzuschätzen, ob dies ein eher hoher oder ein eher niedriger Anteil ist.
Ein weiterer Kritikpunkt war die große Hitzeentwicklung besonders der nForce4-Chipsätze.
Im September 2013 wurde bekannt gegeben, dass Nvidia einen eigens entwickelten Tabletcomputer unter dem Namen Tegra Note herausbringen wird. Das Tegra Note wird den Prozessor Tegra 4 besitzen, ein 7-Zoll-Display haben und mit einer 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite ausgestattet sein.
Seit 2014 ist Nvidia Shield Tablet erhältlich.
Nvidia stellt unter der Bezeichnung Nvidia Drive eine Plattform für künstliche Intelligenz in selbstfahrenden Kraftfahrzeugen her. Nach einem tödlichen Unfall eines Fahrzeugs des Personenbeförderungsunternehmens Uber stellte Nvidia Testfahrten mit Fahrzeugen seiner Komponenten vorübergehend ein.
Am 1. Dezember 2025 veröffentlichte Nvidia „Alpamayo-R1“, ein Open-Source-KI-Modell für selbstfahrende Fahrzeuge, das Vision, Sprache und Aktion miteinander verbindet.
Zum Marktstart der GeForce RTX 3060 im Februar 2021 kündigte Nvidia an, die Hashraten von GeForce-Karten durch Modifikation des Treibers künftig künstlich halbieren zu wollen. Im Blogpost des Unternehmens wurde speziell auf die Kryptowährung Ethereum verwiesen, es ist jedoch davon auszugehen, dass auch andere Währungen betroffen sein werden. Diese Entscheidung begründete die Firma damit, dass die GeForce-Reihe ausschließlich für Spieler gedacht sei und man so der Nutzung für andere Einsatzzwecke und der damit verbundenen hohen Nachfrage vorbeugen wolle. Vermutlich ist die Entscheidung auf die Kursexplosion des Bitcoin und anderer Kryptowährungen im Frühjahr 2021 zurückzuführen.
Kritik löste die Entscheidung hauptsächlich auf dem englischsprachigen YouTube-Kanal Linus Tech Tips aus. Man kritisierte, dass die hergestellten Karten nach Abebben des Mining-Hypes aufgrund der speziellen Kühllösung und fehlenden Grafikausgänge nicht mehr von Spielern und normalen Endverbrauchern genutzt werden können. Damit würden sie trotz des globalen Mangels an Mikrochips wahrscheinlich zu Elektroschrott, da die alten Karten kaum Wiederverkaufswert besitzen. Nvidia argumentiert jedoch, dass ausschließlich Karten als Mining-GPUs verkauft werden, welche nicht den GeForce-Qualitätsstandards entsprechen.
Unter dem Titel GPU Technology Conference veranstaltet Nvidia eine Hausmesse, bei der regelmäßig neue Technologien vorgestellt werden. Der Vorläufer dieser Hausmesse war die NVision, die im Herbst 2008 zum ersten Mal stattfand, dann aber aus Kostengründen abgesagt wurde. Nvidia will mit dieser Hausmesse vorrangig Fachbesucher wie Ingenieure, Wissenschaftler und Journalisten ansprechen.
Linus Torvalds, der Hauptentwickler des Linux-Kernels, hat Nvidia als „die schlimmste Firma“, mit der er und sein Team bisher zusammengearbeitet hatten, bezeichnet. Sein Unmut beruht auf der mangelnden Treiberunterstützung von Nvidia-Grafikchips unter Linux und der fehlenden Zusammenarbeit von Nvidia mit den Kernel-Entwicklern. Nvidia stellt selbst keinen freien Treiber mit 3D-Unterstützung für Linux zur Verfügung. Deshalb hat die Open-Source-Entwicklergemeinschaft die Entwicklung eines freien Treibers unter dem Namen nouveau gestartet. Da Nvidia sich an dem Projekt nicht beteiligt, müssen die Entwickler mittels Reverse Engineering des proprietären Nvidia-Treibers die benötigten Informationen gewinnen. Selbst in den Folgejahren hat sich die Zusammenarbeit nicht verbessert.
2022 hat Nvidia angekündigt, eigene Treiber für ihre Grafikkarten unter GPL und MIT-Lizenz zu veröffentlichen.
Nvidia wurden in der Vergangenheit Marketingtricksereien vorgeworfen.
Nvidia wird seitens der Konkurrenz vorgeworfen, sie würden durch das GeForce-Partner-Programm den Grafikkartenherstellern verbieten, unter der am Partnerprogramm partizipierenden Marke auch Nvidia-fremde Chips (z. B. von AMD) zu verbauen. Etliche Grafikkartenhersteller haben daher andere Marken gegründet.