Otto Frei (* 5. März 1924 in Steckborn; † 15. Juli 1990 in Bursinel) war ein Schweizer Journalist und Schriftsteller.
Otto Frei wurde 1924 als Sohn eines katholischen Holz- und Obsthändlers in Steckborn am Untersee geboren. 1938–1942 besuchte er das Gymnasium an der Kantonsschule Frauenfeld. In Zürich, Basel und Paris studierte er Geschichte und Germanistik. 1949 wurde er zum Dr. phil. promoviert, mit seiner Dissertation Die geistige Welt Thomas Bornhausers.
Als Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung arbeitete er von 1951 bis 1966 in West-Berlin (1955/1956 in Rom). Als erster vollamtlicher Westschweiz-Korrespondent desselben Blattes wirkte er von 1966 bis 1989 in Lausanne. Er liess sich in Bursinel am Genfersee nieder. Bei der Vermittlung zwischen den Schweizer Sprachregionen trat er insbesondere als Mitbegründer, Präsident und Gönner der Oertli-Stiftung hervor.
Otto Frei schrieb mehrere Sachbücher sowie Erzählungen und Romane. Diese veröffentlichte er u. a. in den Verlagen Huber (Frauenfeld), Arche und Atlantis (Zürich). Sein Nachlass befindet sich im Schweizerischen Literaturarchiv. Freis literarisches Erstlingswerk, die Erzählung Jugend am Ufer, brachte Friedrich Dürrenmatt 1973 seinem Verleger Peter Schifferli ins Programm. Die fünf Steckborner Romane wurden im Jahr 2013 vereint in einem Band herausgegeben, ergänzt um eine Biografie des Autors von dessen früherem Lektor Charles Linsmayer.
| Personendaten | |
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| NAME | Frei, Otto |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Journalist und Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 5. März 1924 |
| GEBURTSORT | Steckborn |
| STERBEDATUM | 15. Juli 1990 |
| STERBEORT | Bursinel |