| Ölbaumgewächse | ||||||||||||
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Echte Olivenbäume (Olea europaea subsp. europaea) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Oleaceae | ||||||||||||
| Hoffmanns. & Link |
Die Pflanzenfamilie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) gehört zur Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Die etwa 25 Gattungen mit etwa 600 Arten sind in allen Erdteilen und Klimazonen von den gemäßigten Gebieten bis zu den Tropen verbreitet. Zu den in Mitteleuropa verbreitetsten Arten gehören unter anderem Esche und Liguster sowie die beliebten Garten-Zierpflanzen Flieder und Forsythie („Goldflieder“).



Es sind immergrüne oder laubabwerfende, verholzende Pflanzen: vor allem Bäume und Sträucher, außerdem gibt es einige Lianen. Sie wachsen selbständig aufrecht oder kletternd, bei der Gattung Jasminum winden sich die Sprossachsen gegen den Uhrzeigersinn. Das sekundäre Dickenwachstum erfolgt von einem konventionellen Kambiumring ausgehend. Es sind komplexe Haare (Trichome), die meist schildförmig sind, vorhanden; es können Drüsenhaare vorhanden sein (Indument). Die Rinde besitzt Lentizellen. Die vegetativen Knospen besitzen Knospenschuppen.
Die fast immer gegenständig, selten wechselständig oder wirtelig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die dorsiventralen Blattspreiten sind einfach oder zusammengesetzt; wenn sie zusammengesetzt sind, dann sind sie drei- oder mehrteilig unpaarig gefiedert. Die Blattränder sind glatt, gesägt oder gezähnt. Sie sind fieder- oder handnervig. Die meist anomocytischen Stomata befinden sich meist nur auf der Blattunterseite. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.
Die Blüten stehen einzeln oder in end- oder seitenständigen, ganz unterschiedlich aufgebauten (zymösen, rispigen, traubigen, doldigen oder bündeligen) Blütenständen zusammengefasst. Die Blüten sind meist zwittrig, selten eingeschlechtig; wenn sie eingeschlechtig sind, dann kann je nach Art Monözie, Diözie oder Subdiözie vorliegen.
Die oft duftenden Blüten sind meist radiärsymmetrisch, meist vierzählig und meist mit doppelter Blütenhülle (gelegentlich sind alle Blütenhüllblätter wie Kronblätter gleich geformt). Die meist vier (selten keine oder bis zu 16) Kelchblätter sind paarweise oder alle röhrig verwachsen oder selten fast frei. Die meist vier, selten keine (bei Nestegis, Forestiera und windbestäubten Fraxinus) oder bis zu 16 Kronblätter sind meist verwachsen. Es ist nur der innere Staubblattkreis vorhanden: selten sind es vier, meist nur zwei fertile Staubblätter; sie sind untereinander frei; sie können mit den Blütenhüllblättern verwachsen sein. Manchmal ist kein Staubfaden erkennbar, die Staubbeutel sind dann also sitzend. Die dorsifixen oder basifixen Staubbeutel öffnen sich mit einem Längsschlitz und besitzen keine Anhängsel. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen (synkarpen), zweikammerigen Fruchtknoten verwachsen. Je Fruchtknotenkammer sind meist zwei (eine bis fünfzig) hängende oder aufsteigende, anatrope oder amphitrope, unitegmische, tenuinucellate Samenanlagen in zentralwinkelständiger Plazentation vorhanden. Der einfache Griffel endet in einer meist zweilappigen Narbe.
Es werden ganz unterschiedliche Früchte gebildet: lokulizide Kapselfrüchte, Beeren, Steinfrüchte, oder holzige Zerfallfrüchte, letztere sind oft geflügelt. Die Früchte enthalten nur ein bis vier Samen. Wenn die Samen Endosperm besitzen dann ist es ölhaltig. Der gerade, chlorophylllose Embryo besitzt zwei Keimblätter (Kotyledonen) und ein auf- oder abwärts gerichteter Radicula.
Die Chromosomengrundzahlen betragen x = 10, 11, 13, 14, 23 oder 24.
Alkaloide sind meist vorhanden. Bei vier Gattungen wurden Verbascoside nachgewiesen. Saponine und Flavonole (Quercetin, und/oder Kaempferol) können vorhanden sein. Ursolsäure ist vorhanden.




Die Familie Oleaceae wurde 1809 von Johann Centurius von Hoffmannsegg und Johann Heinrich Friedrich Link in Flore portugaise ou description de toutes les ..., Band 1, S. 62 aufgestellt. Typusgattung ist Olea L. Synonyme für Oleaceae Hoffmanns. & Link nom. cons sind: Bolivariaceae Griseb., Forestieraceae Meisn., Fraxinaceae Vest, Jasminaceae Juss., Lilacaceae Vent. nom. illeg., Nyctanthaceae J.Agardh, Syringaceae Horan.
Die etwa 25 Gattungen mit etwa 600 Arten sind in allen Erdteilen und Klimazonen von den gemäßigten Gebieten bis zu den Tropen verbreitet. In China kommen zehn Gattungen mit 160 Arten vor, davon 95 nur dort. China ist das Zentrum der Artenvielfalt der Gattungen Forsythia, Syringa, Osmanthus und Ligustrum.
Die Familie Oleaceae wird in fünf Tribus und vier Subtribus gegliedert und enthält 25 bis 28 Gattungen mit etwa 600 (400 bis 900) Arten:
Es werden einige Arten aus folgenden Gattungen genutzt: Fraxinus und Forsythia (medizinisch und als Zierpflanze); Jasminum (Jasminöl), Osmanthus (Duftblüte) und Syringa (als Gewürz und als Zierpflanze); Olea (Olivenbaum, Olea europaea, die Frucht und das Öl) und Fraxinus (das Holz).