Nach dem Abitur studierte Lerbs zunächst Betriebswirtschaftslehre, anschließend Volkswirtschaftslehre an der Universität Münster. Dort erlangte er einen Abschluss als Diplom-Volkswirt. Im Jahr 2012 promovierte er an derselben Universität mit einer kumulativen Dissertationsschrift über die Bildung von Wohneigentum in Deutschland. Die Dissertation erhielt die Note summa cum laude. 2012 wurde sie mit dem Forschungspreis der Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung ausgezeichnet, 2013 mit dem Forschungspreis der Deutschen Immobilien-Akademie an der Universität Freiburg.
Von 2013 bis 2018 forschte Lerbs am ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim. Zum 1. August 2018 wurde er auf eine Professur für Volkswirtschaftslehre und Rechnungswesen an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW) berufen.
Lerbs hat zusammen mit anderen Wissenschaftlern Arbeiten zu aktuellen Problemen am deutschen Wohnungsmarkt und dessen Regulierung vorgelegt, u. a. zum aktuellen Rückgang der Wohneigentumsquote, zum qualifizierten Mietspiegel sowie zur Wirtschaftlichkeit im öffentlich geförderten Mietwohnungsbau. Er tritt für stärkere wohnungs- und städtebaupolitische Anreize zur privaten Wohneigentumsbildung in Deutschland ein, das nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes mit rund 42 % die niedrigste Wohneigentumsquote innerhalb der Europäischen Union aufweist.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lerbs, Oliver |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Ökonom |
| GEBURTSDATUM | 1983 |