Otto Freise (* 16. Juni 1872 in Seesen; † 18. Dezember 1952 in Bremen) war ein Bremer Kaufmann und Fabrikdirektor.
Karl August Otto Freise absolvierte eine kaufmännische Lehre bei Schulzen & Hesse in Verden, einer Großhandlung für Glas-, Porzellan- und Steingutwaren. Ab 1895 war er kaufmännischer Angestellter bei der Norddeutschen Steingutfabrik AG in Bremen-Grohn. Schon 1899 erhielt er mit 27 Jahren eine Prokura der Firma und 1900 wurde er in den Vorstand der Firma berufen. Als treibende Kraft der Fabrik übernahm er 1903 als alleiniger Vorstand die Führung des Unternehmens. International bekannt wurde die Norddeutsche Steingutfabrik auch durch die Verleihung einer Goldmedaille bei der Louisiana Purchase Exposition, der Weltausstellung 1904 in St. Louis. Das Unternehmen erweiterte sich ständig. Er gründete 1912 eine Tochtergesellschaft in Bremen-Aumund. Das Unternehmen übernahm nach dem Ersten Weltkrieg weitere keramische Fabriken. Er vergrößerte das Auslandsgeschäft erheblich, das bis zu 65 Prozent des Umsatzes einbrachte.
Freise war Mitglied der Handelskammer Wesermünde und gehörte mehreren Aufsichtsräten an. Er engagierte sich auch für soziale Anliegen in Vegesack. 1950 schied er aus dem Unternehmen aus.

Otto Freise wurde auf dem Friedhof Grohn in Bremen-Vegesack, Ortsteil Grohn, in einem kleinen Backstein-Mausoleum bestattet. Es ist nicht nur das einzige Mausoleum auf dem Friedhof Grohn, sondern in ganz Bremen-Nord. Weitere Mausoleen findet man nur auf den Bremer Friedhöfen in Walle und Riensberg.
In Bremen-Grohn wurde die Otto-Freise-Straße nach ihm benannt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Freise, Otto |
| ALTERNATIVNAMEN | Freise, Karl August Otto |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fabrikdirektor |
| GEBURTSDATUM | 16. Juni 1872 |
| GEBURTSORT | Seesen |
| STERBEDATUM | 18. Dezember 1952 |
| STERBEORT | Bremen |