Ottmar Obermaier (* 11. Juli 1883 in Inzell, Königreich Bayern, Deutsches Reich; † 28. Juli 1965 in München, Freistaat Bayern) war ein deutscher Bildhauer und Porzellankeramiker in München.
Ottmar Obermaiers Vater war Forstmeister, dann Forstrat in München. Er besuchte das Königliche Wilhelms-Gymnasium in München. Ab 1907 studierte er an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste Bildhauerei bei Erwin Kurz. Ab 1923 war er für die Porzellanmanufaktur Rosenthal, ab 1935 für die Porzellanmanufaktur Allach, die ab 1936 von der SS betrieben wurde und seit 1940 auch in einem Außenlager des KZ Dachau produzieren ließ.
Nach 1945 war Obermaier weiter als Bildhauer und Keramiker tätig. Er war Mitbegründer der Leichtathletikabteilung des TSV 1860 München.
Obermaier schuf vor allem Figurinen aus Biskuitporzellan, sowie mehrere Skulpturen aus Bronze oder Marmor, von denen einige auch als Porzellanfiguren verbreitet wurden. Seine Werke wurden von den NS-Führern Adolf Hitler und Heinrich Himmler geschätzt. Außerdem gestaltete er Büsten, Medaillen mit Porträts von NS-Persönlichkeiten und weitere Kunstwerke. Einige stellten auch Sportler dar.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Obermaier, Ottmar |
| ALTERNATIVNAMEN | Obermeier, Ottmar (selten); Obermayer, Ottmar (selten, Falschschreibung) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bildhauer und Porzellankeramiker in München |
| GEBURTSDATUM | 11. Juli 1883 |
| GEBURTSORT | Inzell, Königreich Bayern, Deutsches Reich |
| STERBEDATUM | 28. Juli 1965 |
| STERBEORT | München, Freistaat Bayern |