Osserich
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1402 als „Ossero“ erstmals urkundlich erwähnt, 1495 „Osrach“, 1533 „Osserich“. Dem Ortsnamen liegt das slawische Wort „osa“ mit dem Suffix „-ro“ zugrunde, zu deutsch eine mit Espen bewachsene Örtlichkeit.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Osserich aus 7 Anwesen (5 Halbhöfe, 2 Sölden ). Das Hochgericht , die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen übte das bayreuthische Vogteiamt Wirsberg aus.
Von 1797 bis 1810 unterstand Osserich dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach . Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Wirsberg und der im selben Jahr gebildeten Munizipalgemeinde Wirsberg zugewiesen. 1812 erfolgte die Überweisung an das Steuerdistrikt und Ruralgemeinde Neufang . Am 1. April 1971 wurde Osserich in die Gemeinde Wirsberg eingegliedert.
Baudenkmäler
Haus Nr. 5: Wohnstallhaus
Einwohnerentwicklung
Jahr
00 180900 181800 186100 187100 188500 190000 192500 195000 196100 197000 1987
Einwohner
45 51 46 51 51 41 35 51 30 33 30
Häuser
7 7 7 7 7 7 9
Quelle
Literatur
Rüdiger Barth : Kulmbach: Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken . I, 38). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2012, ISBN 978-3-7696-6554-3 .
Johann Kaspar Bundschuh : Oesterrich . In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken . Band 4 : Ni–R . Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301 , OCLC 833753101 , Sp. 259 ( Digitalisat ).
Johann Kaspar Bundschuh : Oßerich . In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken . Band 4 : Ni–R . Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301 , OCLC 833753101 , Sp. 276 ( Digitalisat ).
Erich Freiherr von Guttenberg : Land- und Stadtkreis Kulmbach (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken . Band 1 ). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1952, DNB 451738918 , S. 120 .
Georg Paul Hönn : Oßerich . In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises . Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613 , S. 281 ( Digitalisat ).
Otto Knopf : Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon . Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5 , Sp. 462 .
Fußnoten
1 2 Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.) : Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987 . Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X , OCLC 231287364 , S. 317 ( Digitalisat ).
↑ E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach. S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „osseʳich“.
↑ Gemeinde Wirsberg, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 15. Januar 2025.
↑ Webkarte. ALKIS® -Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas . LDBV , abgerufen am 15. Januar 2025 .
↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung . In: BayernAtlas . LDBV , abgerufen am 15. Januar 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie ).
↑ E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach , S. 120.
1 2 R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis , S. 627.
1 2 R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis , S. 768.
↑ Wirsberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie , abgerufen am 15. Januar 2025 .
↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
↑ R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis , S. 726.
↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter : Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon . In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern . Band 5 . Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812 , Sp. 898 , urn : nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 ( Digitalisat ).
↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.) : Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875 . Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026 , 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1070 , urn : nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 ( Digitalisat ).
↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.) : Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131 , Abschnitt III, Sp. 1019 ( Digitalisat ).
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↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.) : Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928 . Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923 , OCLC 215857246 , Abschnitt II, Sp. 1101 ( Digitalisat ).
↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.) : Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950 . Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975 , OCLC 183218794 , Abschnitt II, Sp. 953 ( Digitalisat ).
1 2 Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.) : Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961 . Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959 , OCLC 230947413 , Abschnitt II, Sp. 701 ( Digitalisat ).
↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.) : Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern . Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384 , OCLC 220710116 , S. 163 ( Digitalisat ).