Oliver Hangl (* 1968 in Grieskirchen, Oberösterreich) ist ein österreichischer Performance- und Medienkünstler, Kurator und Kulturveranstalter. Er lebt und arbeitet in Wien.
Hangl studierte an der Universität Wien Theaterwissenschaft, Filmwissenschaft und Italienisch; außerdem absolvierte er ein Studium der Internationalen Wirtschaftswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien. In den 1990er Jahren arbeitete er unter anderem als Schauspieler und Bühnenbildner; einem breiteren Publikum wurde er durch seine Rolle als „Assistent Robin“ in der Fernsehsendung Phettbergs Nette Leit Show bekannt.
Hangls künstlerische Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Film, Theater, bildender Kunst und öffentlichem Raum. Die Kunsthalle Wien beschreibt seine Arbeiten als nicht an ein einzelnes Medium gebunden; wiederkehrende Motive seien „Realitätsbrüche, Verdoppelungen und Zwischenwelten“. Auch sixpackfilm ordnet ihn als Künstler ein, der zwischen Film, Theater und bildender Kunst operiert und dabei in unterschiedlichen Funktionen – als Künstler, Kurator, Darsteller, Produzent und Regisseur – tätig ist.
Seit 2008 betreibt Hangl in Wien den Projektraum k48 – Offensive für zeitgenössische Wahrnehmung. Der Raum versteht sich als Plattform für zeitgenössische Kunst und diskursive Formate.
2010 gründete er den Wiener Beschwerdechor, ein partizipatives Chorprojekt, das Alltagsbeschwerden und urbane Beobachtungen in musikalische und performative Interventionen überführt. Der Chor wird seit seiner Gründung vom Chorleiter Stefan Foidl musikalisch geleitet. Ö1 und ORF beschrieben das Projekt wiederholt als künstlerische Form der Bürgerbeteiligung im öffentlichen Raum.
Seit Ende 2013 realisiert Hangl außerdem die Reihe Walking Concerts, bei der Musikerinnen und Musiker gemeinsam mit dem Publikum den Stadtraum als mobile Bühne nutzen. Im Rahmen dieser Reihe arbeitete er unter anderem mit Anna Mabo und Austrofred zusammen.
Zu den dokumentierten Kooperationen Hangls zählen insbesondere Arbeiten mit Stefan Foidl im Rahmen des Wiener Beschwerdechors sowie gemeinsame Projekte mit Der Nino aus Wien, Austrofred und Anna Mabo. Darüber hinaus sind werkbezogene Kooperationen mit der Wiener Künstler- und Theoriegruppe monochrom sowie mit Johannes Grenzfurthner dokumentiert.
Zu seinen weiteren Projekten zählt Window Words, eine seit 2020 laufende Reihe im Schaufenster des Projektraums k48, für die er Autorinnen und Autoren sowie Sprachkünstlerinnen und Sprachkünstler einlädt, ortsbezogene Texte im öffentlichen Raum sichtbar zu machen.
Werke Hangls befinden sich in der Artothek des Bundes.
Hangls Arbeit wird in institutionellen Kontexten der österreichischen Gegenwartskunst ebenso rezipiert wie in Medienberichten über Kunst im öffentlichen Raum. Die Kunsthalle Wien hob insbesondere die medienübergreifende Anlage seiner Praxis hervor, während Ö1 und ORF wiederholt seine Projekte im Spannungsfeld von Stadt, Partizipation und Intervention behandelten.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hangl, Oliver |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Performance- und Medienkünstler, Kurator und Kulturveranstalter |
| GEBURTSDATUM | 1968 |
| GEBURTSORT | Grieskirchen, Oberösterreich |