Otto Fliesen (* 16. Mai 1888 in Eisenberg (Pfalz); † 2. Oktober 1967 in Mannheim) war ein deutscher Unternehmer und Politiker (FDP).
Fliesen kam als Sohn eines Schamottefabrikanten zur Welt. Nach dem Besuch einer Volksschule, einer Privatschule in Friedrichsdorf und der Oberrealschule in Ladenburg absolvierte er eine Lehre in Frankenthal. Später besuchte er eine Handelsschule und die Handelsakademie in Calw. 1907 trat er in das familieneigene Unternehmen in Grünstadt ein. 1910 erhielt er Prokura und wurde am 1. Januar 1923 kaufmännischer Direktor. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Unternehmen zum größten Einzelwerk für Schamotte in Deutschland. 1959 wurde die Schamottewerke Karl Fliesen AG schließlich von Didier übernommen.
Fliesen gehörte dem Vorstand des Verbands der Pfälzischen Industrie mit Sitz in Neustadt an der Weinstraße an, außerdem war er Beisitzer der Industrie- und Handelskammer in Ludwigshafen sowie stellvertretender Vorsitzender der Allgemeinen Ortskrankenkasse in Grünstadt.
Vor 1993 war Fliesen Mitglied der Deutschen Volkspartei. Nach dem Krieg wurde er Mitglied der neugegründeten FDP. Er gehörte dem Stadtrat von Grünstadt an und war stellvertretender Vorsitzender des FDP-Bezirksverbands Pfalz.
Von 1951 bis 1955 war er Abgeordneter des Landtags Rheinland-Pfalz. Dort war er Mitglied des Rechts- und Geschäftsordnungsausschusses sowie des Wirtschafts- und Wiederaufbauausschusses.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fliesen, Otto |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Unternehmer und Politiker |
| GEBURTSDATUM | 16. Mai 1888 |
| GEBURTSORT | Eisenberg (Pfalz) |
| STERBEDATUM | 2. Oktober 1967 |
| STERBEORT | Mannheim |