| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 49′ N, 6° 45′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Trier-Saarburg | |
| Verbandsgemeinde: | Schweich an der Römischen Weinstraße | |
| Höhe: | 133 m ü. NHN | |
| Fläche: | 31,08 km² | |
| Einwohner: | 7663 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 247 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 54338 | |
| Vorwahl: | 06502 | |
| Kfz-Kennzeichen: | TR, SAB | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 2 35 125 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Brückenstraße 26 54338 Schweich | |
| Website: | stadt-schweich.de | |
| Stadtbürgermeister: | Lars Rieger (CDU) | |
| Lage der Stadt Schweich im Landkreis Trier-Saarburg | ||



Schweich (von keltisch Soiacum) ist eine Stadt an der Mittelmosel im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz im moselfränkischen Dialektraum. Schweich ist der Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße, der die Stadt und 18 weitere Ortsgemeinden angehören. Ein Stadtteil von Schweich ist Issel. Schweich ist gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.
Schweich liegt am Rande des Meulenwaldes. Zwischen Schweich-Issel und Trier-Quint liegt der Rothenberg.
Fließgewässer im Stadtgebiet sind die Mosel mit ihren linken Nebenflüssen Quintbach, Merzbach, Ermesgraben, Föhrenbach (mit dem Lehmbach) und Landwehrgraben.
Schweich bezeichnet das Messtischblatt Nr. 6106 (früher Nr. 3456) der topografischen Karte im Maßstab 1:25.000.
Zur Stadt Schweich gehören der Ortsbezirk Issel mit den Gemeindeteilen Am Tunnel und Unterm Rotenberg sowie die weiteren Gemeindeteile Schweich, Am Atzertwald, Am Bahnhof Schweich, Am Heilbrunnen, Andresmühle, Auf Mascheid, Auf Schodenpfädchen, Bohnenfeldhof, Forsthaus in der Quint, Haardthof, Haus Mülchen, Hinter der Andresmühle, Kempsmühle, Leinenhof, Loiseleuxmühle, Molitorsmühle, Osterbornhof, Schimmelhof und Thesenmühle.
Benachbart sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden): Zemmer, Naurath (Eifel), Föhren, Hetzerath, Bekond, Mehring, Longen, Longuich und die Stadt Trier.
Römische Funde am Ostrand von Schweich und am Heidekopf, etwa vier Kilometer von Schweich entfernt, belegen eine Besiedlung zu jener Zeit. Fränkische Gräber wurden im westlichen Ortsteil, an der Straße nach Issel, gefunden.
Teile eines Bodenmosaiks mit der Göttin Venus und zwei Amoretten aus einer römischen Villa in Schweich bei Trier aus dem 3. Jahrhundert befinden sich heute im Rheinischen Landesmuseum Trier unter der Inventarnummer Venus Mosaik Inv. 1925,353 RLM Trier.
Schweich wurde urkundlich erstmals im Jahre 721 als Soiacum erwähnt: die fränkische Edeldame Bertrada und ihr Sohn Charibert schenkten dem von ihnen neu gegründeten Kloster Prüm einen Hof an der Mosel. 762 ging der ganze Ort in den Besitz des Klosters über.
Auf den Resten der römischen Villa wurde der Niederprümer Hof errichtet, der dem Prümer Kloster als Verwaltungssitz diente. In dem restaurierten Gebäude von 1706 ist heute ein Kulturzentrum untergebracht.
In mittelalterlicher Zeit gab es die Quintburg auf dem Burgberg oberhalb des Kaiserhammerweihers und nicht weit davon entfernt im Distrikt Kastelaun eine Wallburg.
Am Wahrzeichen der Stadt, dem Fährturm am Yachthafen, war einer der wichtigsten Fährübergänge der Mosel der Straße Trier – Koblenz. Nördlich der Stadt liegt der Bahnhof von Schweich, der 1878 mit der Anbindung an die Bahnstrecke Trier – Wittlich errichtet wurde.
In kurtrierischer Zeit gehörte Schweich mit dem Sitz einer Schultheißerei zum Amt Pfalzel. In französischer Zeit wurde Schweich Sitz einer Mairie und Sitz des Kantons Schweich mit den weiteren Mairies Longuich, Hetzerath, Mehring, Sehlem und Trittenheim. Aus der preußischen Bürgermeisterei Schweich und dem späteren Amt Schweich entstand 1968 die Verbandsgemeinde Schweich.
Das St. Joseph Hospital (Krankenhaus) in der Klosterstraße wurde 1869 in Betrieb genommen und von den Franziskanerinnen vom hl. Josef geführt. Eine Hauskapelle wurde im Juli 1965 eingeweiht. Seit 1965 erfolgt eine Nutzung als Altenheim. Das Haus wurde zuletzt im Jahre 2016 modernisiert und erweitert.
Auf den Wiesen unterhalb der Moselbrücke stand bis 1957 die Ruine eines Kalkofens, der bis 1937 in Betrieb war.
Am 7. Juni 1969 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Issel nach Schweich eingemeindet. Die Stadtrechte wurden am 30. Mai 1984 verliehen.
Der Trompetenbaum in Schweich neben dem Hisgenhaus war weithin bekannt. Er wurde 1799 gepflanzt und 2012 aus Sicherheitsgründen entfernt. An seiner Stelle entstand eine künstlerische Nachbildung eines Baumes. 2019 wurde am Verkehrskreisel in der Bahnhofstraße ein neuer Trompetenbaum gepflanzt.
Die Entwicklung der Einwohnerzahl, bezogen auf das heutige Gebiet der Stadt Schweich, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:
| Schweich: Einwohnerzahlen von 1815 bis 2024 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1815 | 1.381 | |||
| 1835 | 2.494 | |||
| 1871 | 3.000 | |||
| 1905 | 3.616 | |||
| 1939 | 4.217 | |||
| 1950 | 4.597 | |||
| 1961 | 5.071 | |||
| 1970 | 5.590 | |||
| 1987 | 5.511 | |||
| 2005 | 6.522 | |||
| 2011 | 6.778 | |||
| 2017 | 7.844 | |||
| 2018 | 7.827 | |||
| 2019 | 7.848 | |||
| 2020 | 7.866 | |||
| 2021 | 7.940 | |||
| 2022 | 7.603 | |||
| 2023 | 7.623 | |||
| 2024 | 7.643 | |||
Die Stadt Schweich in der Nähe der Bischofsstadt Trier ist traditionell katholisch geprägt. Die Pfarrkirche St. Martin wurde 1894–96 erbaut. Auch eine evangelische Kirche ist in Schweich vorhanden, in der regelmäßig Gottesdienste und Konfirmationen durchgeführt werden. Seit 1639 ist auch eine jüdische Gemeinde belegt; Relikte sind der jüdische Friedhof und die ehemalige Synagoge. Im Rahmen eines Projektes von Jugendlichen aus dem örtlichen Jugendraum wurde – erfolglos – versucht, noch heute anwesende Juden in Schweich ausfindig zu machen; es konnten immerhin noch Zeitzeugen von damals interviewt werden.
Schweich ist Gründungsort und Standort des Mutterhauses der 1867 von Alphonsa Kuborn gegründeten Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen vom hl. Josef. Eine Gedenktafel für Schwester Alphonsa Kuborn befindet sich in der Sommergasse 3 in Schweich.
Ende Dezember 2023 waren 59,7 % der Bevölkerung katholisch, 8,9 % evangelisch und 31,4 % konfessionslos oder einer anderen Glaubensgemeinschaft angehörig. Der Anteil der evangelischen und katholischen Kirchenmitglieder an der Gesamtbevölkerung ist seitdem gesunken. Mit Stand März 2026 waren 56,1 % der Bevölkerung katholisch, 8,5 % evangelisch und 35,3 % konfessionslos oder einer anderen Glaubensgemeinschaft angehörig.
Der Stadtrat in Schweich besteht aus 24 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Stadtbürgermeister als Vorsitzendem. Vorsitzende der Stadtratsfraktionen sind mit Stand Mai 2024 Jonas Klar (CDU), Johannes Lehnert (FWG) und Achim Schmitt (SPD). Seit der Wahl 2019 hat sich die Zahl der Ratsmitglieder von 22 auf 24 erhöht, da die Stadt in der Wahlperiode 2014–2019 die Einwohnerzahl von 7.500 überschritten hat.
Die Sitzverteilung im Stadtrat:
| Wahl | SPD | CDU | FWG | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 2024 | 6 | 11 | 7 | 24 Sitze |
| 2019 | 6 | 10 | 8 | 24 Sitze |
| 2014 | 6 | 8 | 8 | 22 Sitze |
| 2009 | 7 | 9 | 6 | 22 Sitze |
| 2004 | 7 | 9 | 6 | 22 Sitze |
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Herr Schilling von 1946 bis 1952 Bürgermeister. Ihm folgte von 1952 bis 1969 Josef Geiben. 1969 übernahm das Amt des Ortsbürgermeisters Kurt Ensch (SPD), der 1974 von Friedrich Zeyen (CDU) abgelöst wurde, der das Amt bis 1983 ausübte. Von 1983 bis 1994 war Josef Rohr (CDU) Stadtbürgermeister, von 1994 bis 1999 Günther Porten (FWG) und von 1999 bis Juni 2009 Vitus Blang (SPD). Bei der Wahl am 7. Juni 2009 erzielte Otmar Rößler (FWG) 38,8 Prozent der Stimmen, Johannes Heinz (CDU) 37,4 Prozent und Achim Schmitt (SPD) 23,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung betrug 59,1 Prozent. Bei der Stichwahl am 21. Juni 2009 erhielt Rößler 57,3 Prozent und Heinz 42,7 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,8 Prozent. Am 25. Mai 2014 wurde Otmar Rößler (FWG) mit 57,5 Prozent der Stimmen als Stadtbürgermeister wiedergewählt bei einer Wahlbeteiligung von 57,7 Prozent. Im April 2015 trat Stadtbürgermeister Rößler zurück. Bei der Neuwahl am 12. Juli 2015 siegte Lars Rieger (CDU) gegen Achim Schmitt (SPD) mit 65,4 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 38,7 Prozent. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde Lars Rieger (CDU) bei einer Wahlbeteiligung von 66,3 Prozent mit 76,8 % der Stimmen als einziger Kandidat wiedergewählt. Erneut ohne Gegenkandidaten wiedergewählt wurde Rieger bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 mit 70,4 % der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 67,6 %.
Wappenbeschreibung: In Grün eine silberne Grabschaufel.
Begründung: Das Wappen entstammt einem Gerichtssiegel aus dem Jahre 1478. In dem damaligen Tartschenschild war ein bäuerliches Gerät dargestellt, welches 1574 als Pflugschar und später als Grabschaufel bezeichnet wurde. Im 16. Jahrhundert wurde dem Siegel das Kreuz von Kurtrier hinzugefügt. Das 1951 verliehene Wappen bezieht sich auf das älteste Siegel von Schweich.
Partnergemeinden sind Marsannay-la-Côte (Frankreich), Portishead (Vereinigtes Königreich), Krokowa (Polen), Renesse (Niederlande) und Murialdo (Italien).


Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Schweich
Laut dem Vereinsregister des Amtsgerichtes Wittlich gibt es in Schweich insgesamt über 50 eingetragene Vereine, der größte davon ist der TuS Mosella Schweich; die Turnabteilung wurde 1901, die Fußballabteilung 1919 gegründet.
An Männergesangvereinen (MGV) gibt es den MGV 1902 Schweich, den MGV 1910 Issel und den MGV Cäcilia Schweich. Die Stadtkapelle Schweich e. V. entstand am 15. Januar 1995 aus dem Musikverein Schweich, dessen Anfänge etwa bis 1912 reichen. Der Schachklub 1933 Schweich e. V. hat ca. 100 Mitglieder und ist mit sieben Mannschaften am Spielbetrieb im Schachbund Rheinland-Pfalz beteiligt. Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Schweich e. V. mit etwa 20 aktiven Musikern wurde im Jahr 1950 gegründet. Weitere größere Vereine sind der Turn- und Sportverein Issel 1952 e. V., der Angelsportverein Fährturm Schweich 1956 e. V., der Schweicher Karneval Verein 1970 e. V., der Isseler Cultur Verein 1970 e. V. und die Narrengilde Stadthusaren 1985 e. V. Der Handball Sport Club Schweich e. V. wurde am 20. Januar 1995 gegründet. Er ist Mitglied im Sportbund Rheinland sowie im Handballverband Rheinland. Außerdem bereichern der DRK Ortsverein Schweich, die DLRG-Ortsgruppe Schweich e. V., die Freiwillige Feuerwehr Schweich, der Freundeskreis Schweich-Marsannay, der Gewerbeverband Schweich, die Funkhilfe Schweich, der Kirchenchor Schweich, die Kolpingsfamilie Schweich, die Winzervereinigung Schweich sowie weitere Vereine das städtische Vereinsleben. Der Heimat- und Verkehrsverein Schweich bestand von 1951 bis 2023. Er hatte zuletzt 245 Mitglieder.
Das Schweicher Heimat-, Wein- und Erntedankfest hat eine lange Tradition im Ort.
Die Weinlagen des Weinortes Schweich im Anbaugebiet Mosel gehören zur Großlage Probstberg. Die Einzellagen sind Herrenberg, Annaberg und Burgmauer.

Die Bundesautobahn 1 (Europastraße 44) verläuft östlich von Schweich und führt über die Moselbrücke Schweich zum Autobahndreieck Moseltal bei Longuich. Die Bundesstraße 53 führt entlang der Mosel über Schweich und Issel. Landesstraßen im Stadtgebiet sind die L 141 in Richtung Föhren-Hochkreuz, die L 47 zwischen Trier-Quint und Föhren sowie die L 46 zwischen Trier-Quint und Zemmer. Die Moselbrücke Schweich (L141) verbindet Kirsch (Longuich) und Schweich.
Der Bahnhof Schweich DB liegt an der Eisenbahnstrecke Trier–Koblenz und wird von mehreren RE- und RB-Linien bedient. Bis in die 1960er Jahre existierte noch der Bahnhof Schweich Süd an der Kleinbahnstrecke Trier – Bullay.
Die Trierer Stadtbuslinien 8 und 87 verkehren täglich bis nach Schweich. Daneben ist Schweich mit den Regionalbuslinien der MB Moselbahn Verkehrsbetriebsgesellschaft mbH an Trier und die Region angeschlossen. Es gelten die Tarife des Verkehrsverbundes Region Trier (VRT).
Die Linien 22 und 221 werden samstags zeitweise und sonntags ganztägig miteinander verknüpft, d. h. der Abschnitt Trier – Ruwer – Kenn – Schweich entfällt. Die Busse der Linie 221 fahren ab Schweich/Bahnhof als Linie 22 weiter und umgekehrt. Daneben wird Schweich von weiteren Linien im Schülerverkehr angefahren. Saisonal verkehrt von April bis Oktober die Radbus-Linie 333 von Trier bis nach Bernkastel-Kues entlang der Mosel. Hierbei führen die Busse einen Anhänger für bis zu 20 Fahrräder mit.
Schweich liegt am Mosel-Radweg und am Radweg Wittlicher Senke und verfügt, gemeinsam mit den benachbarten Gemeinden der Römischen Weinstraße, über zahlreiche markierte Rundwanderwege. Der Qualitätsfernwanderweg Moselsteig, die beiden Hauptwanderwege des Eifelvereins Ville-Eifel-Weg und Moselhöhenweg sowie die Pilgerwege Eifel-Camino und Mosel-Camino führen durch die Stadt bzw. an ihr vorbei.
Ansässig sind zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen und einige Weingüter sowie die Filiale Schweich der Sparkasse Trier und die Regionaldirektion Schweich der Volksbank Trier Eifel. Die Jozi-Reisen GmbH ist ein Busunternehmen aus Schweich.
Der Schweicher Bote war eine Zeitung der Schweicher Druckerei Sachsenweger und wurde von 1885 bis 1934 herausgegeben. Von 1924 bis 1933 erschien in loser Folge auch die Beilage Mein Heimatland.
Lokale Medien sind heute der Trierische Volksfreund, der Wochenspiegel und das Amtsblatt der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße.