Oelstorf

Oelstorf
Gemeinde Salzhausen
Koordinaten: 53° 14′ N, 10° 9′ OKoordinaten: 53° 13′ 38″ N, 10° 8′ 55″ O
Fläche: 5,78 km²
Einwohner: 495
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 21376
Vorwahl: 04172
Oelstorf (Niedersachsen)
Oelstorf (Niedersachsen)
Lage von Oelstorf in Niedersachsen

Oelstorf ist ein Ortsteil und eine Gemarkung der Gemeinde Salzhausen im Landkreis Harburg in Niedersachsen. Bis 1972 bildete Oelstorf eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Oelstorf ist ein Ort in der Nordheide, der unmittelbar westlich von Salzhausen und östlich von Gödenstorf liegt.

Geschichte

Oelstorf gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Winsen an der Luhe des Kurfürstentums Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zu Frankreich und dort zum Kanton Garlstorf im Departement der Elbmündung. 1814 fiel Oelstorf an Hannover zurück und gehörte dort zunächst wieder zum Amt Winsen. Die Gemeinde Oelstorf gehörte von 1852 bis 1859 zum Amt Salzhausen und danach wieder zum Amt Winsen. 1867 fiel Oelstorf mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Kreis Winsen. Am 17. Oktober 1928 wurde Oelstorf nach Gödenstorf eingemeindet. Der Kreis Winsen ging 1932 im Landkreis Harburg auf. Am 1. Oktober 1951 wurde die Eingemeindung rückgängig gemacht und Oelstorf wieder zu einer eigenen Gemeinde erhoben. Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde Oelstorf am 1. Juli 1972 Teil der Gemeinde Salzhausen.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
181294
1845103
1871137
1885125
1895146
1910186
1950414
1961301
1970312

Bau- und Bodendenkmale

Das Bauernhaus Oelstorfer Landstraße 8 und das Gefallenendenkmal Am Eichhof stehen unter Denkmalschutz. Eine Reihe von Grabhügeln sind geschützte Bodendenkmale.

Wirtschaft

Im Norden von Oelstorf liegt der Gewerbepark Salzhausen-Oelstorf.

Verkehr

Die nur noch selten befahrene Bahnstrecke Winsen–Hützel führt am nördlichen Ortsrand vorbei.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Daten und Karte der Gemarkung Oelstorf
  2. ↑ Christoph Barthold Scharf: Der Politische Staat des Churfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Johann Georg Berenberg, Lauenburg 1777, S. 117 (google.de).
  3. 1 2 Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 58 (google.de).
  4. ↑ Verordnung, die Bildung der Amtsgerichte und untern Verwaltungsbehörden betr., vom 7. August 1852
  5. ↑ Verordnung, die Bezirke der unteren Verwaltungsbehörden betr., vom 27. März 1859, Nr. 86
  6. ↑ Amtsblatt der Regierung Lüneburg 1928, S. 260
  7. ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1951
  8. ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1972
  9. ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 104 (google.de).
  10. ↑ Volkszählung 1871
  11. ↑ Volkszählung 1885
  12. ↑ Volkszählung 1895
  13. ↑ Der Kreis Winsen im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 27. April 2023.
  14. 1 2 3 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)