| Stadtteil von Bremen Vegesack | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | Rang | |
| Fläche: | 11,918 km² | 14/23 |
| Einwohner: | 34.878 | 7/23 |
| Bevölkerungsdichte: | 2.926 Einwohner je km² | 9/23 |
| Ausländeranteil: | 22,81 % | 6/23 |
| Arbeitslosenquote: | 16,2 % | 4/23 |
| Koordinaten: | 53° 10′ N, 8° 38′ O | |
| Ortsteile: | Vegesack Grohn Schönebeck Aumund-Hammersbeck Fähr-Lobbendorf | |
| Postleitzahlen: | 28755, 28757, 28759 | |
| Stadtbezirk: | Nord | |
| Ortsamt: | Vegesack | |
| Website: | Ortsamt Vegesack | |
| Alle Flächenangaben mit Stand vom 31. Dezember 2014.
Demographische Angaben mit Stand vom 31. Dezember 2021. Angaben zur Arbeitslosigkeit mit Stand vom 31. Dezember 2016. | ||
Vegesack [] ist ein Stadtteil von Bremen innerhalb des Stadtbezirks Nord.
Vegesack liegt an der Mündung der Lesum in die Weser. An Vegesack grenzen im Nordwesten Blumenthal, im Südosten Burglesum und im Norden die niedersächsische Gemeinde Schwanewede. Am gegenüberliegenden Ufer liegt die niedersächsische Gemeinde Lemwerder.
Fläche: 1,84 km², 6547 Einwohner
Das Zentrum des Stadtteils bietet vielfältige Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten in der weitläufigen Fußgängerzone. Sehenswert sind:

Fläche: 2,02 km², 5.775 Einwohner
Das ehemalige Fischerdorf Grohn (ursprünglich von „Grohden“ = „künstlich aufgeschwemmtes Land“) liegt an der Lesum und erstreckt sich bis zu deren Einmündung in die Weser. Es gehörte als selbstständige Gemeinde ursprünglich zum Königreich Hannover, das 1866 preußische Provinz wurde. 1939 wurde Grohn nach Bremen eingemeindet und gehört seitdem als Ortsteil zum Ortsamtsbereich Vegesack.
Wichtige Betriebe:
Die Grohner Düne ist eine 16-geschossige Großwohnanlage mit 570 Wohnungen, die bis 1973 entstand und stark in der Kritik steht.
In Grohn befindet sich die 1999 gegründete Constructor University, eine private, staatlich anerkannte Hochschule mit internationaler Ausrichtung. Die Lehr- und Forschungssprache ist Englisch. Die Universität ist als einzige private Hochschule Mitglied der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die Einrichtung nutzt Gelände und Baulichkeiten der vormaligen Roland-Kaserne der Bundeswehr.
Sehenswert sind:
Hörenswert sind:
Fläche: 2,46 km², 5223 Einwohner
Das im Tal der Schönebecker Aue gelegene Wasserschloss Schönebeck wurde 1686 errichtet. Der barocke Fachwerkbau mit massiv erneuerter Südfront von 1705 ist seit 1972 als Heimatmuseum für Vegesack und Umgebung der Öffentlichkeit zugänglich.
Besondere Ausstellungen behandeln die Themen Segel- und Dampfschifffahrt, Heringslogger und Walfänger, die Anfänge der Seenotrettung sowie die Reisen des Vegesacker Afrikaforschers Gerhard Rohlfs. Darüber hinaus wird das Schloss für Konzerte und Sonderausstellungen genutzt.
In unmittelbarer Nähe des Schlosses befinden sich das dazugehörige Verwalterhaus, ein Fachwerkgebäude von 1780, die in den 1980er Jahren hier neu aufgebaute Schlosskate, welche für private Zwecke gemietet werden kann, sowie eine Stauanlage für die ehemalige Wassermühle am Übergang vom Schlossteich zum Geestbach Schönebecker Aue. Damit Fische das Gefälle im Bereich der Stauanlage überwinden können, wurde im Juli 2006 ein separater Umgehungsbach, die sogenannte Fischtreppe, angelegt.
Schönebeck wurde 1939 in die Stadt Bremen eingemeindet.
Fläche: 3,19 km², 7422 Einwohner
Aumund – an der Mündung der Aue – wurde 1040 als Aunon erwähnt. In Hammersbeck lebten an der Beeke die Landbesitzer Hammer. Die beiden Orte gehörten zur Herrschaft Blumenthal. 1821 gehörte Hammersbeck zum ev. Kirchspiel Blumenthal und Aumund zum Kirchspiel Lesum. Die Alt-Aumunder Kirche stammt von 1877. Aumund und Hammersbeck waren seit dem 19. Jahrhundert Gemeinden zunächst im Amt Blumenthal und seit 1885 im Kreis Blumenthal. Mitgründer der Gemeinde Aumund war Martin Ecks, Vorsteher der Gemeinde Fähr, die am 1. April 1908 zusammen mit der Gemeinde Voraumund in Aumund aufging. Am 1. April 1910 wurde auch Borchshöhe eingemeindet und am 1. Oktober 1922 folgte noch Hammersbeck. Der Friedhof Aumund stammt von 1928. Die vergrößerte Gemeinde Aumund gehörte seit 1932 zum Landkreis Osterholz und wurde 1939 in die Stadt Bremen eingegliedert. Seit 1946 bilden Aumund und Hammersbeck zusammen einen Ortsteil im Stadtteil Vegesack.
Der Ortsteil war 1751 bis 1761 Standort der Terhellenschen Fayencemanufaktur an der heutigen Uhthoffstrasse (gehört seit 1804 zu Vegesack) und einer Ziegelei, von der einige ehemalige Tongruben zeugen, wovon je eine als Aschedeponie und als Hausmülldeponie wieder verfüllt wurden. Aumund-Hammersbeck wird heute überwiegend geprägt durch Wohnquartiere mit Einfamilienhäusern sowie durch gewerbliche Bereiche mit Autohäusern, produzierendem Gewerbe und einem kleineren Technologiepark.
Eine Naturzone mit dem Naturschutzgebiet Hammersbecker Wiesen, der Beckedorfer Beeke, dem Aumunder Angelteich und mit dem Umland bei Beckedorf und Löhnhorst kennzeichnet den Ortsteil.
Der Bahnanschluss an die Bahnstrecke Bremen-Farge–Bremen-Vegesack ist seit 2008 wieder durch den Bahnhof Bremen-Aumund gegeben. Seit Ende 2011 verkehrt die Linie RS 1 der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen von Bremen-Farge über Bremen-Aumund zum Bahnhof Vegesack, außerhalb der Hauptverkehrszeit weiter via Bremen Hauptbahnhof nach Verden (Aller).
Fläche: 2,34 km², 8031 Einwohner
Fähr wurde im 16. Jahrhundert auch Vehr geschrieben. Der Name leitet sich von einer Fähre ab, die in einem kleinen Bauernhafen ihren Ausgangspunkt hatte. Seit dem 16. Jahrhundert wurde Fährgrund besiedelt. 1720 lebten hier 14 Bauern, 1766 wurde von 22 Feuerstellen berichtet und gegen Ende des 16. Jahrhunderts waren es 39 Hausstätten, zumeist Brinksitzer, also Kleinbauern. 1823 konnten 105 und 1858 dann 613 Einwohner registriert werden. Am Ende des 18. Jahrhunderts fand der Fährbetrieb nur noch durch die Vegesacker Fähre statt. 1860 gab es wieder eine Personenfähre nach Lemwerder. Die Einwohnerzahl stieg 1885 auf 1118 und 1900 auf 1522 Einwohner. 1892 entstand die Fährer Schule in der Fröbelstraße. Bis 1908 war Fähr eine selbstständige Gemeinde, die dann an Aumund und 1939 an Bremen angeschlossen wurde.
Lobbendorf wurde 1139 als Lobbenthorpe, wahrscheinlich nach dem Vornamen Lubbe oder Lobbe eines Bauern, benannt. Im 13. Jahrhundert war hier der Sitz einer Ministerialenfamilie. Grundbesitzer waren das Bremer St.-Paul-Kloster und die Ritter von Marßel und von Aumund. 1823 hatte Lobbendorf nur 20 Einwohner, 1995 waren es 8531. Der Ort kam 1852 zu Aumund, dass zum Amt Lesum gehörte. 1939 wurde Aumund nach Bremen eingemeindet. Als Kirchspiel war Lesum und seit 1873 Alt-Aumund zuständig. 1876 wurde an der Lindenstraße der neue Friedhof Vegesack eröffnet. 1946 wurden die Ortsteile Fähr und Lobbendorf zu einem gemeinsamen Ortsteil.
Seit 1834 war in Fähr die Werft von Claus Steenken ansässig. Seit 1856 war in Lobbendorf die Werft von Johann Peter Menck und danach die von Frerk Balleer bekannt. 1893 folgte der Bremer Vulkan Schiffbau. Bis zur Insolvenz und der nachfolgenden Schließung 1997 war die Schiffbau- und Maschinenfabrik Bremer Vulkan größter Arbeitgeber in Bremen-Nord. Auf dem ehemaligen Werftgelände des Bremer Vulkan, das das gesamte Weserufer in Fähr-Lobbendorf einnimmt, befand sich bis 2012 neben diversen anderen neu angesiedelten gewerblichen Betrieben die Qualifizierungswerft Bremer Bootsbau Vegesack GmbH (BBV) mit dem Schaufenster Bootsbau, auf der historische Schiffe auch im Holzbau restauriert und rekonstruiert wurden. Als Abschluss der so genannten maritimen Meile wurde ein 17 Meter hoher Aussichtsturm auf dem Gelände der BBV errichtet, dessen Blickfeld durch ältere Gebäude recht beschränkt blieb. Seit 2016 beherbergt das ehemalige Vulkan-Verwaltungsgebäude an der Lindenstraße eine Nebenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) des Landes für die Unterbringung in den ersten Tagen und Wochen, die Zentrale Aufnahmestelle des Landes (ZASt) sowie eine Außenstelle des Gesundheitsamtes.



Im 14. Jahrhundert wurde die Weserfähre in Fähr erstmals erwähnt. Eine Gaststätte für Schiffer entstand am Ende des 16. Jahrhunderts mit einer kleinen Siedlung an der Einmündung der Aue in die Weser – dem Aumunder Tief.
Von 1618 bis 1623 wurde der Vegesacker Hafen nach einer Entscheidung des Bremer Rates als erster künstlicher Flusshafen Deutschlands von den Bremer Kaufleuten und vom Haus Seefahrt gebaut, da die Weser flussaufwärts immer mehr versandete und die großen Handelssegelschiffe aufgrund ihres Tiefganges die Schlachte der Bremer Altstadt nicht mehr anlaufen konnten. 1645 bis 1648 entstand das Havenhaus, der Amtssitz des Vegesacker Hafenmeisters mit einer Gastwirtschaft. Das Dorf hatte zu jener Zeit nur vierzig Haushalte. 1671 übernahm die Stadt Bremen das Hafenbecken.
Im Ersten Bremisch-Schwedischen Krieg 1654 besetzten schwedische Truppen zwischenzeitlich Vegesack, mussten sich aber bei Beendigung der kriegerischen Auseinandersetzung mit Abschluss des Ersten Stader Vergleichs wieder zurückziehen.
Als Bremen 1741 im Zweiten Stader Vergleich große Teile seines Landbesitzes an das Kurfürstentum Hannover als Preis für die Respektierung seiner Reichsfreiheit abtreten musste, blieben von Vegesack nur Hafenbecken und Havenhaus bremisch. Wegen zunehmender Weserversandung konnten die meisten Handelsschiffe auch Vegesack nicht mehr anlaufen. Der Hafen war bald nur noch Winterlager und Instandsetzungsort für die Schiffe.


Verwaltungsentwicklung
1803 kam mit dem Reichsdeputationshauptschluss die Ortschaft Vegesack zu Bremen.
1811 bis 1814 war Vegesack Sitz des gleichnamigen Kantons des französischen Département des Bouches du Weser.
Von 1816 bis 1938 gehörte Vegesack zum bremischen Amt Vegesack.
Borchshöhe, Reihendorf an der 1828 gebauten Verbindungsstraße Borchshöher Straße, wurde zudem von den heutigen Straßen Zollstraße, Aumunder Weidestraße und Lerchenstraße begrenzt. Weitere Ansiedlungen gab es spätestens 1881 im Bereich Hammersbecker Straße/Gärdesstraße. Die Anwohner waren überwiegend Brinksitzer als Kleinsiedler mit anderen Berufen. Der Ort kam 1853 zum Amt Lesum, 1859 zum Amt Blumenthal, 1885 zum Kreis Blumenthal und 1939 zu Bremen. Bis 1873 war er beim Kirchspiel Lesum, dann bei Aumund.
1852 wurde Vegesack zur Stadt erhoben, 1875 erfolgte der Zollanschluss der bremischen Exklave Vegesack an den Deutschen Zollverein.
Aufgrund der Vierten Verordnung über den Neuaufbau des Reiches vom 28. September 1939 kam ein Teil des preußisch-hannoverschen Landkreises Osterholz zum 1. November 1939 an Bremen. Dabei wurden die bisher selbstständigen preußischen Gemeinden Aumund, Grohn und Schönebeck in die Stadt Bremen eingemeindet.
1946 bildeten diese zusammen mit der ehemaligen Stadt Vegesack den Ortsamtsbereich Bremen-Vegesack.
Schulen
1823 entstand eine evangelisch-unierte Kirchschule. 1827 konnte mit dem Unterricht als Lateinschule an der damals zweiklassigen Volksschule begonnen werden. 1829 entstand das neue Schulhaus an der Ecke Breite Straße und Oststraße (heute Kirchheide). Aus der Kirchschule entwickelte sich um 1858 eine Höhere Bürgerschule mit vier bis fünf Klassen. 1863 erfolgte die Trennung der Volksschule von der Bürgerschule.
1869 erfolgten die Gründung der Realschule II. Ordnung. Damit hatte Vegesack seine erste höhere Schule. Daraus wurde 1882 das Realgymnasium zu Vegesack, 1938 benannt als Gerhard-Rohlfs-Schule, Oberschule für Jungen nach 1945 Gerhard-Rohlfs-Schule, ab 1957 Gerhard-Rohlfs-Gymnasium, ab 1977 Gerhard-Rohlfs-Schulzentrum und ab 2010 Gerhard-Rohlfs-Oberschule. 1976/77 entstand das Schulzentrum des Sekundarbereichs II an der Kerschensteinerstraße mit einem Gymnasium und mit der Beruflichen Schule für Metall und Elektrotechnik. 1993 wurde daraus das heutige Gymnasium Vegesack.
1865 wurde eine private Höhere Töchterschule gegründet und bereits 1901 als Städtische Höhere Mädchenschule Vegesack, später Städtisches Lyzeum Vegesack, von Bremen übernommen; das war die erste staatliche Höhere Mädchenschule im Land Bremen. 1907 wurde die erste Schülerin als Hospitantin in die Oberklassen des Realgymnasiums zu Vegesack aufgenommen; es folgten Weitere. Erst 1956 erfolgte die Einführung der Koedukation, die gemeinsame Bildung von Jungen und Mädchen.
In Vegesack gab es seit 1900 die Gewerbliche Fortbildungsschule, die 1901/02 rund 170 Schüler besuchten. 1909 wurde in Vegesack der Pflichtbesuch für die berufliche Fortbildung angeordnet. 1934 bestand die Handelsschule in Vegesack.
→ Siehe auch Bremer Schulwesen sowie beim Absatz Bildung.
Vegesack ist seit rund 400 Jahren von Schifffahrt und Schiffbau, Fischfang und Fischverarbeitung geprägt:
| Bremische Exklave und Landkreis Blumenthal | 1812 | 1821 1823 | 1855 1858 | 1875 | 1883 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1925 | 1933 | 1939 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Flecken/Stadt Vegesack | 1.379 | 1.816 | 3.793 | 3.789 | 3.811 | 3.918 | 3.791 | 3.920 | 4.133 | 4.365 | 4.360 | 4.451 | 5.096 |
| Gemeinde Aumund | 340 | 1.716 | 6.154 | 6.787 | 9.120 | 10.495 | 11.692 | ||||||
| Gemeinde Voraumund | 135 | (1908 zu Aumund) | |||||||||||
| Gemeinde Fähr | 105 | 613 | 1.118 | 1.117 | 1.522 | (1908 zu Aumund) | |||||||
| Gemeinde Borchshöhe | 158 | 197 | (1910 zu Aumund) | ||||||||||
| Gemeinde Hammersbeck | 133 | 384 | 453 | 1.480 | (1922 zu Aumund) | ||||||||
| Gemeinde Grohn | 482 | 1.480 | 2.345 | 3.828 | 4.562 | 4.727 | 5.080 | 5.999 | |||||
| Gemeinde Schönebeck | 274 | 380 | 409 | 694 | 1.111 | 1.289 | 1.458 | 2.070 | |||||
| Bremer Orts-/Stadtteil | 1939 | 1950 | 1961 | 1975 | 1995 | 2007 | 2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Vegesack | 5.096 | 4.789 | 6.047 | 6.516 | 6.571 | 6.547 | |
| Aumund-Hammersbeck | 11.692 | 11.388 | 9.362 | 8.253 | 7.878 | 7.422 | |
| Fähr-Lobbendorf | 9.273 | 10.099 | 8.534 | 8.075 | 8.031 | ||
| Grohn | 5.999 | 6.509 | 6.393 | 5.882 | 6.281 | 5.775 | |
| Schönebeck | 2.070 | 3.220 | 5.721 | 5.928 | 5.403 | 5.223 | |
| Stadtteil Vegesack | 24.857 | 31.664 | 35.197 | 37.621 | 35.113 | 34.208 | 32.998 |
Der Beirat Vegesack tagt regelmäßig und in der Regel öffentlich im Ortsamt oder in anderen Einrichtungen wie z. B. Schulen. Der Beirat setzt sich aus den auf Stadtteilebene gewählten Vertretern der politischen Parteien oder Einzelkandidaten zusammen. Die Beiratswahlen finden alle vier Jahre statt, zeitgleich mit den Wahlen zur Bremischen Bürgerschaft. Der Beirat diskutiert über alle Belange des Stadtteils, die von öffentlichem Interesse sind, und fasst hierzu Beschlüsse, die an die Verwaltung, die Landesregierung und die Stadtbürgerschaft weitergeleitet werden. Für seine Arbeit bildet er Fachausschüsse. Dem Beirat stehen für stadtteilbezogene Maßnahmen eigene Haushaltsmittel zur Verfügung.
Das Ortsamt Vegesack ist seit 1946 eine örtliche Verwaltungsbehörde. Es unterstützt den Beirat bei seiner politischen Arbeit. Es soll bei allen örtlichen Aufgaben, die von öffentlichem Interesse sind, mitwirken. Es wird von einem vom Beirat vorgeschlagenen und vom Senat bestätigten Ortsamtsleiter geführt. Ortsamtsleiter war ab 2008 Heiko Dornstedt; Ende September 2023 wurde er in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger ist Gunnar Sgolik.

Das bremische Amt Vegesack führte bis 1850 nur den Bremer Schlüssel im Siegel. Das Wappen wurde, nachdem Vegesack 1851 Stadtrechte und 1879 eine Kommunalverfassung erhielt, im Jahr 1880 von der Stadt angenommen und 1882 vom Bremer Senat als Aufsichtsinstanz genehmigt. Vegesack führte das Wappen bis zu seiner Eingemeindung nach Bremen am 1. November 1939.
Blasonierung: „Schräggeteilt von Silber (Weiß) und Rot, oben ein rotes Tatzenkreuz und unten ein schräg aufgerichteter, mit dem Bart linkshin gewendeter silberner (weißer) Schlüssel in gotischer Form.“
Das rote Tatzenkreuz ist das sogenannte Hanseatenkreuz, eine ursprünglich für die hanseatischen Teilnehmer der Befreiungskriege gestiftete Auszeichnung, die in Bremen noch im Ersten Weltkrieg verliehen wurde. Der Bremer Schlüssel ist das Symbol des heiligen Petrus, des Patrons des Bistums und der Stadt Bremen.

Weitere Kirchen sind im Abschnitt Öffentliche Bauten unter Kirchen zu finden.
Eine erste Theateraufführung in Vegesack ist für 1810 nachweisbar. Regelmäßig gastierten daraufhin Wandertheatergruppen im Ort und es gab wiederholt Versuche von Gastwirten eine dauerhafte Theaterbühne in Vegesack zu etablieren. Mit der Gründung einer Theatervereinigung 1921 fand diese einen Träger, mit der das bis 1958 existierende Stadttheater in den Tonhallen (Gerhard-Rohlfs-Str. 67) unterstützt werden konnte. Gezeigt wurden seit 1921 meistens Gastspiele der Theater in Bremen, Bremerhaven und Oldenburg. Das heutige Statt-Theater-Vegesack führt seit 1989 als semi-professionelle freie Theatergruppe sowohl klassische Stücke als auch Eigenproduktionen vorwiegend im Bürgerhaus Vegesack auf.







Traditionell ist Vegesack evangelisch geprägt mit Gemeinden der Bremischen Evangelischen Kirche in den jeweiligen Ortsteilen. Die in Vegesack wohnenden Angehörigen der römisch-katholischen Kirche gehören zum Dekanat Bremen-Nord im Bistum Hildesheim.
Als Kirchgemeinden bestehen:
Andere christliche Religionsgemeinschaften:
Andere religiöse oder weltanschauliche Gemeinschaften:
Von 1850 bis zum 10. November 1938 existierte in Aumund eine Synagoge. Sieben Familien hatten um 1800 einen Schutzbrief in Rekum, Farge, Aumund, Grohn und Fähr (Jakum Isaak Gottschalk, Simon Hahn, Michael Rosenberg, Gumpel Schwabe, Ephraim Herz, Monderchai Kayser und Selig Pinchas Meyer). Sie gründeten 1816 die erste jüdische Gemeinde. Sie hatten einen Betraum in Grohn. 1827 schlossen sich die jüdischen Familien, die in Vegesack lebten, der Gemeinde an. Es waren insgesamt 16 Familien. Die erste Synagogengemeinde Aumund, Vegesack, Blumenthal hatte 81 Mitglieder (Männer). Erst 1834 erhielt sie die Erlaubnis zum Erwerb eines Grundstücks, und 1850 zum Bau der Synagoge. Am 10. November 1938 nachmittags wurde das Gebäude am jetzigen Jacob-Wolff-Platz im Zuge der Reichspogromnacht von der SA vor zahlreichen Schaulustigen niedergebrannt. Die Gemeinde wurde danach aufgelöst.
→ Siehe auch Jüdische Gemeinde im Lande Bremen
Anlagen
Sportvereine
Wichtige Betriebe waren und sind ( Zahlenangaben von 2008):

In den im Dezember 1862 eröffneten Kopfbahnhof Bremen-Vegesack münden die Bahnstrecken Bremen-Burg–Bremen-Vegesack, an der auch der Haltepunkt Bremen-Schönebeck liegt, und Bremen-Farge–Bremen-Vegesack.
Der 1961 eingestellte Personenverkehr auf der Bahnstrecke Bremen-Farge–Bremen-Vegesack, die über 46 Jahre nur für den Güterverkehr genutzt wurde, wurde im Dezember 2007 wieder aufgenommen. An dieser Strecke befindet sich auch der Bahnhof Bremen-Aumund. Die Strecke ist 2011 im Rahmen der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen elektrifiziert worden. Statt der seit 2007 zwischen Vegesack und Farge angebotenen Dieseltriebwagen setzt die NordWestBahn seit Dezember 2011 moderne Elektro-Triebzüge ein.
Seit April 2012 werden außerhalb der Hauptverkehrszeit umsteigefreie Fahrten zwischen Farge und dem Bremer Hauptbahnhof, teils weiter nach Verden (Aller) angeboten. Der tagsüber angebotene 30-Minuten-Takt wird in der Hauptverkehrszeit zwischen Vegesack und Hauptbahnhof auf einen 15-Minuten-Takt verdichtet.
Vegesack wird durch Buslinien der Bremer Straßenbahn AG sowie Buslinien anderer Verkehrsbetriebe bzw. Unternehmen des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen (VBN) versorgt:
Hinzu kommen die Nachtlinien:
Vegesack ist über die Autobahn A 270 an die Autobahn A 27 angebunden.
Näher dargestellt sind die wichtigsten Straßen und Plätze wie
Fußgängerzonen
Als Fußgängerzone dienen die Gerhard-Rohlfs-Straße, Teile der Breiten Straße und die Reeder-Bischoff-Straße als Haupteinkaufsstraßen, die in Ost-West-Richtung vom Fährgrund/Lindenstraße vorbei am Sedanplatz zum Vegesacker Hafen, zum Vegesacker Bahnhof führen.
Eine Fährverbindung mit zwei Fährschiffen der Fähren Bremen–Stedingen verbindet Vegesack via Zur Vegesacker Fähre mit Lemwerder in Niedersachsen.
Alphabetische Reihenfolge