Oskar Baldinger (* 24. Juli 1936; † 26. Februar 2015 in Umiken) war ein Schweizer Industriearchäologe und Ingenieur. Er war Herausgeber und Chefredaktor der Fachzeitschrift Industriearchäologie.
Oskar Baldinger war ein Maschinenbauingenieur mit grossem Interesse an allem Technischen. Er wohnte in Umiken bei Brugg, wo er 2015 plötzlich starb.

1977 war das «Geburtsjahr» für die Industriearchäologie in der Schweiz. An der ETH Zürich wurde eine Arbeitsgruppe für Technikgeschichte gegründet; dazu gehörte auch Hans-Peter Bärtschi. Parallel dazu begann Oskar Baldinger die Zeitschrift Industriearchäologie herauszugeben. Darin veröffentlichte auch Hans-Peter Bärtschi Artikel.
Baldingers für Schweizer Industriearchäologen wichtige Zeitschrift machte einen starken Wandel durch. Die ersten Ausgaben waren Bleiwüsten mit wenigen schwarz-weissen Fotos. Die letzten Ausgaben waren bunt, ohne Reklamen, dafür voller Grafiken und Erklärungen der oft exotischen Techniken, die vorgestellt wurden. Baldinger hatte die Fähigkeit, komplizierte Vorgänge einfach zu erklären. Er machte sich auch viele Gedanken, wie die Industriearchäologie ins tägliche Leben eingebaut werden kann: Reisen, Gebäudetechnik, Tourismus, Tipps für Museen bis zum Umgang mit moderner Technik.
1983 bestimmte die neu gegründete Schweizerische Vereinigung für Technikgeschichte (SVTG) die Zeitschrift Industriearchäologie zu ihrem Organ. Baldinger wurde zum Vizepräsidenten der Vereinigung gewählt.
Mit Oskar Baldingers Tod endete auch die Existenz der Zeitschrift Industriearchäologie.
Baldinger interessierte sich für Kunst und malte selbst auch. Zudem gab er eine weitere Zeitschrift, über Computer, heraus.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Baldinger, Oskar |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Industriearchäologe und Ingenieur |
| GEBURTSDATUM | 24. Juli 1936 |
| STERBEDATUM | 26. Februar 2015 |
| STERBEORT | Umiken |