Ole Korneliussen

Ole Korneliussen (* 10. April 1947 in Nanortalik; † 8. Dezember 2022 in Kopenhagen) war ein grönländischer Schriftsteller und Übersetzer.

Leben

Ole Korneliussen wurde als Sohn von Otto († 1990) und Katrine Korneliussen im südgrönländischen Nanortalik in Südgrönland geboren, verbrachte seine Kindheit aber auch in Upernavik und Aasiaat. In seiner Jugend lebte er in Nuuk, bevor er 1967 nach Dänemark zog, wo er in Aalborg und Aarhus lebte. Später zog er nach Kopenhagen. Am 16. April 1984 heiratete er seine Frau Suzanne.

1973 veröffentlichte er seine erste Gedichtsammlung, Putoq. Mit der Novelle Seqinnersumi apisoq gewann er 1987 einen Literaturwettbewerb von Nordens Institut in Grönland. Für die Gedichtsammlung Uumasoqat wurde er 1999 für den Literaturpreis des Nordischen Rates nominiert. In seinen Werken behandelte Ole Korneliussen auf sarkastische Art und Weise grönländische wie dänische Gesellschaftsthemen. Viele seiner Werke übersetzte er selber ins Dänische. Insgesamt erschienen seine Gedichte und Novellen auch auf Deutsch, Englisch, Samisch, Finnisch, Russisch, Romani, Isländisch, Italienisch und Spanisch. Daneben hat er auch Werke von Tine Bryld, Christian Høgsberg und Pia Tafdrup übersetzt. Er starb 2022 im Alter von 75 Jahren.

Werke

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Karen Nørregaard: Ole Korneliussen. Danmarks Nationalleksikon.
  2. 1 2 Torben Lodberg: Grønlands Grønne Bog 2001/02. Hrsg.: Grønlands hjemmestyres informationskontor. Kopenhagen 2001, ISBN 978-87-89685-16-8, S. 64.
  3. ↑ Kirsten Thisted: Ny roman af Ole Korneliussen – Saltstøtten – En introduktion til bogen og forfatterskabet. In: Tidsskriftet Grønland. Nr. 2001/1, S. 7–12 (Online [PDF]).
  4. ↑ Iben Hasselbalch: Glas kaster skygge: Om litterær oversættelse. Gyldendal, Kopenhagen 1999, ISBN 978-87-00-33422-9, S. 181 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).