Der ehemalige Weiler lag am westlichen Rand des Pegnitztals westlich der Bahnstrecke Nürnberg–Cheb. Im Norden von Oberbrand liegt der Hasensee. Ein Wirtschaftsweg führt nach Fischstein (0,9km nördlich) bzw. zu einer Gemeindeverbindungsstraße (1km südwestlich), die südöstlich nach Mosenberg bzw. westlich nach Bernheck verläuft. Unterbrand war früher durch eine Straßenbrücke über die Bahngleise erreichbar, in den 2000er Jahren wurde diese durch eine Fußgängerbrücke ersetzt.
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1563 als „Brant“ erstmals schriftlich erwähnt. Der Ortsname Brand verweist auf die Urbarmachung durch Brandrodung. In der Nähe befand sich die 1243 erstmals erwähnte Veste Rauhenstein, von der heute nur noch ein Turmhügel erhalten ist.
Im Jahr 1960 wurde die Gegend, in der die Orte Fischstein, Oberbrand, Unterbrand und Rauhenstein lagen, in ein Trinkwasserschutzgebiet umgewandelt, da hier neue Quellen zur Trinkwasserversorgung für die Stadt Nürnberg erschlossen wurden. In der Folge mussten die Orte aufgelöst werden. Zwischen 1960 und 1975 wurden alle Anwesen abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt. Bei Oberbrand wurde ein Findling als Denkmal mit der Inschrift „Erinnerung an Ober- und Unterbrand 1450–1975“ aufgestellt. Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Oberbrand am 1.Mai 1978 in die Gemeinde Neuhaus an der Pegnitz eingegliedert.