| Otaru-shi 小樽市 | ||
|---|---|---|
| Geographische Lage in Japan | ||
| Region: | Hokkaidō | |
| Präfektur: | Hokkaidō | |
| Koordinaten: | 43° 11′ N, 141° 0′ O | |
| Basisdaten | ||
| Fläche: | 243,13 km² | |
| Einwohner: | 112.452 (31. Dezember 2020) | |
| Bevölkerungsdichte: | 463 Einwohner je km² | |
| Gemeindeschlüssel: | 01203-3 | |
| Symbole | ||
| Flagge/Wappen: | ||
| Baum: | Betula platyphylla var. japonica | |
| Blume: | Azalee | |
| Vogel: | Sphenurus sieboldii | |
| Rathaus | ||
| Adresse: | Otaru City Hall 2-12-1, Hanazono Otaru-shi Hokkaidō 047-8660 Japan | |
| Webadresse: | https://www.city.otaru.lg.jp/ | |
| Lage der Gemeinde Otaru in Hokkaidō | ||
Otaru (jap. 小樽市, -shi) ist eine Stadt etwa 30 km westlich von Sapporo auf der japanischen Insel Hokkaidō in der Unterpräfektur Shiribeshi. Obwohl in Otaru mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung der Unterpräfektur lebt, ist Kutchan der Sitz der Unterpräfekturverwaltung.
Der Name stammt aus dem Ainu und bedeutet vermutlich „Fluss, der durch den Sand fließt“.
Otaru war im 19. Jahrhundert ein wichtiger Fischereihafen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es in der Umgebung bedeutenden Steinkohlenbergbau. Bis in die 1950er Jahre war Otaru sogar die bevölkerungsreichste Stadt auf Hokkaidō, erst dann wurde sie von der Hauptstadt Sapporo überflügelt, und auch die Industrie wanderte dorthin ab. Heute fungiert Otaru als „Schlafstadt“ für Sapporo und ist landesweit als Ausgangspunkt für mehrere Skigebiete und wegen ihrer malerischen Altstadt mit steinernen Lagerhäusern am Fluss bekannt.
Die Stadt besitzt einen Seehafen mit Containerterminal und regelmäßigen Fährverbindungen nach Niigata, Tsuruga, Maizuru und zur Insel Sachalin in Russland.
Auf Stadtgebiet befinden sich mehrere Bahnhöfe; die wichtigsten sind der Bahnhof Otaru und der Bahnhof Minami-Otaru an der Hakodate-Hauptlinie der Bahngesellschaft JR Hokkaido.
Otaru wird durch die Sasson-Autobahn, die Nationalstraße 5 sowie die Nationalstraßen 337 und 393 erschlossen.
Inaho (稲穂) ist ein zentraler Stadtteil von Otaru, der sich direkt rund um den JR-Bahnhof Otaru erstreckt. Dort liegt der berühmte traditionelle Fischmarkt Sankaku Ichiba (三角市場), 3 chome 10-16 Inaho, der für seine frischen Sashimi-Donburi (刺身丼), seine Königskrabben und viele andere Meeresfrüchte bekannt ist.
Nur 12 Minuten Gehweg von der Otaru Station entfernt liegt die Otaru Mosque (小樽モスク Otaru Mosuku), 5 chome 4-27 Inaho. Der Bau dieser Moschee wurde im Juni 2008 begonnen und im Februar 2009 beendet. Sie ist seit dem 1. Oktober 2013 offiziell als islamische religiöse Institution mit der Regierung registriert und dient als Gebetsraum für alle Muslime in der Umgebung. Da Masjid (مسجد) das arabische Wort für Moschee ist, wird sie auch als Otaru Masjid (小樽マスジド Otaru Masujido) bezeichnet. Ihr Name ist Al Noor Masjid (النور مسجد Al-Noor-Masjid) und steht so auch in Großbuchstaben an der Moschee. Dies ist ein häufiger Name für Moscheen, da Al Noor der Name einer Sure im Koran ist und „das Licht“ oder „die Erleuchtung“ bedeutet.
Otaru hat eine Handelshochschule und eine Pharmazeutische Hochschule.