
Omoni Oboli (* 22. April 1978) ist eine nigerianische Schauspielerin, Drehbuchautorin, Filmregisseurin, Produzentin und Autorin, die in Nollywood sowohl vor als auch hinter der Kamera arbeitet. Sie wurde durch Rollen in The Figurine und Anchor Baby sowie durch eigene Regie- und Produktionsarbeiten wie Being Mrs Elliott, Wives on Strike und Okafor’s Law bekannt.
Omoni Oboli wurde in Benin City geboren und wuchs auf dem Gelände der Delta Steel Company in Aladja auf. Sie studierte Französisch an der University of Benin und absolvierte außerdem an der New York Film Academy eine Ausbildung zur digitalen Filmemacherin. Während ihres ersten Studienjahrs kam sie nach Nollywood, legte danach jedoch zum Abschluss ihres Studiums und für ihre Familie eine längere Pause ein. Nach ihrer Rückkehr im Jahr 2009 baute sie ihre Karriere neu auf, wobei The Figurine und Anchor Baby zu den Produktionen gehörten, die sie wieder in die Öffentlichkeit rückten. Im Jahr 2018 veröffentlichte sie das Buch The Stars Are Ageless; außerdem wurde sie in die Archbishop Desmond Tutu Leadership Fellowship aufgenommen.
Obolis Filmkarriere begann 1996 mit einer Rolle in Bitter Encounter; anschließend spielte sie in Shame, Not My Will, Destined to Die und Another Campus Tale. Als Schauspielerin trat sie überdies in Render to Caesar, Being Mrs Elliott, Feathered Dreams und Fifty auf. Für ihre Rolle in Anchor Baby gewann sie 2010 die Auszeichnungen Best Actress Narrative Feature bei den Los Angeles Movie Awards und Best Actress beim Harlem International Film Festival. Als Autorin, Produzentin und Regisseurin entwickelte sie Being Mrs Elliott, The First Lady, Wives on Strike, Okafor’s Law, Moms at War, Love is War und Wives on Strike: The Revolution. Mit der Reihe Wives on Strike griff sie gesellschaftliche Themen wie Kinderheirat und häusliche Gewalt auf. Ihr Film Okafor’s Law wurde im Jahr 2016 im Lagos-Schwerpunkt City to City des Toronto International Film Festival gezeigt und hatte dort seine Weltpremiere. Nach einem Urheberrechtsstreit um Okafor’s Law entschied das höchste Bundesgericht in Lagos 2019 zugunsten von Oboli, ihrer Produktionsfirma Dioni Visions und FilmOne. In den 2020er-Jahren verlagerte sie einen Teil ihrer Arbeit auf digitale Distribution und baute über YouTube eine eigene Veröffentlichungsstruktur auf. Der von ihr produzierte Film Love in Every Word: The Movie erreichte 2025 innerhalb einer Woche mehr als 13 Millionen Aufrufe auf YouTube. Ihr Kanal Omoni Oboli TV wurde 2025 bei einer YouTube-Veranstaltung in Lagos als Top Creator Channel ausgezeichnet.
| Personendaten | |
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| NAME | Oboli, Omoni |
| KURZBESCHREIBUNG | nigerianische Schauspielerin, Drehbuchautorin, Filmregisseurin, Produzentin und Autorin |
| GEBURTSDATUM | 22. April 1978 |