Ourense

Ourense
Wappen Karte von Spanien
Ourense (Spanien)
Ourense (Spanien)
Basisdaten
Land: Spanien Spanien
Autonome Gemeinschaft: Galicien Galicien
Provinz: Ourense
Comarca: Ourense
Gerichtsbezirk: Ourense
Koordinaten: 42° 20′ N, 7° 52′ WKoordinaten: 42° 20′ N, 7° 52′ W
Höhe: 135 msnm
Fläche: 84,77 km²
Einwohner:105.769 (Stand: 2025)
Bevölkerungsdichte:1.248 Einw./km²
Postleitzahl(en): 32001–32005
Gemeindenummer (INE): 32054 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Gonzalo Pérez Jácome
Website: www.ourense.gal
Gemeindegliederung
Lage der Stadt
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Ourense (galicisch und offiziell; kastilisch Orense, siehe Name) ist eine Stadt im Nordwesten Spaniens am Rio Miño in der Autonomen Region Galicien (galicisch Comunidade Autónoma de Galicia). Ourense ist Regierungssitz der gleichnamigen Provinz.

Name

Der Name der Stadt leitet sich möglicherweise von „a cidade de ouro“ (Auriense, die Stadt des Goldes) ab und beschreibt die enormen Vorkommen des Edelmetalls, das am Fluss gefunden werden konnte. Eine weitere Theorie besagt, dass die Römer der Stadt den Namen Aquae Urentes (brennende Wasser) wegen der As Burgas genannten Schwefelquellen gaben. Burgas wiederum entstammt wohl dem lateinischen burca für „Becken“.

Geographie

In und um Ourense treten drei heiße Quellen am Flussufer des Miño aus, die als As Burgas bekannt sind. Der Fluss verläuft durch die Provinz Ourense und etwa in der Mitte seines Verlaufs durch die Stadt selbst. Die vorgelagerte Strecke, von Los Peares bis in die Nähe von Ourense, wird durch ein Tal gebildet, das ungefähr 300 m breit ist und an dem man wunderbare Aussichtspunkte und große landschaftliche Schönheit findet. Am linken Flussufer erhebt sich der Montealegre, an den sich die Stadt schmiegt, und der das Tal nach Osten hin verschließt. Die Berge in der Region sorgen für ein Mikroklima, am Übergang von den am Atlantik gelegenen Rías Baixas und dem kontinentalen Klima des Binnenlandes, das von nasskalten Wintern und extrem heißen, aber auch schwülen Sommern geprägt ist.

Geschichte

Ponte romana

Die Römer ließen sich in dem Gebiet des heutigen Ourense nieder, da sie die heißen Quellen als Thermal- und Heilbrunnen schätzten. Sie errichteten eine Brücke über den Fluss, die Ponte romana (galicisch auch Ponte Vella für „Alte Brücke“), und schufen damit einen wichtigen Verbindungsweg.

Im 5. Jahrhundert wurde Ourense Sitz des Bistums Ourense. Als Hauptstadt des Königreiches der Sueben erlebte Ourense im 5. und 6. Jahrhundert eine Blütezeit. Der Suebenkönig Teodomiro († 570) baute nach seinem Übertritt vom Arianismus zum Katholizismus die erste Kathedrale von Ourense. Ständige Raubzüge der maurischen Eroberer unter Abdelaziz und dem Almansor sowie der Normannen verwüsteten die Stadt so sehr, dass sie mehrere Jahrhunderte fast unbewohnt blieb. 1071 unter dem persönlichen Schutz des Königs Sancho II. von Kastilien gelang der endgültige Wiederaufbau. Als Bischofssitz erlangte die Stadt in den folgenden Jahrhunderten Bedeutung als geistliches Zentrum, aber zunehmend auch als Handelsstadt. Im 13. Jahrhundert war Ourense aufgrund der geografischen Lage und durch seine große jüdische Gemeinde ein wichtiges Handelszentrum in Galicien. Der wirtschaftliche Niedergang setzte nach der Vertreibung der ourensanischen Juden im Jahre 1492 durch die Katholischen Könige ein. In den nachfolgenden Jahrhunderten nahm die Bedeutung Ourenses stetig ab.

Bis zum 18. Jahrhundert gab es herrschaftliche Rechtsstreitigkeiten; trotzdem gedieh zu dieser Zeit der Handel mit Wein und Öl. Im 19. Jahrhundert stieg die Bedeutung der Stadt weiter, vor allem wegen neuer Verkehrswege.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielte die Stadt eine bedeutende Rolle in der Verwaltung, im Verkehr und beim Handel. Die neue Brücke Ponte Nova und eine kleine Industriezone bildeten die Grundlage für die Entwicklung im Viertel von Ponte, aber auch die Infrastruktur in der historischen Stadt wuchs weiter. Eine lokale Zeitung und die Sparkasse Caixa de Aforros wurden gegründet, der Kultur- und Freizeitbereich entwickelte sich. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beendete man den Bau der Bahnstrecke Ourense–Zamora und schuf durch den Bau einer neuen Brücke einen weiteren Zugang nach Galicien. 1959 wurde mit der Sierra-de-la-Culebra-Linie eine schnelle Eisenbahnverbindung nach Madrid geschaffen. Diese Maßnahmen führten zu Wirtschaftswachstum, vermehrter Nachfrage nach Arbeitskräften und zu einer Ausweitung des Wohnmarktes.

Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde

Legende: OrenseOrense + CanedoOurense + Canedo
Quelle: INE-Archiv – grafische Aufarbeitung für Wikipedia

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Ourense ist in 18 Parroquias gegliedert:

Parroquias Patrozinium Einwohner
2024
Fläche
km²
Dichte
Einw./km²
Höhe
msnm
Ortskennzahl
Arrabaldo Santa Cruz 639 5,18 123 120 32054010000
Beiro Santa Baia 274 6,53 42 348 32054020000
Canedo San Miguel 482 6,39 75 110 32054220000
O Castro de Beiro Santo André 223 5,72 39 401 32054040000
Ceboliño Bo Xesús 193 1,71 113 296 32054050000
Cudeiro San Pedro 913 3,09 295 220 32054060000
Montealegre A Milagrosa 108 2,98 36 0 32054080000
Ourense 97.539 15,85 6.154 135 32054000100
Palmés San Mamede 250 7,38 34 394 32054110000
Rairo Santa Lucía 473 1,18 401 206 32054120000
Reza Santa María 313 1,69 185 153 32054130000
Santa Mariña do Monte Santa Mariña 181 5,34 34 336 32054070000
Seixalbo San Breixo 1.097 6,69 164 201 32054140000
Trasalba San Pedro 16 1,04 15 0 32054160000
Untes Santo Estevo 254 3,02 84 239 32054170000
Velle Santa Marta 733 3,22 228 155 32054180000
Vilar de Astrés Purísima Concepción 429 6,39 67 397 32054190000
Vista Fermosa San Xosé 133 1,41 94 194 32054200000

Wirtschaft

Beschäftigungszahlen der Gemeinde Ourense in den Wirtschaftszweigen
Stand: April 2025
Sektor Beschäftigte Anteil in Prozent
Ackerbau, Viehzucht und Fischerei4531,14
Industrie4.67811,78
Bauwirtschaft2.3145,83
Dienstleistungsbetriebe32.28081,26
Total39.725100,00
* Daten aus dem Statistischen Amt für Wirtschaftliche Entwicklung in Galicien, IGE

Sehenswürdigkeiten

70 Grad warmes Wasser
Park As Burgas
Die Kathedrale von Ourense
Ourense Ansicht 1
Ourense Ansicht 2

Bildung

In Ourense befindet sich eine Außenstelle der Universität Vigo.

Freizeitaktivitäten in und um Ourense

Feste und Veranstaltungen

Sport

Der aus Ourense stammende Fußballverein CD Ourense wurde 1952 gegründet und spielte 13 Saisons in der Segunda División. 2014 wurde der Verein aufgelöst.

Partnerstädte

Söhne und Töchter der Stadt

Commons: Ourense – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:MUNICIIOS.csv Spalte:ALTITUD
  2. ↑ Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:MUNICIIOS.csv Spalte:SUPERFICIE
  3. ↑ Instituto Nacional de Estadística Municipal Register of Spain
  4. ↑ Gesetz 2/1998, vom 3. März, über die Änderung der Namen der Provinzen La Coruña und Orense. (PDF, 43KB) In: BOE núm. 54. 4. März 1998, S. 7392, abgerufen am 17. Februar 2013 (spanisch).
  5. ↑ Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:ENTIDADES.csv Spalte:POBLACION
  6. ↑ JOSM – Java-OpenStreetMap-Editor
  7. ↑ Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:ENTIDADES.csv Spalte:ALTITUD