Blick auf den westlichen liegenden Eingang des Museums an der Great King Street 419 | |
| Daten | |
|---|---|
| Ort | Dunedin |
| Art | |
| Architekt | David Ross |
| Eröffnung | 1868 |
| Betreiber |
Selbstverwaltung
|
| Leitung |
Ian Griffin
|
| Website | |
Das Tūhura Otago Museum, vor 1922 Otago Museum genannt, ist ein Museum in der Stadt Dunedin auf der Südinsel von Neuseeland.
Das Museum befindet sich zwischen der Great King Street und der Cumberland Street im Stadtteil Dunedin North der Stadt Dunedin. Die Bibliothek der University of Otago liegt weniger als 100 m südsüdöstlich des Museums und zum Octagon, das das Zentrum der Stadt darstellt, sind es rund 900 m in südsüdwestlicher Richtung.
Das Tūhura Otago Museum in Dunedin ist ein Museum für Naturkunde, für Kulturgeschichte und für Wissenschaft. In den vielen Jahren seines Bestehens hat das Museum über 1,5 Millionen Objekte aus aller Welt, bevorzugt aber aus Neuseeland gesammelt und stellt einen Teil davon aus. Das zeitliche Spektrum der Exponate reicht von vor Millionen von Jahren bis hin zu denen die der aktuellen Forschung zuzuordnen sind.
Der Ursprung des Museums reicht zurück bis in das Jahr 1865, als der Geologe James Hector auf der New Zealand Exhibition in Dunedin unter dem Namen Otago Museum seine Sammlung von Gesteinen aus der Region Otago, die er zuvor bei geologischen Untersuchungen gesammelt hatte, präsentierte. Das Museum eröffnet aber erst 1868 und war damals in dem ehemaligen Stock Exchange Building südlich des Octagon untergebracht und verblieb dort neun Jahre lang.
Erster Kurator des Museums wurde Frederick Wollaston Hutton. Als Anfang der 1870er Jahre in einem Sumpf in der Nähe von Hamilton Knochen eines Moa entdeckt worden waren, übernahm Hutton diese in die Sammlung des Museums und setzte sich für einen Neubau des Museums auch aus Platzmangel ein. Der Architekt David Ross bekam 1874 den Auftrag für das neue Bauwerk, das, für die Zeit noch unüblich, nach seinen Vorstellungen in Beton ausgeführt wurde. Am 11. August 1877 wurde das neue Museumsgebäude, dessen Fassade in einem griechischen Stil designed wurde, an der Great King Street 419 in Dunedin dann schließlich eröffnet. Zum Zeitpunkt des Umzugs umfasste die Sammlung des Museums 3674 Objekte. Auch wurde die Leitung des Museum zeitgleich vollständig an die University of Otago übergeben.
1879 übernahm der Biologe Thomas Jeffery Parker die Leitung des Museums. In seiner Zeit fiel der Erwerb des Skeletts eines Finnwals, das Parker von dem Schausteller Jackson Barry erwarb, der seinerzeit damit auf der Südinsel auf Tournee war. Das Skelett wurde im Atrium des Ross-Gebäudes des Museums aufgehängt.
1910 wurde der Anbau des sogenannten Hocken Wing in Betrieb genommen. Der Anbau wurde nach dem Sammler, Bibliografen und Forscher Thomas Hocken benannt, der 1907 all seine Manuskripte, Karten, Gemälde, Fotografien, Zeitungen, Bücher und Broschüren zu Neuseeland und dem Pazifik dem Museum für die Öffentlichkeit übergab.
1930 erfolgte die Eröffnung des Willi Fels Wing, ein Gebäudeteil, das von dem Architekten Edmund Anscombe entworfen wurde und nach dem für das Museum seinerzeit bedeutendsten Förderer und Sammler, Willi Fels benannt wurde.
1963 wurde dann das Museum um ein von dem Architekten James White entworfenes Gebäude mit dem Namen Centennial Wing erweitert. Der Bau sollte eigentlich schon 1948 zum 100-jährigen Bestehen der Stadt Dunedin eingeweiht werden. Doch der Bau verzögerte sich. In dem Gebäude fand die polynesische Sammlung des Kurators Henry Devenish Skinner Platz. Weitere Umbauprojekte folgten in den 1990er und 2000er Jahren und bezüglich der Präsentationen erfolgten ebenfalls Veränderungen, die Exponate für Besucher begreifbarer machen.
2022 wurde das Museum dann in Tūhura Otago Museum umbenannt. Der Name „Tūhura“ wurde von dem lokalen Rūnaka (Stammesrat) der Māori ausgesucht und bedeutet übersetzt soviel wie „entdecken, offenlegen, ans Licht bringen, aufdecken, erschließen, erforschen, untersuchen“.
Das Museum wurde bis in etwa 1957 von der University of Otago verwaltet und ging dann anschließend in eine Selbstverwaltung über. Das Museum wird seither im Tagesgeschäft von einem Direktor geleitet.
1996 schuf man schließlich mit dem Otago Museum Trust Board Act von 1996 die Grundlage für eine strategische Aufsicht über das Museum. Seit dieser Zeit wacht das Otago Museum Trust Board (Vorstand), das sich aus 10 Mitgliedern der wichtigsten Interessenverbänden vor Ort zusammensetzt, über die Ausrichtung des Museums und stellt sicher, dass das Haus der Gesellschaft dient und sie mit dem Angebot des Museums inspiriert wird.