Onno ist ein Diminutivum aus dem (ost-)friesischen. Der Namensstamm ist allerdings kaum erkennbar, so dass eine eindeutige Herkunft schwer zu belegen ist.
Laut Tammena stammt der Name vermutlich vom altsächsischen „unnan“ (deutsch: „gönnen“). Raveling verweist neben „unnan“ auch auf mittelniederländisch „onnan“ (ebenfalls „gönnen“). Laut Duden stammt der Name vermutlich vom althochdeutschen „gunnen“ oder mittelniederländischen „gehe-onnen“ bzw. „onnen“ (beides im Deutschen in der Bedeutung „gönnen“). Nach diesen Ableitungen kann Onno als „Der Gönnende“ übersetzt werden.
Nach Seibicke ist Onno die zweistämmige niederdeutsche Kurzform von Zusammensetzungen mit Od.
Der Name Onno kommt in Deutschland seit 2009 jährlich in der Namensgebung vor. In den letzten zehn Jahren wurden rund 390 Jungen so genannt. In der Schweiz tragen 30 Personen den Namen (Stand 2024). In Österreich wurde der Name seit 1989 insgesamt vier Mal vergeben, das letzte Mal im Jahr 2024. In den nordischen Ländern Norwegen, Schweden und Dänemark wird der Name nur sehr selten gewählt. Der Vorname wird in den Niederlanden seit 1930 fast jedes Jahr bei der Namenswahl berücksichtigt. Von 1930 bis 2023 wurde er circa 3.800 Mal vergeben. Die Vergabe ist auch in Belgien, Schottland und Kanada nachgewiesen.
Varianten
Andere Formen sind: One, Onne, Onna, Onke, Onko, Onka, Onneke, Onneka, Ontje, Ontjo, Ontja, Ontke, Ontko, Unne, Unno, Untje, Unke, Uniko; bei Ableitung von zweistämmigen Namen auch: Omme, Ommo, Umme, Ummo, Umma, Uma.
Die Formen auf -o sind dabei historisch (fast) ausschließlich als männliche Rufnamen verwendet worden, die auf -a als weibliche Rufnamen, während die auf -e endenden Formen nicht geschlechtsgebunden sind.