| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 47° 38′ N, 9° 50′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Lindau (Bodensee) | |
| Höhe: | 599 m ü. NHN | |
| Fläche: | 16,77 km² | |
| Einwohner: | 2345 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 140 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 88145 | |
| Vorwahl: | 08385 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LI | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 76 122 | |
| LOCODE: | DE OPB | |
| Gemeindegliederung: | 17 Gemeindeteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Bodenseestraße 19 88145 Opfenbach | |
| Website: | www.opfenbach.de | |
| Bürgermeister: | Matthias Bentz (CSU/Fr.Wsch.-Unabh.Bürgerliste) | |
| Lage der Gemeinde Opfenbach im Landkreis Lindau (Bodensee) | ||

Opfenbach (westallgäuerisch Opfebach) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee).
Opfenbach liegt in der Region Allgäu, genauer im Westallgäu, etwa 15 Kilometer nordöstlich von Lindau (Bodensee). Hier ist der nördlichste Ausläufer des Pfänderstocks, der hier allmählich ins Alpenvorland übergeht.
Die Gemeinde hat 17 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Die Einöden Hammerschmiede und Kleyenmühle sind keine amtlich benannten Gemeindeteile.
Nahe am gleichnamigen Hauptort entspringt der Opfenbach, der über den Schutzbach in die Leiblach entwässert.
Durch das Gemeindegebiet, wie auch durch Opfenbach selbst, verläuft die historische Trasse der antiken Römerstraße Kempten–Bregenz. In Opfenbach und Mellatz fanden sich Reste von römischen burgi, turmartigen Gebäude, die zur Verstärkung der Grenzbefestigung zwischen den Kastellen im Abstand von etwa 1,5 bis 2 Kilometer, mit einer fast quadratischen Grundfläche von zehn bis zwölf Metern Seitenlänge errichtet wurden. Diese dienten sowohl der Sicherung der Militärstraße, als auch dem Schutz der letzten Grenzlinie des spätantiken Roms, dem Donau-Iller-Rhein-Limes. (Siehe → Liste der Kastelle am DIRL)

Der Ort wurde 872 erstmals urkundlich genannt („in marcu villule … Offinbach“). In der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts gehörte Opfenbach zum Herzogtum Schwaben und lag im Argengau. Später war Opfenbach Teil der österreichischen Herrschaft Bregenz-Hohenegg. Namensgebend war die abgegangene Burg Hohenegg (Gde. Grünenbach, Lkr. Lindau). Die Herrschaft geht auf die seit 1240 bezeugten Edlen von Hohenegg zurück, die sie aber 1359 an die Grafen von Montfort verkauften. Von diesen gelangte die mehrfach verpfändete Herrschaft 1451 an Herzog Sigmund von Tirol (reg. 1443–1496). Während des Dreißigjährigen Kriegs brannten 1632 die Schweden Kirche und Pfarrhof nieder und in den folgenden Jahren wütete die Pest im Dorf. Seit den Friedensverträgen von Brünn und Pressburg 1805 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
| Jahr | 1970 | 1987 | 1991 | 1995 | 2000 | 2005 | 2010 | 2015 | 2020 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 1879 | 1952 | 2154 | 2145 | 2196 | 2209 | 2312 | 2278 | 2349 |
Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2014 auf 2290 um 276 Einwohner bzw. um 13,7 %.
Die 14 Sitze im Gemeinderat verteilten sich nach der Gemeinderatswahl am 8. März 2026 auf die beiden Listen „Opfenbach direkt“ (7108 Stimmen) und kandidierende Liste „Gemeinsam für Opfenbach“ (7084 Stimmen), die je sieben Sitze erhielten. Bei der Wahl im Jahr 2020 waren alle 14 Sitze an die Liste „Opfenbach direkt“ gefallen.
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Der amtierende Bürgermeister Matthias Bentz ist bei der Kommunalwahl 2026 mit 1055 von 1122 gültigen Stimmen erneut im Amt bestätigt worden.
| Blasonierung: „In Silber über grünem Querbach der Rumpf eines goldgehörnten roten Einhorns“ | |
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Wappenführung seit 1930 |
Nach der amtlichen Statistik gab es 2023 insgesamt 675 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort Opfenbach. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 969. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Im Jahr 2020 bestanden zudem 35 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 915 ha, davon waren 892 ha Dauergrünfläche.
Die Firma Sito International produzierte in Opfenbach die Topf-Reiniger für Schleckers Marke „AS Home“.
Der Haltepunkt Opfenbach lag an der Bahnstrecke Buchloe–Lindau. Die Züge fahren inzwischen ohne Halt durch.
Im Jahr 2024 bestanden folgende Einrichtungen:
Im Gemeindeteil Mywiler besteht auf einem 1,5 ha großen Gelände eine Fußballgolfanlage mit 18 Bahnen. Ein breitensportangebote bietet der Turn- und Sportverein Opfenbach 1909 e. V. (TSV Opfenbach) mit den Abteilungen Fußball (Fußball-Jugend, Fußball-Aktive und AH), Lauftreff, Tischtennis, Turnen und Volleyball. Zudem besteht in der Gemeinde der Schützenverein SV 1863 Opfenbach e. V.
Im Gemeindeteil Wigratzbad gibt es eine katholische Gebetsstätte mit Exerzitienhaus. Nach einer Privatoffenbarung Antonie Rädlers in einer kleinen Kapelle („Gnadenkapelle“) entwickelte sich die Gebetsstätte nach und nach, bis hin zum Bau der Sühnekirche in moderner roter Stahlarchitektur (Architekt Gottfried Böhm). In Wigratzbad wird die Gottesmutter unter dem Attribut Unserer Lieben Frau vom Siege verehrt; die Sühnekirche ist den heiligsten Herzen Jesu und Mariens geweiht. Die sterblichen Überreste Antonie Rädlers und des langjährigen Pilgerseelsorgers Pater Johannes Schmid CP, der im Ruf der Heiligkeit steht, ruhen in einer eigenen Krypta.
In Wigratzbad befindet sich neben dem Priesterseminar auch der Sitz des deutschen Distrikts der Priesterbruderschaft St. Petrus. Außerdem hat der Sender K-TV hier seinen Sitz.