| Wiener Beschwerdechor | |
|---|---|
| Gründung | 2010 |
| Auflösung | 2025 |
| Gründer | Oliver Hangl |
| Sitz | Wien |
| Zweck | musikalische und performative Interventionen im öffentlichen Raum |
| Vorsitz | Oliver Hangl, Stefan Foidl |
| Website | www.wienerbeschwerdechor.at |
Der Wiener Beschwerdechor war ein 2010 von dem Wiener Performance- und Medienkünstler Oliver Hangl gegründetes, partizipatives Chorprojekt. Gemeinsam mit dem Chorleiter Stefan Foidl entwickelte er musikalische und performative Arbeiten, die im öffentlichen Raum und in kulturellen Kontexten präsentiert wurden. Das Projekt war bis Ende 2025 aktiv.
Medien beschrieben den Chor als ein Projekt, das Stimmen aus der Stadtgesellschaft aufgreife und strukturiert verarbeite.
Der Wiener Beschwerdechor wurde 2010 gegründet und entwickelte ein langfristig angelegtes Programm, das musikalische Arbeit mit sozialer Beobachtung verband. Das Projekt knüpft an ähnliche gemeinschaftsbasierte Initiativen an und gehörte zeitweise zu den zahlenmäßig größten Projekten dieser Art.
Die Grundlage für die Chorarbeiten bildeten Textvorschläge aus Einsendungen sowie aus dem Austausch mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Der Standard bezeichnete die Methode als eine Form der musikalischen Verarbeitung von Alltagsbeobachtungen.
Nach 16 Jahren, in denen der Chor in unterschiedlichen urbanen und institutionellen Kontexten auftrat, wurde das Projekt Ende 2025 beendet.
Oliver Hangl ist Performance- und Medienkünstler. Seine Arbeiten beschäftigen sich häufig mit Interventionen im öffentlichen Raum.
Stefan Foidl ist Chorleiter, Komponist und Arrangeur mit Schwerpunkt auf nicht-traditioneller Chorpraxis.
Der Chor verband musikalische Arbeit mit performativen und ortsspezifischen Elementen. ORF Ö1 beschrieb das Projekt als eine Form der künstlerischen Auseinandersetzung mit öffentlichen Räumen und gesellschaftlichen Fragestellungen.
Die musikalische Gestaltung umfasste unterschiedliche Stilrichtungen, darunter Wienerlied, Walzer, Pop und zeitgenössische Musik.
Die Textgrundlagen entstanden überwiegend im Austausch mit den Beteiligten. Texte stammen von Oliver Hangl sowie weiteren Autorinnen und Autoren. Die Kompositionen und Arrangements wurden größtenteils von Stefan Foidl erstellt.
Medien berichteten über Kooperationen mit diversen Musikern und Künstlern wie Sibylle Kefer, Dieter Kaufmann, Manuela Kerer, Mieze Medusa, I-Wolf/Franz Reisecker, Gerhard Rühm, ensemble XX. jahrhundert. Auftragskompositionen wurden u. a. an Der Nino aus Wien, Voodoo Jürgens, 5/8erl in Ehr’n, Willi Landl, Sir Tralala, Laokoongruppe, Fuzzman, EsRAP, Anna Mabo vergeben. Weiters schreiben Franz Adrian Wenzl und Manfred Rebhandl Auftragslibretti für den Chor.
2021 veröffentlichte der Chor ein Album beim Label Schallter.
Der Chor trat in unterschiedlichen städtischen Situationen, an kulturellen Orten und bei Festivals auf. Im Jahr 2018 war er Teil des Programms des Popfest Wien.
Lokale Medien berichteten über öffentliche Auftritte im Stadtgebiet.
Neben musikalischen Arbeiten entstanden Foto- und Videoarbeiten zu urbanen und sozialen Themen. Das MuseumsQuartier Wien präsentierte einzelne dieser Arbeiten im Rahmen seines Programms.
Berichte über den Chor erschienen in folgenden Medien: